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Blackwater wurde durch den Irak-Krieg einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Im Jahr 1997 gründet der 28 jährige Eric Prince das Unternehmen Blackwater USA. Prince ist ein ehemaliger Navy SEAL-Soldat, der die Firma gegründet hatte, um Armee-Angehörigen und Mitarbeitern von Vollzugsanstalten militärische Kurse wie Nahkampf- und Scharfschützenausbildungen anbieten zu können. Das Geld für die Firmengründung und den Kauf eines 24 Quadrat-Kilometer großen Trainingsgrundstückes stammt aus dem Verkauf des väterlichen Unternehmens, welches ihn ein Jahr zuvor zum Milliardär gemacht hatte. Bereits im Jahr der Gründung erhielt das Unternehmen Staatsaufträge im Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar.

1. Die größte Privatarmee der USA

Die Söldnertruppe wuchs im Laufe der Jahre aufgrund satter staatlicher Verträge zur mächtigsten Privatarmee mit mehr als 40.000 Mitarbeiter an. Es gab keinen Ort auf der Welt, wo Mitarbeiter von Blackwater nicht anzutreffen waren.

2. Blackwater in den Medien

2004 wurden vier Angestellte der Firma im Irak von Aufständischen getötet, zwei von ihnen wurden an einer Brücke aufgehängt. Das Video ging durch die Welt. Dies war das erste Mal, dass die Privatarmee einer größeren internationalen Öffentlichkeit bekannt wurde. Im Dezember 2006 erschoss ein angetrunkener Blackwater-Angestellter den Leibwächter des irakischen Vizepräsidenten. Im Frühjahr 2007 kam es in Bagdad zu einem Feuergefecht zwischen Sicherheitskräften des Innenministeriums und Blackwater-Söldnern, welches erst vom US-Militär beendet werden konnte. Im Herbst desselben Jahres verlor Blackwater die Arbeits-Lizenz für den Irak. Der Hintergrund war der, dass Mitarbeiter von Blackwater nach einem angeblichen Angriff auf ihren Fahrzeug-Konvoi in eine Menschenmenge geschossen hatten. Dabei töteten sie 17 Zivilisten und verletzten 24 Menschen schwer.

Im Juni 2008 wurde bekannt, dass die zu Blackwater gehörende Firma EP Aviation bereits Ende Februar ein brasilianisches Kampfflugzeug vom Typ Embraer EMB 314 Super Tucano vom Hersteller gekauft hatte. Die Maschine wurde ohne Bordwaffen ausgeliefert und sollte lediglich in den USA zu Übungszwecken eingesetzt werden. Neben dem Kampfflugzeug besaß die Firma auch 30 Hubschrauber und mehrere kleine und mittelgroße Privatflugzeuge.

Im Herbst 2010 schloss die Firma einen Vergleich mit dem US-Außenministerium. Hintergrund waren zahlreiche Verstöße gegen amerikanische Ausfuhrgesetze, wodurch eine Strafe in Höhe von 42 Millionen Dollar ausgesprochen wurde.

2.1. Namens- und Inhaberwechsel

Die Firma änderte im Lauf der Jahre mehrfach ihren Namen. Zuerst im Jahr 2007 von Blackwater USA in Blackwater Worldwide. Dann folgte im Februar 2009 die Umbenennung in Xe Services, da die irakische Regierung den Schutzauftrag für Diplomaten nicht verlängert hatte. Im Dezember 2010 verkaufte der Inhaber Prince die Firma Xe Services inklusive dem Training Center in North Carolina an eine Investorengruppe, die das Unternehmen zusammen mit anderen Aufkäufen schließlich Ende 2011 in Academi umbenannten.

Eric Prince ist 2010 nach Abu Dhabi gezogen. Angeblich soll er Somalier für Anti-Piraten-Einsätze ausbilden. Seine Schwester Elisabeth DeVos ist seit Februar 2017 Bildungsministerin der Vereinigten Staaten.

Academi ist nach eigenen Worten als militärischer Dienstleister für Bürger, Justiz und Regierungsbehörden tätig. Außerdem bietet die Firma die Durchführung von strategischen und punktuellen Operationen an.