EU-Sondergipfel Griechenland
Der EU-Sondergipfel zur Euro-Rettung fand im Oktober 2011 statt – die Auswirkungen sind bis heute spürbar. 

Die Halbierung privater Forderungen und eine Neugestaltung des Rettungsschirms: Der Krisengipfel zur Griechenlandpleite 2011 brachte einige wichtige Neuerungen und sorgte für Aufschwung an den Märkten.

Lesen Sie im Folgenden die Events des Gipfels nach ihrer Chronologie.

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1. Wie entwickelte sich die Situation bis zum Mittag des Tages?

1.1. 12:56

Der Bundestagsabgeordnete der SPD Swen Schulz hat gegen das neu ins Leben gerufene Sondergremium zur parlamentarischen Kontrolle des Euro-Rettungsschirms (EFSF) Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingelegt.

Er gab beim wissenschaftlichen Dienst des Bundestags ein entsprechendes Gutachten in Auftrag, dass Schulz‘ geäußerte Zweifel an der Rechtmäßigkeit des aus neun Personen bestehenden Gremiums unterstützt, so äußerte der Abgeordnete sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Zusammen mit Fraktionskollege Peter Danckert sei neben der Verfassungsklage zudem ein Antrag auf einstweilige Anordnung gestellt worden. Eine Sprecherin des Gerichts sagte aus, der Antrag würde noch im Laufe des Tages geprüft werden und eine Entscheidung zeitnah fallen.

1.2. 12:38

Das unter dem Namen „Attac“ tätige globalisierungskritische Netzwerk kritisiert die Haltung der Bundesregierung in Zusammenhang mit der Euro-Rettung. Sprecher des Netzwerks Mike Nagel äußerte sich dazu am Donnerstag in Berlin. „Die Koalition drängt andere Staaten dazu, soziale Einsparungen vorzunehmen und macht sich damit zum Erfüllungsgehilfen der Banken“, so Nagel.

Nach Auffassung von Attac solle die Regierung sich eher für eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte einsetzen, anstatt Milliarden umfassende Hilfspakete für andere Staaten zu bilden:

„Das Investmentbanking muss unterbunden werden“, sagte Nagel. „Banken müssen wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren und Kredite für die Bürger vergeben“.

1.3. 12:11

Die Beschlüsse, die während des Gipfels getroffen wurden, sorgen in ganz Europa für Erleichterung bei Anlegern von Bankaktien. Die Deutsche Bank stieg um über 14 Prozent, Commerzbank-Papiere auf ähnlichem Niveau über 13 Prozent.

Die BNP Paribas in Paris gewann ebenfalls 14 Prozent, Credit Agricole über 15 und die Société Générale 13 Prozent. In London stiegen Barclays um zehn Prozent. Begleitet von kräftigen Gewinnen stieg der DAX um 4 Prozent auf den mit 6261 Punkten höchsten Stand seit Anfang August.

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1.4. 11:49

Zuvor zeigte sich auch bei französischen Politikern Erleichterung angesichts der Gipfelbeschlüsse. Finanzminister François Baroin sieht das Krisentreffen gar als Rettung für die Gemeinschaftswährung Euro.

„Es gab ein Explosionsrisiko. Das Abkommen von heute Nacht ist eine freundschaftliche, globale und glaubwürdige Antwort“, sagte er gegenüber dem Radiosender RTL Radio.

Arbeitgeberchefin Laurence Parisot äußerte sich gegenüber dem Sender froh über die Einigung in Brüssel. Die „reale Wirtschaft“ sei nun von den Auswirkungen der Krise betroffen.

Unterdessen forderte der grüne Europaparlamentsabgeordnete Daniel Cohn-Bendit weitere Schritte. Seiner Ansicht nach sei der Aufbau eines föderalen Europas notwendig. „Wir stehen an einem historischen Augenblick, wo sich die Abkehr von der Staaten-Nation aufdrängt“, so gab er gegenüber der Zeitung ‚Libération‘ preis.

„Die Wirklichkeit ist zu komplex geworden für die Methode der Entscheidungen zwischen Regierungen, die fast 60 Jahre vorgeherrscht hat“

1.5. 11:44

Die vom italienischen Ministerpräsident Silvio Berlusconi beim Euro-Krisengipfel zugesagten Reformvorhaben stoßen auf Gegenwind: Die größte italienische Gewerkschaft hat Proteste gegen Berlusconis Vorhaben angekündigt.

Susanna Camusso, die Sekretärin der Gewerkschaft CGIL, rief über die Zeitung „La Repubblica“ auch andere Arbeitnehmervertretungen dazu auf, gemeinsam gegen die Pläne vorzugehen. Die Reformen seien nichts anderes als eine Kombination zielgerichteter Angriffe auf die Arbeitnehmer.

Berlusconi selbst forderte die politische Opposition zur Zustimmung auf. So hoffe er, dass auch die nicht regierenden Parteien die Maßnahmen unterstützen, die von der EU gefordert würden, sagte Berlusconi vor Journalisten.

1.6. 11:31

Als eine gute Grundlage zur Stabilisierung des Euro wurden die Ergebnisse des Gipfels von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler bewertet.

„Die Beschlüsse, die jetzt getroffen wurden, sind eine gute Nachricht für Deutschland und eine gute Nachricht für Europa. Wir sind ein gutes Stück vorangekommen, nicht nur, was die kurzfristigen Maßnahmen anbelangt, […] sondern es wurde auch die Tür geöffnet für Vertragsänderungen“, so Rösler.

Ihm besonders wichtig sei, dass auch Änderungen der EU-Verträge nun möglich sein sollen. Das müsse schnellstmöglich festgeschrieben werden. Auch sieht Rösler für die deutsche Wirtschaft positive Folgen: Da nun auch ausländische Investoren handeln können, sollten die Beschlüsse zu einer Besserung für Griechenland führen. „Das ist ein gutes Signal, auch gerade für die deutsche Wirtschaft”, sagte er.

1.7. 11:24

Frank Schäffler, FDP-Bundestagsabgeordneter, hat die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Euro-Rettung heftig kritisiert. Gegenüber dem Handelsblatt bezeichnete er das Gipfelergebnis als „Desaster für Griechenland und den europäischen Steuerzahler“. So sei kein Problem gelöst worden.

„Wenn die Maßnahmen vollständig umgesetzt werden, wird selbst nach den Zahlen der Troika Griechenland mit 128 Prozent eine höhere Verschuldung haben als 2009 vor Beginn der Schuldenproblematik“.

Weiterhin sei sogar zu befürchten, dass andere verschuldete Staaten auf Basis der Beschlüsse Gleiches für sich fordern könnten, sollte Griechenland nicht aus der Euro-Zone austreten, so Schäffler.

1.8. 11:01

Nach den Einigungen des Gipfels fordern die Banken weitere Reformschritte in der Eurozone.

„Es liegt nun an der Politik, den Reformdruck auf Griechenland und die übrigen in Bedrängnis geratenen Länder der Euro-Zone in vollem Umfang aufrechtzuerhalten“, äußerte sich der Bundesverband deutscher Banken.

Nur in diesem Fall sei dann gewährleistet, dass die Brüsseler Beschlüsse zu Schuldenschnitt, Rekapitalisierung der Banken und Hebelung des Euro-Rettungsfonds EFSF auch die angestrebten Erfolge erbringen. „Die beschlossenen Maßnahmen zur politischen Stärkung der Euro-Zone sind ein erster wichtiger Schritt zur Schaffung der notwendigen politischen Entscheidungsstrukturen in der Währungsunion.”

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2. Wie entwickelte sich die Situation am Vormittag?

2.1. 10:52

Weltbankchef Robert Zoellick zeigt sich angetan von der europäischen Einigung des Gipfels. So teilte er mit, die Maßnahmen könnten unterstützen, dass sich die finanziellen Verwerfungen nicht auf die Märkte der Schwellenländer ausbreiteten, die in ihrer Gesamtheit etwa die Hälfte des weltweiten Wirtschaftswachstums ausmachten.

Die vereinbarten Maßnahmen könnten allerdings nur ein erster Schritt sein, so Zoellick. Es sei nun vor allem wichtig, dass die Schritte auch umgesetzt würden, sodass die Grundlage für weiteres internationales Wirtschaftswachstum gelegt werde.

2.2. 10:37

Allem Anschein nach wird die freiwillige Umschuldung Griechenlands keine Zahlungen von Kreditausfallversicherungen (CDS) ermöglichen. Dies ist der Fall, da die Situation wohl nicht als Kreditereignis gewertet werde, so ein Anwalt des Derivatevereins ISDA, welche das entscheidende Gremium bildet.

Anleger sowie auch Politiker hatten das Entstehen eines Kreditereignisses in jedem Fall vermeiden wollen und aus diesem Grund auf eine freiwillige Umschuldung gepocht. Grund dafür ist, dass nicht bekannt ist, welche Beteiligten in welchem Volumen CDS abgeschlossen hat, sodass im Zahlungsfall wichtige Banken zusammenbrechen könnten.

2.3. 10:27

Im Anschluss an den Gipfel ist die Nachfrage nach als risikoarm geltenden deutschen Staatsanleihen merklich gesunken.

Der Euro-Bund-Future, welcher als Richtungsweiser betrachtet werden kann, sank am Morgen um 1 Prozent auf 134,26 Punkte.

Im Gegenzug legte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,148 Prozent zu.

2.4. 10:18

Um für eine Verschlechterung in der Schuldenkrise gewappnet zu sein, benötigt die Commerzbank fast drei Milliarden Euro Kapital; genauer: 2,938 Mrd. Euro. Das ist das Ergebnis des neuesten Blitz-Stresstests der europäischen Bankaufsicht EBA.

Zugleich stellte die Commerzbank klar, dass sie keine Staatshilfe brache, um im Zeitraum bis Mitte 2012 auf die von den Regulierern geforderte Kernkapitalquote von neun Prozent zu kommen.

„Wir können die geforderte Kapitalquote zum Beispiel durch den Abbau von Risikoaktiva in Nicht-Kernbereichen, den Verkauf von nichtstrategischen Assets oder einbehaltene Gewinne sicherstellen“, so Finanzchef Eric Strutz.

2.5. 10:00

Auch ohne staatliche Hilfe will die Commerzbank die im Zuge der Euro-Schuldenkrise höheren Kapitalanforderungen ohne staatliche Hilfe erfüllen.

Vorstandschef Martin Blessing verneinte klar ein Anzapfen des staatlichen Bankrettungsfonds Soffin. Die „öffentliche“ Begleitung auf die Inanspruchnahme des Fonds sei beim letzten Mal wenig motivierend gewesen, so Blessing.

3. Wie entwickelte sich die Situation am Morgen?

3.1. 09:47

Insidern zufolge fehlt vier der 13 größten Banken das Kapital, um die erhöhten Anforderungen nach dem Gipfel zu erfüllen. So sagten zwei der mit dem Kapitalbedarf betrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters aus, dass die Deutsche Bank, Commerzbank, NordLB und Landesbank Baden-Württemberg bisher nicht die geforderten Kapitalquoten erfüllten.

So brauchen die deutschen Banken insgesamt 5,1 Mrd. Euro Kapital, um auf eine Kernkapitalquote von neun Prozent zu kommen. Zeit haben sie dafür bis zum 30.06.2012.

3.2. 09:40

In der Folge des Euro-Gipfels zur Schuldenkrise verbilligen sich die Kreditversicherungen (CDS) auf Staatsanleihen hoch verschuldeter europäischer Länder.

So ging die CDS für fünfjährige griechische Staatsanleihen von vortäglichen 60 Punkte auf 56 Punkte zurück. Für entsprechende italienische Papiere vergünstigte die CDS sich um 24 auf 434 Basispunkte, bei spanischen Anleihen war ein Rückgang um 19 auf 361 Basispunkte zu verbuchen.

3.3. 09:33

China begrüßt die Vereinbarungen des Gipfels und betonte erneut seine Bereitschaft zur Unterstützung zur Stabilisierung des internationalen Finanzsystems. Das Außenministerium in Peking hoffe, dass die Folgen des Gipfels das Vertrauen der Finanzmärkte stärken.

Eine Sprecherin des Außenministeriums verkündete, der chinesische Staatspräsident Hu Jintao werde in einem Telefonat mit Nicholas Sarkozy Wirtschaftsfragen erörtern.

3.4. 09:25

Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis des EU-Gipfels.

„Beide Seiten sind aufeinander zugegangen und haben im Interesse Europas einen befriedigenden Kompromiss erzielt“, so Ackermann, welcher zugleich Präsident des Welt-Bankenverbandes IIF ist, dessen Geschäftsführer Charles Dallara die Verhandlungen mit der Politik geführt hatte.

Ackermann selbst hatte den Gesprächen aber nicht beigewohnt.

3.5. 09:05

Zum Handelsstart hat der DAX mehr als 200 Punkte zugelegt. Das Kursbarometer der Frankfurter Börse gewann zum Auftakt 2,4 Prozent und zeigte somit einen Stand von 6220 Punkten.

3.6. 09:02

Gustav Horn, Direktor des gewerkschaftsnahen IMK-Instituts, kritisiert das Risiko der Hebelung für die Staaten: „Wenn es schief geht, wird es teurer. Besser wäre gewesen, auf die Hebelung zu verzichten und stattdessen den Rettungsfonds EFSF aufzustocken.“, so Horn.

„Und im Falle eines Falles hätte die EZB bereitstehen müssen, um Staatsanleihen zu kaufen.“ Mit einer solchen doppelten Verteidigungslinie sei es auch ohne riskante Finanzmarktmanöver möglich, die Märkte zu beruhigen.

3.7. 08:49

Die spanische Wirtschaftsministerin Elena Salgado ist der Auffassung, die spanischen Banken seien stark genug, um die vom Gipfel beschlossene Rekapitalisierung alleine meistern zu können.

Dazu seien staatliche Hilfen nicht erforderlich, so Salgado in Madrid.

3.8. 08:35

Noch vor Börsenauftakt zeichnet sich für den Aktienhandel in Frankfurt ein starker Start ab. Daten von Bloomberg deuten auf eine Steigung des Leitindexes DAX um ca. 200 Punkte hin.

Auch der Londoner FTSE 100 und der Pariser CAC 40 versprechen eine hohe Eröffnung. Die Einigung des EU-Schuldengipfels in der Nacht hatte den Euro deutlich gestärkt und auf bis zu 1,40 Dollar verteuert.

Diese runde Marke wurde im frühen Geschäft allerdings nicht überschritten.

3.9. 08:25

Damien Boey, Aktienstratege bei der Credit Suisse, steht der Hebelung des Rettungsfonds kritisch gegenüber.

„Die Schlagzeilen sehen ganz gut aus, aber der Teufel steckt im Detail. Das Problem ist, dass wir nicht genau wissen, wie sie den Rettungsfonds von derzeit 440 Mrd. Euro auf 1000 Mrd. Euro hebeln wollen“, äußerte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Außerdem sei gar nicht sicher, ob die Aufstockung reichen werde. „Wenn man 1000 Mrd. Euro und die EZB an Bord hätte, wäre das genug. Aber bislang gibt es keine Erklärung, dass die EZB mit dabei ist. Sollte die EZB nicht bereit sein, mit ihrem Geld den Rettungsfonds aufzupeppen, dann haben wir ein Problem.“

3.10. 08:14

Von den asiatischen Aktienmärkten zeichnet sich eine positive Reaktion auf die Ergebnisse des Gipfels in Brüssel ab.

Der Nikkei-Index in Tokio schloss mit 8927 Punkten gut zwei Prozent höher; ein Plus von fast 180 Punkten zum Vortag. Der Hang Seng in China gewann 2,2 Prozent bzw. knapp unter 400 Punkten. Der australische All-Ordinaries-Index legte um gut 2,5 Prozent – ca. 100 Punkte – auf 4348 Punkte zu.

3.11. 08:02

SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht ein gutes Ergebnis im EU-Gipfel. Allerdings warf er Bundeskanzlerin Merkel erneut eine 180-Grad-Wende vor, da sie zu spät auf die Krise reagiert habe und somit die Risiken für den Steuerzahler erhöhe.

Wichtig sei jetzt, so Gabriel, dass die Bundesregierung vor allem durch die Einführung einer Steuer auf Börsengeschäfte weitere Schritte unternehme.

Mit den auf solche Weise generierten Einnahmen könnte dann auch ein Wiederaufbauplan für Griechenland und ähnlich verschuldete Länder in Südeuropa finanziert werden.

4. Wie fing alles an?

4.1. 07:47

FDP-Fraktionsvorsitzender Rainer Brüderle zeigt Zufriedenheit mit dem Brüsseler Gipfel.

„Es ist ein guter Schritt nach vorn“, so Brüderle im ARD-Morgenmagazin. Sowohl ein zweiteiliger Gipfel als auch die Beteiligung des deutschen Parlaments seien eine gute Botschaft gewesen. Außerdem sei im Endeffekt das erreicht worden, was gebraucht werde: Eine Umschuldung Griechenlands, damit „das Land tragfähig wird und aus der Misere rauskommen kann“, sagte Brüderle.

4.2. 07:43

Dank der Beschlüsse des Sondergipfels gewinnt der Euro an Auftrieb. Am Montag wurde die Gemeinschaftswährung nach Daten des Dienstleisters Bloomberg knapp unter der runden Marke von 1,4 US-Dollar gehandelt.

Auch die Aktienmärkte dürften von der Einigung in Brüssel profitieren. So standen Terminkontrakte auf den US-Leitindex Dow Jones mit mehr als 150 Punkten im Plus. Ebenso zeichnete sich ein starker Marktstart in London ab.

4.3. 06:17

Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou begrüßt den Schuldenschnitt für Griechenland als nachhaltig.

Jetzt könne Griechenland die Probleme, die aus der Vergangenheit herrührten, endgültig lösen, so Papandreou.

Er hoffe auf eine gute Zukunft für Europa und Griechenland. Beginnend mit dem Jahr 2012 werde Griechenland kein neues Defizit mehr vorlegen. Allerdings könnten als Ergebnis des Schuldenschnitts einige griechische Banken vorübergehend verstaatlicht werden.

4.4. 05:25

Ein erzwungener Rücktritt des italienischen EZB-Direktoriumsmitglieds Lorenzo Bini Smaghi sei ausgeschlossen, so der scheidende EZB-Chef Jean-Claude Trichet.

„Er ist Teil des Direktoriums, er hat seinen eigenen Vertrag und, wie Sie wissen, ist die EZB unabhängig. Es ist allein Bini Smaghis Entscheidung“, so Trichet im Anschluss an den Gipfel.

4.5. 04:08

In der Nacht hat sich der EU-Sondergipfel in Brüssel auf einen freiwilligen Schuldenschnitt für Griechenland in Höhe von 50 Prozent geeinigt.

Das bestätigt Nicholas Sarkozy, der französische Präsident.

4.6. 03:39

Eine Rettung Griechenlands aus der Pleite rückt näher. Am frühen Donnerstagmorgen einigten sich die Euroländer auf einen teilweisen Schuldenerlass für das durch Krisen geschwächte Land, so berichteten Diplomaten am Rande der Konferenz.

Das bedeutet für Privatgläubiger sowie Banken und Versicherer einen Verzicht auf 50 Prozent ihrer Anleiheforderungen. Im Vorfeld hatte es schwierige und langwierige Verhandlungen mit den Bankvertretern gegeben.

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Bildnachweise: Anne Leven/Shutterstock,Anne Leven/Shutterstock, (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)