
Ende des Bärenmarktes? Trotz positiver Bitcoin-Prognosen ist das Crash-Risiko nicht vom Tisch. (KI-Bild: Magnific.com, joker3753)
Der Kurs erpumpt Rekorde, die Stimmung kippt ins Positive: Bitcoin (BTC) legt eine Woche für die Geschichtsbücher hin – und Krypto-Guru PlanB erklärt den Bärenmarkt für beendet. Eine neue Bitcoin-Prognose warnt nun aber: Der Holländer könnte sich zu früh gefreut haben. Auf was sollten Anleger sich einstellen? Ist der monatelange Abwärtstrend vorbei – oder kommt der letzte große Crash erst noch?
Bullish wie nie: Bitcoin liefert Rekord-Woche ab
Von 63.000 auf 80.000 Dollar: Die Bitcoin-Bullen treiben den Kurs aufwärts, sorgen dabei für spektakuläre neue Rekorde. Die letzten 7 Tage? „Der größte Wochengewinn der Bitcoin-Geschichte“, bestätigen die Analysten von Galaxy Digital auf X. Prozentual: ein Anstieg um satte plus 23,5 Prozent, der kräftigste Wochensprung seit März 2023. Aktuell notiert die Krypto-Leitwährung bei rund 79.600 Dollar – die nächste Rallye zum Greifen nah. „Ich glaube, dass wir bei Bitcoin auch einen Anstieg auf mindestens 82.700 Dollar, vielleicht sogar auf 90.000 Dollar, erleben werden“, spekuliert Top-Analyst Michael van de Poppe in einer neuen Prognose.
Unterstützung für die These kommt von einem der bekanntesten Bitcoin-Analysten überhaupt: Auch PlanB, Erfinder des berühmten Stock-to-Flow-Modells, schaltet in einer Prognose auf bullish. 4 Signale zeigen demnach jetzt das Ende des Bärenmarktes an: Mehr als 70 Prozent aller Bitcoin notieren wieder im Gewinn, der Kurs notiert über dem 200-Wochen-Durchschnitt, der RSI (Relative-Stärke-Index) liegt über 50 – und die US-Notenbank spült wieder frisches Geld ins System. Seine Vermutung: „Der Bär ist tot – und die Bullen haben das Kommando“, so PlanB an seine mehr als 2,1 Millionen Follower auf X. Was bedeutet das für Anleger? Geht’s von hier aus schnurstracks aufwärts – oder bieten sich noch Kaufgelegenheiten?
Prognose warnt: Spätjahr bleibt kritisch
Fest steht: Ganz vom Tisch ist das Crash-Risiko nicht. Der pseudonyme Trader cyclop etwa – er wusste das Allzeithoch bei 126.000 Dollar auf den Tag genau vorherzusagen – bleibt skeptisch: Solange sich Bitcoin nicht über 83.000 Dollar halten kann, sei der Abwärtstrend weiterhin intakt. Seine Prognose: ein Rutsch Richtung 50.000 Dollar bis November.
Kollege van de Poppe bestätigt: Ein erneuter Rücksetzer sei „auf keinen Fall“ ausgeschlossen. Eine Korrektur von bis zu 40 Prozent komme in einem Bullenmarkt „durchaus“ vor. Aber, wichtig: Selbst die Extrem-Szenarien müssen Langfrist-Anleger nicht schrecken – das legt zumindest PlanBs Basis-Prognose nahe. Sein Stock-to-Flow-Modell sieht den Durchschnittskurs im laufenden Zyklus bis 2028 bei rund 500.000 Dollar – mit einer Bandbreite von 250.000 bis 1 Million Dollar. Sollte der Markt also tatsächlich noch einmal abstürzen, wäre eine Korrektur dieser Größenordnung womöglich die letzte gute Kaufgelegenheit, bevor Bitcoin gen Walhalla pumpt.

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Bitcoin vs. Quantencomputer: 1:0 für BTC
Seit Jahren geistert ein Schreckgespenst durch die Krypto-Welt: Ein künftiger Super-Quantencomputer, so die Sorge, könnte eines Tages Bitcoins Verschlüsselung knacken – und die vielen Milliarden im Netzwerk abräumen. Doch so schnell wird daraus wohl nichts – denn die Branche rüstet sich: So hat das israelische Tech-Unternehmen StarkWare gerade die erste quantensichere Bitcoin-Transaktion der Geschichte durchgeführt – live im laufenden Netzwerk, wie Entwickler Avihu Levy dokumentiert.
Der Trick heißt „Signature Grinding“, er funktioniert wie ein zusätzliches Schloss: Die sensiblen Schlüsseldaten werden in genau jenem Moment geschützt, in dem eine Transaktion theoretisch angreifbar wäre – während sie auf ihre Bestätigung wartet. Bitcoin-Historiker Pete Rizzo jubelt: „Die Quanten-Bedrohung schrumpft von Tag zu Tag“. Und es kommt noch besser: Fast zeitgleich präsentiert auch das Bitcoin-Unternehmen Blockstream um Krypto-Urgestein Adam Back ein quantensicheres Konzept: SHRINCS – nach Angaben der Entwickler bereits praxiserprobt. Der Quanten-Angriff auf Bitcoin bleibt damit weiterhin Theorie – die Verteidigung hingegen wird langsam Realität.
Disclaimer:
Der Autor und/oder verbundene Personen oder Unternehmen besitzt Kryptocoins, unter anderem auch Bitcoins. Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.
Über den Autor
Jannis Grunewald ist zum ersten Mal 2015 in Kontakt mit dem Bitcoin gekommen, seitdem lässt ihn das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Er schreibt als freier Autor für Krypto-Publikationen.
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