Medien & Internet Mobilfunkverträge: Datenvolumen explodiert

Verivox-Analyse nach ist Inklusivkontingent in nur einem Jahr um 60 Prozent angewachsen

Eine Frau hält ihr Smartphone in der Hand mit Lichtern im Hintergrund (Foto: freepik, vershinin89)

Digitale Vernetzung im Fokus: Datenverbrauch und Tarife im Wandel der Zeit (Foto: freepik, vershinin89)

Heidelberg – Laut einer neuen Untersuchung des Vergleichsportals Verivox ( https://www.verivox.de ) ist das Datenangebot in den Laufzeittarifen (Postpaid) der vier großen deutschen Anbieter fünfmal höher als in deren Prepaid-Tarifen.

So stecken in einem Postpaid-Tarif von der Telekom, von Vodafone, O2 sowie 1&1 im Schnitt 72 Gigabyte (GB) – in Prepaid-Angeboten derselben Anbieter nur 14 GB. Noch 2024 betrug das durchschnittliche Volumen der vier Netzbetreiber in Vertragstarifen knapp 45 GB.

Anstiege „unverhältnismäßig“

„Schon seit Jahren steigen die Datenbudgets der Tarife unverhältnismäßig an, viel schneller als die tatsächliche Datennutzung der Kunden. Dahinter steckt strategisches Kalkül – je mehr Highspeed-Volumen in einem Tarif steckt, desto teurer kann er verkauft werden“, so Verivox Experte Jörg Schamberg.

Dem Telko-Fachmann zufolge sorgt das hochgerüstete Tarifportfolio der großen Anbieter somit für eine zusätzliche Verteuerung im Markt. Die monatlichen Kosten für einen Postpaid-Tarif lägen aktuell im Schnitt fast dreimal höher als die einer Prepaidkarte.

Zur Analyse des Preis-Leistungs-Verhältnisses greift die reine Kostenbetrachtung jedoch zu kurz, mahnt Schamberg. Denn der durchschnittliche Preis je GB sei in den besser bestückten Vertragstarifen deutlich günstiger als in den schlankeren Prepaidtarifen.

„Wichtiges Marketing-Instrument“

Alle Betreiber bieten Laufzeittarife mit 100 GB oder mehr an, Vodafone sogar mit bis zu 280 GB. Hinzu kommen unlimitierte Flatrates. Das untere Ende der Skala beginnt bei fünf GB (1&1). Bei Prepaid-Karten reicht die Spanne von einem bis maximal 50 GB (Telekom).

„Für die Anbieter ist das hohe Datenvolumen ein wichtiges Marketing-Instrument: Sie statten ihre Tarife mit einem hohen Leistungsversprechen aus – in dem Wissen, dass die meisten Kunden dieses nur teilweise abrufen werden“, so Schamberg.

Selbst das durchschnittliche Prepaid-Datenvolumen sei mit 14 GB höher als der monatliche Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland – laut dem VATM ( https://www.vatm.de/ ) betrage dieser aktuell 11,7 GB. „Smartphone-Nutzer sollten auf eine bedarfsgerechte Tarifbuchung achten,“ rät Schamberg.

 

Quelle: www.pressetext.com
(pte032/29.07.2025/13:59)

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