
Siemens-Chef Roland Busch und Nvidia-CEO Jensen Huang auf der CES 2026 (Foto: Siemens AG)
München – „Wir erschaffen das industrielle Gegenstück zu ChatGPT“, kündigte CEO Roland Busch jüngst in einem Interview an. An Visionen mangelt es nicht, Siemens will die vollautomatische Fabrik wahr machen. Für die Strategie wird die Konzernspitze auf der Hauptversammlung werben.
An der Börse liefert sich Siemens aktuell ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit SAP – wer ist Deutschlands größtes Unternehmen nach Marktwert? Im Januar hatte Siemens kurz die Nase vorn, lag gestern mit rund 200 Milliarden Euro knapp hinter SAP (rund 203 Milliarden, Quelle: tradingview.com).
+++ Ordentliche Hauptversammlung der Siemens AG +++
Nach Jahren virtueller Events findet die Hauptversammlung der Siemens Aktiengesellschaft 2026 wieder in Präsenz statt: am 12. Februar 2026 um 10 Uhr (MEZ) in der Olympiahalle München. Die Eröffnung sowie die Reden der Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand können Anleger im Live-Stream verfolgen. Informationen finden Sie auf der Website im Bereich Investor Relations.
Siemens-Chef Roland Busch wird in seiner Rede auf der Hauptversammlung unter anderem auf die Hebel für profitables Wachstum eingehen, darunter industrielle KI. Top-Thema ist auch die Strategie ONE Tech Company, mit der sich Siemens zu einem integrierten Tech-Konzern entwickeln will.
Dividendenplus, Aktienrückkauf und Aktien für Mitarbeiter
Wichtiger Tagesordnungspunkt des Aktionärstreffens: die Gewinnverwendung. Die Siemens-Führung stellt zur Abstimmung, für das abgelaufene Geschäftsjahr (bis 30. September 2025) eine Dividende von 5,35 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie zu zahlen – fällig würde sie am 17. Februar. Im Vorjahr wurden 5,20 je Aktie ausgeschüttet.
Neben der steigenden Ausschüttung stärkt der Konzern auch durch fortgesetzte Aktienrückkäufe den Wert für die Anteilseigner. Aktien-Programme für die Belegschaft will die Siemens-Führung fortsetzen, und bittet dafür um Zustimmung der Aktionäre zum “Genehmigten Kapital 2026”.
Keine virtuelle Hauptversammlung – Gegenanträge der Aktionäre
Zankapfel bleibt das Thema “virtuelle Hauptversammlung”. Nur weil in der Hauptversammlung 2025 nicht die Mehrheit von 75 Prozent des vertretenen Grundkapitals pro virtuell zustande kam, findet dieses Aktionärstreffen physisch statt. Das Management lässt abermals über den Punkt abstimmen.
Passenderweise richten sich gleich 2 Aktionärsanträge gegen das virtuelle Format – es sei denn in Ausnahmesituation wie einer Pandemie. Die “Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre” gehen einen Schritt weiter und fordern, den Vorstand nicht zu entlasten. Als Grund nennt der Verband irreführendes Lobbying im Namen der Siemens AG gegen die EU-Lieferkettenrichtlinie.
Disclaimer:
Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Der Text stellt keine Handelsempfehlung oder Anlageberatung dar.



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