
Steigende Preise könnten den US-Verbrauchern die Kauflaune verderben. (Foto: Magnific.com, splitov27)
Washington – Der Iran-Krieg treibt die Ölpreise in die Höhe. Aktuell ist die US-Notenbank Federal Reserve mit einem verstärkten Preisdruck konfrontiert. Im April stieg die US-Inflation von 3,3 auf 3,8 Prozent im Jahresvergleich, wie das US-Bureau of Labor Statistics meldet. Die Expertenprognose ging von einem Anstieg der Gesamtinflation auf lediglich 3,7 Prozent aus.
Preistreiber Nummer 1 im April waren wie erwartet die Energiepreise mit einem Anstieg von enormen 17,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Lebensmittel verteuerten sich um 3,2 Prozent. Auch wichtige Kernrate ohne Lebensmittel und Energie stieg an – um 0,2 Punkte auf 2,8 Prozent.
Den Preisdruck spüren auch die vorgelagerten Stufen der Wirtschaft. Der Erzeugerpreisindex stieg zuletzt auf 4 Prozent im Jahresvergleich. Das markiert den höchsten Stand seit über 3 Jahren. Diese Kosten wälzen Unternehmen in der Regel zeitverzögert auf Konsumenten ab.
Aufwärtsrisiken durch Iran-Konflikt – US-Notenbank wartet ab
Aktuell dominieren Aufwärtsrisiken das globale Geschehen. Der Iran-Krieg gefährdet die Lieferketten rund um die Straße von Hormus. Steigende Kosten für Diesel und Kerosin treiben die Preise für Fracht. Zudem verteuern höhere Düngemittelkosten die US-Lebensmittelproduktion.
Die Währungshüter der US-Notenbank Federal Reserve operieren daher in einem schwierigen Umfeld. Seit der letzten Zinssenkung im Dezember 2025 halten sie den Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent stabil. Angesichts steigender Preise rückt das 2-Prozent-Ziel in weite Ferne.
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Inflation im Fokus – Prognose des FedWatch Tools
Austan Goolsbee, Präsident der Federal Reserve Bank von Chicago, betonte am Freitag mit Blick auf die aktuelle Marktlage: „Inflation ist das Thema der Stunde.“ Hingegen sei das Beschäftigungswachstum mit 133.000 neuen Jobs außerhalb der Landwirtschaft im April „ziemlich stabil“.
Was sagen die Märkte? Laut FedWatch Tool der Terminbörse CME beträgt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause bei der nächsten Notenbank-Entscheidung am 17. Juni 97,6 Prozent. Dieser Wert sinkt für die Fed-Entscheidung am 29. Juli auf 95,6 Prozent. (Stand: 12. Mai, 14.45 Uhr MESZ)
Aktualisiert nach Bekanntgabe der Inflationsdaten am 12. Mai 2026 um 14.50 Uhr (MESZ)



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