
Ist Michael Saylors Strategy wirklich in Schieflage? (Bild: Magnific AI)
Für die einen ist er Heilsbringer und Lichtgestalt – für die anderen die größte Bitcoin-Bedrohung seit Jahrhundert-Betrüger Sam Bankman-Fried: Jetzt sorgt Bitcoin-Megabulle Michael Saylor erneut für Aufsehen – seine Milliarden-Maschine rund um STRC, Strategy und BTC kommt ins Schleudern, Experten warnen vor einem systemischen Crash. Prognose: Steht Bitcoin (BTC) am Abgrund?
Prognose: Droht Bitcoin ein neues FTX?
Er hortet Bitcoin wie kein Zweiter, präsentiert sich als unbeirrbarer Dauerbulle. Doch jetzt gerät Michael Saylors Bitcoin-Milliarden-Maschine ins Wanken – und der Markt reagiert. „Als Strategy das letzte Mal Bitcoin im Wert von nur 2 Millionen Dollar verkauft hat, ist der Kurs um 20% gefallen“, kommentieren etwa die Analysten von „Bull Theory“ auf X.
Was passiert also mit dem Preis, wenn das Unternehmen ab sofort zu regelmäßigen Verkäufen gezwungen wäre – und wie wahrscheinlich ist das? Hintergrund: Softwarekonzern Strategy (früher MicroStrategy) hat sich in einen gigantischen, fremdfinanzierten Bitcoin-Speicher verwandelt. Das Unternehmen leiht Geld und gibt hochverzinste Spezial-Papiere wie die STRC aus, um damit immer mehr Bitcoin zu erwerben. Inzwischen liegen sage und schreibe 846.842 BTC im Tresor – gekauft für gut 64 Milliarden Dollar.
Absturz der STRC-Vorzugsaktie – Gefahr für Bitcoin?
Für viele Anleger ist die Aktie zur bequemen Wette auf die Krypto-Leitwährung geworden: ein hochkomplexes, aber in der traditionellen Finanzwelt verwurzeltes Konstrukt mit Bitcoin im Zentrum. Das Problem: STRC ist jüngst auf 82 Dollar abgesackt, obwohl sie bei 100 Dollar liegen soll – und Bitcoin (BTC) folgt nach unten. Immer mehr Analysten fürchten nun ein „FTX 2.0“, den nächsten Krypto-Knall.
Besonders deutlich wird Dauer-Kritiker Peter Schiff: „Das finanzielle Kartenhaus, das Michael Saylor gebaut hat, kollabiert“, schreibt der bekannte Gold-Verfechter auf X. Seine These: Strategy muss Bitcoin abstoßen, um seine Zinsen zu bedienen. Diese Notverkäufe drücken den Kurs, senken damit den Wert der eigenen Bestände – und erzwingen weitere Verkäufe. Ein Teufelskreis, der die ganze Branche mitreißen könnte. Hängen Bitcoin, Ethereum, Solana und Co. am seidenen Faden?
Analyst relativiert: Nur eine gesunde Bereinigung
Nicht ganz, denn: Einer nüchternen Betrachtung hält der potenzielle Albtraum nicht stand. Bitcoin-Analyst Jesse Myers bleibt bullish, relativiert: Der Absturz der Strategy-Vorzugsaktie sei eine reine Leverage-Auswaschung. Viele Anleger hätten das Papier mit bis zu 20-fachem Hebel gekauft, weil es monatelang bei 100 Dollar gelegen hat. Mit schwankendem Kurs hätten Hedgefonds dann mit Leerverkäufen nachgeholfen – und so eine Liquidationskaskade losgetreten.
Doch an den Fundamentaldaten ändert das nichts. Strategy sitzt weiter auf seinem 64-Milliarden-Berg. Nach Myers‘ Rechnung kann das Unternehmen die Dividende 32 Jahre lang bedienen – und unbegrenzt, falls der Kurs im Schnitt nur um 2 Prozent pro Jahr zulegt. „Der Markt heilt sich selbst“, schreibt Myers auf X. Bitcoin-Entrepreneur Samson Mow ergänzt: STRC sei ein „brillantes Instrument“, am Design gebe es „strukturell nichts auszusetzen“ – es sei denn, man gehe davon aus, dass Bitcoin langfristig nicht an Wert gewinnen wird. Übrigens: Gerade hat Strategy weitere 1.550 BTC nachgelegt. Saylors orangefarbene Krawatte bleibt vorerst also, wo sie ist.

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Fastfood-Kette goes Krypto: Beim Burger braten Bitcoin sparen
In der Krypto-Szene kursiert ein böser Running Gag: Wer sich mit seinen Coins verzockt, könne ja bei McDonald’s anfangen – Pommes statt Profite. Eine US-Burgerkette zäumt das Pferd nun von hinten auf: Bei Steak ’n Shake wird der Grilljob selbst zum Bitcoin-Sparplan! Denn: Seit Kurzem bekommt jeder Mitarbeiter einen Bonus von 21 Cent pro Stunde – ausgezahlt in Bitcoin. Die krumme Zahl ist kein Zufall: Sie spielt auf die Obergrenze von 21 Millionen Coins an – mehr kann es niemals geben.
Hinter der Spielerei steckt Kalkül: Steak ’n Shake akzeptiert seit Mai 2025 Bitcoin-Zahlungen über das sogenannte Lightning-Netzwerk, hat damit die Bearbeitungskosten etwa halbiert und den Quartalsumsatz um mehr als 10 Prozent gehoben. Für 2026 meldet die Kette bereits 18 Prozent Wachstum. Ein Burger-Brater, der seine Belegschaft zu Bitcoinern macht: Aus dem Strafplatz der Krypto-Verlierer wurde der unwahrscheinlichste Sparplan Amerikas.
Disclaimer:
Der Autor und/oder verbundene Personen oder Unternehmen besitzt Kryptocoins, unter anderem auch Bitcoins. Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.
Über den Autor
Jannis Grunewald ist zum ersten Mal 2015 in Kontakt mit dem Bitcoin gekommen, seitdem lässt ihn das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Er schreibt als freier Autor für Krypto-Publikationen.
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