Zulieferer apple Krise
Das erste iPhone kam 2007 auf den Markt.

156 Zulieferunternehmen – so viele Firmen und Betriebe hat der kalifornische Computerkonzern unter Vertrag, um die Herstellung seiner iPhones, iPads und Mac-Computer zu ermöglichen.

Dies ist bekannt, da Apple nun seine Liste der Zulieferer veröffentlicht hat und somit ein gutes Stück transparenter geworden ist.

Bei Kritik hilft nur mehr Tranparenz seitens des Unternehmens

Dieser Zug des Unternehmens mag überraschen, ist bei näherer Betrachtung aber eine logische Folge aus der vorigen Situation. Denn international war Kritik an einigen bekannten Apple-Zulieferern bekannt geworden: Von Kinderarbeit und miserablen Arbeitsbedingungen bis hin zu Suiziden von Arbeitern – unter anderem der an der taiwanesischen Börse notierte Elektronikhersteller und Zulieferer Foxconn war in der Vergangenheit negativ aufgefallen.

Durch die Zusammenarbeit mit solch überwiegend asiatischen Firmen haftet die entsprechende Kritik natürlich auch an Apple selbst. Dem will Apple nun mit der Veröffentlichung der Zuliefererliste entgegentreten. Nach eigenen Angaben hatte der Konzern seit Jahren regelmäßig Überprüfungen vorgenommen und diese nun zusammengefasst. Demnach waren sechs Fälle von Kinderarbeit sowie 13 Fälle bekannt geworden, in denen in der Vergangenheit Minderjährige zur Arbeit herangezogen worden waren.

  • Einen vollständigen Überblick über die Transparenz-Bemühungen des Unternehmens können Sie hier auf der firmeneigenen Seite einsehen.

Cook führt das Unternehmen Apple transparenter als Jobs

In dem 500-Seiten starken Bericht, der der Liste beiliegt, berichtet Apple zudem von weiteren Verstößen wie Verletzungen von Umweltauflagen oder mangelhafter Bezahlung der Arbeiter, jedoch ohne Nennung des Ortes. Nach Apple-CEO Tim Cook erweitere man bei Apple jedes Jahr das Programm, schaue sich die Zuliefererkette genauer an und mache „es schwerer, die Auflagen zu erfüllen“. Dies führe dazu, dass die entsprechenden Belegschaften „mit jedem Jahr besser und besser behandelt“ würden. Jedoch gab Cook auch zu, dass noch viel getan werden müsse.

Beobachter des Unternehmens stimmen in relativem Konsens darin überein, dass Tim Cook das Unternehmen nach dem Tod von Apple-Gründer Steve Jobs transparenter gestalten will. Unter Jobs trat der Konzern nach außen stets eher verschlossen auf; bedacht darauf, keine Geheimnisse preiszugeben. Cook beschreitet nun wohl einen neuen Weg.

Unsicher ist, ob die Veröffentlichung der Zuliefererliste mit einem patentrechtlichen Rückschlag zusammenhängt, den Apple etwa zeitgleich erlitt. Apple war wegen dreier Patente gegen Motorola vorgegangen, das eine Verletzung ebenjener Patente verübt haben sollte. Die US-Handelskommission ITC fand jedoch keine solche Patentverletzung. Der Motorola-Konflikt ist insbesondere deswegen interessant, weil die Firma gerade für über 12 Milliarden US-Dollar von Google übernommen wird. Damit will der Internetriese vermutlich das Assortiment von Patenten hinter seinem Betriebssystem Android vergrößern, das als direkter Konkurrent zu Apples iOS steht und besonders häufig Ziel von Patentklagen ist.

Bei teuren Geräten lohnt sich eine Geräteversicherung

zerbrochener Handybildschirm
Nicht immer schützen Panzerglas oder Handyhülle vor Schäden.

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