
Übernehmen die Bären das Kommando? (Foto: Freepik, inkong)
Bitcoin (BTC) hat sich den Bären ergeben und die 100.000-Dollar-Marke verloren. Der Crash auf unter 97.000 Dollar versetzt Anleger in Panik: Viele hatten mit explosiven Aufwärtsbewegungen im 4. Quartal 2025 gerechnet – nun ist erneut ein Rückgang unter 50.000 Dollar im Gespräch. Wie wahrscheinlich ist eine derartige Korrektur? Handelt es sich bei dem Einbruch nur um die übliche Volatilität auf dem Weg zum Allzeithoch – oder bewegen sich die Krypto-Märkte auf neue Tiefststände zu?
Crash-Alarm bei Bitcoin – was steckt dahinter?
Nahezu alle Coins im Sinkflug, Rekord-Abflüsse bei den ETFs, die Stimmung angsterfüllt: „Das letzte Mal, dass wir ein derartiges „Tiefpunkt“-Gefühl hatten, war am Ende der FTX-Krise im Jahr 2022“, so die Top-Analysten Jan Happel und Yann Allemann (Negentropic) über die aktuelle Entwicklung auf den Krypto-Märkten.
Tatsächlich verzeichnet die Mehrzahl aller Kryptowährungen derzeit Verluste: Leitwährung Bitcoin (BTC) beispielsweise notiert nach einem Rückgang um 6,13 Prozent innerhalb der letzten 24 Stunden bei nur noch 96.883 Dollar. Ethereum (ETH), die zweitwertvollste Kryptowährung, fällt sogar mehr als 10 Prozent, hält sich nur knapp über der 3.000-Dollar-Marke. Heutige Top-Verlierer: Story Coin (IP, minus 15,58 Prozent), Aerodrome Finance (AERO, minus 14,22 Prozent) und DEX-Token Jupiter (JUP, minus 14,16 Prozent). Lediglich 3 Coins bewegen sich aufwärts: Privacy-Kryptowährung Zcash (ZEC) bleibt für viele der spekulative Trade der Stunde, legt 5,12 Prozent zu. Konkurrent Monero (XMR) kommt auf plus 1,65 Prozent, bei UNUS SED LEO (LEO) sind es plus 2,46 Prozent. Das war’s an positiver Dynamik.
Auch die beliebten „Exchange Traded Funds“ bluten: So haben die Bitcoin-ETFs gerade in nur 24 Stunden Verkäufe in Höhe von 870 Millionen Dollar verzeichnet – die zweitgrößten Netto-Abflüsse seit dem Launch der Finanzprodukte im April 2024. Alles in allem muss die weltweite Krypto-Marktkapitalisierung über Nacht 5,76 Prozent verloren geben: Sie befindet sich gegenwärtig bei 3,28 Billionen Dollar und damit ein gutes Stück unter dem Allzeithoch von 4,35 Billionen Dollar, das gerade im Oktober markiert wurde.
Prognose: Zieht sich der Bullrun bis 2026?
So weit, so bearish – aber: Insgesamt sind die Verluste für Bullenmarkt-Verhältnisse halb so wild. Zumindest noch. Dramatisch ist insbesondere das Timing: Die Korrektur beflügelt die Befürchtung, der klassische 4-Jahres-Zyklus sei nun vorbei – und ein Bärenmarkt die Folge. Trading-Legende Peter Brandt – als Rohstoffhändler aktiv seit den 1970ern – nennt sogar ein Abwärts-Preisziel von unter 50.000 Dollar. Das sei zwar keine Prognose, betont Brandt, ergänzt aber: Ein Crash unter $50K sei im Rahmen des Möglichen, sollte sich der Bitcoin-Kurs verhalten wie in vergleichbaren Situationen.
Noch sind die Bären allerdings nicht siegreich. Kurzfristig gilt es den Bereich um 101.000 Dollar zurückzuerobern, um tiefere Verluste zu vermeiden, so Top-Trader Michael van de Poppe in einer Bitcoin-Prognose. Nach einem solchen Sprung aufwärts würde „den Menschen erst richtig bewusst, dass der 4-Jahres-Zyklus nicht mehr aktiv ist“. Bedeutet konkret: ein verlängerter Aufwärtstrend, der sich bis ins Jahr 2026 hineinziehen könnte.

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Happel und Allemann ergänzen einen weiteren positiven Aspekt: Die US-Regierung hat den Shutdown beendet – und das wirkt historisch betrachtet stets stark positiv auf Bitcoin und Co. „Während des Shutdowns 2019 erreichte $BTC seinen Tiefpunkt und erholte sich innerhalb von 12 Tagen, als sich die Liquidität normalisierte“, so die Analysten auf X. Das stellt die Weichen für eine bullishe Fortsetzung der Krypto-Rallye, erläutern die Experten: „Die Wiederaufnahme der Regierungsgeschäfte setzt schätzungsweise 150 Milliarden US-Dollar an überschüssiger TGA-Liquidität frei, was einen bedeutenden Rückenwind für die Märkte darstellt.“ Das Fazit der Bitcoin-Strategen: Das Schlimmste liege „wahrscheinlich“ hinter uns – jetzt sei Geduld gefragt.
Disclaimer:
Der Autor und/oder verbundene Personen oder Unternehmen besitzt Kryptocoins, unter anderem auch Bitcoins. Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.
Über den Autor
Jannis Grunewald ist zum ersten Mal 2015 in Kontakt mit dem Bitcoin gekommen, seitdem lässt ihn das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Er schreibt als freier Autor für Krypto-Publikationen.
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