Bewerbungsmappe Auszubildende
Noch immer schreiben 70 % der Auszubildenden klassische Bewerbungen und schicke diese per Post ab.

Arbeitsuchende nehmen über bekannte Netzwerke den Erstkontakt auf, bewerben sich bequem über das Internet oder via E-Mail.

Selbst in der Personalbeschaffung, neudeutsch auch Recruiting genannt, werden verschiedene digitale Möglichkeiten bevorzugt.

Es bleibt zu klären, ob die Form der Rekrutierung von der Branche abhängt.

1. Ist die elektronische Bewerbung auf dem Vormarsch?

Lehrlinge und Azubis heben sich jedoch von all dem ab: Sie wählen den klassischen Weg, Ihre Bewerbung postalisch zu versenden, in Form eines Briefes mit allen Bewerbungsunterlagen. (v. S. Meinert).

Arbeitssuchende und Fachkräfte bzw. Leute, die über jahrelange Berufserfahrung verfügen, bewerben sich gern über das Internet.

Azubis wiederum stellen alle Bewerbungsunterlagen inkl. Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnissen zusammen, um diese per Post an das Unternehmen zu schicken. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des U-Form Verlags, unterstützt durch Ausbilder und die Heilbronner Hochschule.

2. Welche Form der Bewerbung wird in der Branche bevorzugt?

2.1. Neun von zehn Unternehmen akzeptieren die Bewerbung auf postialischem Weg

Fakt ist: knapp 90 % der Firmen akzeptieren eine korrekte und vollständige Bewerbermappe, für sie ist dieser Weg der Bewerbung auch für die Zukunft in Ordnung.

Doch obwohl die elektronische Variante führt, kommt die Großzahl an Bewerbungen weiterhin in Papierform an -der Prozentsatz liegt bei ca. 70 %.

Aber woran liegt es, dass die klassische Bewerbung in Papierform auch heute noch so beliebt ist und von Unternehmen als zufriedenstellend angesehen wird?

Folgende Gründe fanden Studieninitiatoren heraus:

  1. Mittelständische Unternehmen bzw. kleinere Ausbildungsbetriebe möchten höhere Kosten elektronischer Systeme umgehen.
  2. Oftmals werden Azubis durch die eigenen Eltern, Berater von Arbeitsagenturen oder Lehrern in diese Richtung geführt, da sie der Meinung sind, dass die Papierform eine seriösere Form darstellt.
  3. Ebenfalls bevorzugen viele Ausbilder die klassische Papierform-Bewerbung, aus ihrer Sicht ist sie ein zuverlässiger Indikator für das Talent bzw. die Fähigkeit des Bewerbers.

2.2. Elektronische Bewerbungsverfahren sind mit einem höheren Kostenaufwand verbunden

Aktuell stellen Unternehmern allen Bewerbern die elektronische Variante zur Verfügung.

  • ca. 50 % haben auf Ihrer Homepage Bewerbungsformulare oder ähnliche Bewerbersysteme integriert
  • 20 % aller Arbeitgeber, fast 50 % mehr als in den Jahren zuvor, möchten sich jedoch ausschließlich auf die digitale Bewerbervariante spezialisieren, was bedeutet, dass nur noch diese Art von Bewerbung angenommen und akzeptiert wird

Durch den Mangel an Fachkräften bleibt den Unternehmen jedoch nichts anderes übrig, als sich auf verschiedene Bewerbungsformen einzustellen und vermehrt in das Marketing für Auszubildende zu investieren.

Social-Media hat für Bewerbungen aktuell nur wenig Bedeutung. Bei vielen Firmen wird über die Personalabteilung der klassische Weg genutzt, z. B. werden im Vorfeld Praktika zum Einstieg angeboten oder es erfolgen Anfragen bzw. Kontaktaufnahmen über das Arbeitsamt bzw. auch die Nutzung diverser Jobportale.

Social-Media scheuen viele Unternehmen, da der Bewerberprozess ihrer Meinung nach mit viel Zeit und Geduld verbunden ist, zudem die Kontaktaufnahme schwierig erscheint. Jede vierte Firma ist wenig oder gar nicht von dessen Nutzen überzeugt. Für Informationen über Bewerber und Unternehmen bieten soziale Netzwerke wenig Input, da keine oder nur wenig Informationen zu finden sind.