Geldpolitik Inflation USA aktuell: Verbraucherpreise Juli 2025 und Fed-Prognose

Dienstag, 12. August: Teuerung in den USA weiter bei 2,7 Prozent im Jahresvergleich / Aber Kernrate steigt stärker als erwartet

Einkaufskorb vor einer USA-Flagge (Foto: Freepik, SergeyCh) Inflation USA aktuell: Verbraucherpreise Juli 2025 und Fed-Prognose

Wie wirken sich die Zölle auf die Teuerung aus? (Foto: Freepik, SergeyCh)

Washington – Diese Inflationszahlen haben ein Doppelgesicht: Bei 2,7 Prozent im Jahresvergleich steht die Gesamtrate der US-Teuerung im Juli – und ist damit ebenso hoch wie im Vormonat. Angesichts der Zollpolitik des US-Präsidenten hatten Experten einen Anstieg auf 2,8 Prozent erwartet.

Allerdings: Die Teuerung ohne Energie und Lebensmittel hat zugelegt – und zwar stärker als von Ökonomen geschätzt von 2,9 auf 3,1 Prozent. Ein Hinweis auf gestiegene Produktpreise etwa in Folge der Zölle, zumal die Dienstleistungsinflation mit 3,6 Prozent im Jahresvergleich so hoch wie im Juni war.

In der aktuell unsicheren Lage werden auch die US-Bürger pessimistischer was den Inflationstrend betrifft. Laut Juli-Umfrage der New York Fed rechnen die Verbraucher in 12 Monaten mit einer Jahresrate von 3,1 Prozent (Juni: 3 Prozent). Die 5-Jahres-Erwartung stieg von 2,6 auf 2,9 Prozent.

Dynamik am Arbeitsmarkt bricht ein – Trump feuert McEntarfer

Neben der Inflation bestimmt der Arbeitsmarkt die Zinspolitik der US-Notenbank Fed. Dort gab es nun einen Paukenschlag: Nur 73.000 neue Jobs sind im Juli entstanden (Prognose: 110.000). Zudem haben die Statistiker die Zahlen von Mai bis Juni um mehr als 250.000 Stellen nach unten revidiert.

Zweifellos ein Zeichen konjunktureller Schwäche. Prompt feuerte Präsident Trump die Überbringerin der „schlechten Botschaft“: Erika McEntarfer, Leiterin des Bureau of Labor Statistics – jener Behörde, die auch die Inflationszahlen erhebt. Der designierte Nachfolger E.J. Antoni kommt aus dem Trump-Lager. Beobachter sehen die Integrität von US-Statistiken gefährdet.

Keine Zinssenkung seit Dezember – Trump-Vertrauter ins Direktorium

Noch vor der brisanten Arbeitsmarktstatistik hatte die US-Notenbank Fed Ende Juli die von US-Präsident Trump vehement geforderte Zinssenkung abermals verschoben – wobei 2 Fed-Entscheider abweichend votierten. Der Leitzins steht nun seit Dezember 2024 bei 425 bis 450 Basispunkten.

Bekanntlich steht auch Fed-Chef Powell auf Trumps Abschussliste. Nach dem Rückzug der Fed-Gouverneurin Adriana Kugler hat der US-Präsident seinen Berater Stephen Miran interimsweise in das Fed-Direktorium berufen. Ein erster Schritt, um die Notenbank auf seine Politik zu verpflichten.

Neue Töne von der Fed – Zins-Prognose des FedWatch Tools

Einmal mehr begründete Fed-Chef Jerome Powell das Zögern mit fehlender Klarheit über die Wirkungen der Zollpolitik. Allerdings: Powell fügte diesmal an, dass die Inflationsfolgen der Zollentscheidungen voraussichtlich nur kurzfristig seien und dass es Risiken am Arbeitsmarkt gebe.

Der Druck auf die Fed hat zugenommen. Für die nächste Zinssitzung am 17. September prognostiziert das FedWatch Tool eine Chance von 90 Prozent für eine Zinssenkung um 0,25 Prozent. Ein weiterer Schritt am 29. Oktober ist zu 62,5 Prozent wahrscheinlich. (Stand: 12. August, 14.53 Uhr MESZ)

 

Aktualisiert nach Bekanntgabe der Inflationsdaten am 12. August 2025 um 14.50 Uhr (MESZ)

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