
Bitcoin & Co. stürzen ab – doch Experten sehen Chancen (Foto: freepik, trumronnarong)
Die Märkte für Kryptowährungen befinden sich seit einigen Stunden in einer intensiven Korrektur – viele Coins zieht es empfindlich nach unten. Ob Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), XRP, Solana (SOL) oder Dogecoin (DOGE): Kein einziger digitaler Vermögenswert der Top-100 nach Marktkapitalisierung steigt derzeit. Prognose: Wie schlimm wird der August?
Prognose: Bitcoin kaufen in der Korrektur?
-18,66% für Pump.fun (PUMP), den Token der gleichnamigen Kryptobörse, -17,74% für SPX6900, den jüngsten Memecoin-Hype – und -13,96% für Ethena (ENA), ein DeFi-Protokoll auf der Ethereum-Blockchain: Über Nacht musste die überwältigende Mehrzahl aller Kryptowährungen gehörig Federn lassen – und ein Ende des Rücksetzers ist bislang nicht in Sicht. Bitcoin (BTC) notiert nach einem Verlust von -2,86% bei 115.120 Dollar, Ethereum (ETH, -5,88%) hat sich auf 3.631 Dollar zurückgezogen, und auch bei Ripples XRP (XRP, -7,22%), Cardano (ADA, -7,91%), Dogecoin (DOGE, -8,56%) oder Solana (SOL, -7,63%) sieht es nicht viel besser aus. Was steckt dahinter? Einerseits belastet Unsicherheit über die Zinspolitik der US-Notenbank die Märkte: Auch wenn viele Anleger und Analysten auf eine Zinspause oder sogar Senkungen im Herbst spekulieren, ist ein klares Signal bislang ausgeblieben. Der starke US-Dollar macht es nicht besser – er sorgt für Gegenwind bei risikoreichen Anlageformen wie Kryptowährungen. Die Folge: Fast -4% Verlust weist die globale Krypto-Marktkapitalisierung seit gestern aus. Sie befindet sich mit gegenwärtig 3,75 Billionen Dollar ein gutes Stück unter dem aktuellen Allzeithoch von mehr als 4 Billionen Dollar. Für den beliebten Krypto-Händler Michael van de Poppe eine eindeutige Kaufgelegenheit: „Es geht los, wir beginnen mit den Märkten zu korrigieren, was bedeutet, dass es Zeit ist, Ihre nächsten Positionen für den nächsten Lauf zu akkumulieren“, so der Holländer an seine fast 800.000 Follower auf X. August werde Poppes Prognose nach womöglich zu einem „Monat der Stabilisierung“ – und der Aufwärtstrend dann „später“ fortgesetzt. Doch was bedeutet das konkret für Anleger? Wie schlimm werden die nächsten Wochen wirklich? Sollte man die purzelnden Preise für einen Einstieg nutzen? Falls ja: Wie tief kann’s runtergehen?
Krypto-Crash: Experten geben Entwarnung
Viele Branchenbeobachter geben diesbezüglich Entwarnung, denn: Blockchain-Analysen zeigen weiterhin positive Fundamentaldaten. Die sprechen für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Glassnode beispielsweise, das bekannteste Krypto-Marktforschungsunternehmen, kommentiert: „Trotz eines Rückgangs von 3,2% bei $BTC und 6% bei $ETH bleiben die Liquidationen gering (110 Mio./132 Mio. $) und die OI-Rückgänge sind bescheiden.“ Der Rücksetzer sehe „eher nach Spot-Verkäufen als nach einem Derivate-Flush“ aus. Oder, einfach formuliert: Aller Voraussicht nach wird sich keine Verkaufswelle anschließen. Dafür sprechen auch andere Faktoren. So ist die Zahl aktiver Wallets beispielsweise unverändert hoch, ebenso das institutionelle Interesse an BTC. Viele Großanleger verkaufen zwar – dem gegenüber stehen aber ebenso umfangreiche Investitionen. Zudem bleibt die Nachfrage nach den Bitcoin-ETFs stabil. Das verdeutlicht: Größere Marktteilnehmer betrachten den Kursrutsch als Einstiegschance. Der populäre Chart-Analyst Charles Edwards zeigt sich ebenfalls gelassen. In einer neuen Bitcoin-Prognose versichert der Experte: „Können wir tiefer gehen? Ja. Aber wenn wir in einigen Wochen/Monaten zurückblicken, sind solche Werte in der Regel gute Gelegenheiten.“ Der technischen Analyse zufolge wäre ein Abtauchen bis 100.000 Dollar noch eine gesunde Korrektur im Aufwärtstrend. Kritisch wird’s erst, wenn auch diese Zone nicht mehr hält – dann ist Vorsicht angebracht.
Disclaimer:
Der Autor und/oder verbundene Personen oder Unternehmen besitzt Kryptocoins, unter anderem auch Bitcoins. Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.
Über den Autor
Jannis Grunewald ist zum ersten Mal 2015 in Kontakt mit dem Bitcoin gekommen, seitdem lässt ihn das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Er schreibt als freier Autor für Krypto-Publikationen.
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