Zeichnung an der Boerse fuer Aktien
Für eine Zeichnung steht immer nur eine gewisse Anzahl der entsprechenden Aktien zur Verfügung.
Bevor eine Aktiengesellschaft neue Aktien an der Börse notieren lässt, bietet sie interessierten Anlegern die Wertpapiere oftmals bereits vor der ersten Börsennotierung an. Dieses Verfahren wird auch als Zeichnung bezeichnet. Im Rahmen einer Zeichnung können sich interessierte Käufer melden, die die Aktien schon vor der Börseneinführung erwerben bzw. zeichnen möchten. In der Vergangenheit war es auf diese Weise häufiger möglich, schon nach einigen Tagen gute Gewinne zu erzielen, wenn nämlich der festgelegte Emissionskurs niedriger als die ersten Kurse an den Börsen war.

Für eine Zeichnung steht immer nur eine gewisse Anzahl der entsprechenden Aktien zur Verfügung, denn natürlich soll der überwiegenden Mehrheit der Wertpapiere an der Börse notiert werden. Zudem legt die jeweilige Aktionärsgesellschaft eine sogenannte Zeichnungsfrist fest. Dies bedeutet, dass Interessenten nur innerhalb einer bestimmten Frist, also eines Zeitraumes, die Möglichkeit haben, sich für den Kauf der Aktien vor Börseneinführung zu melden. Wenn die Nachfrage höher als das Angebot ist, sind die jeweiligen Aktien überzeichnet. Für den Börsenstart ist dies ein gutes Omen, denn dann ist davon auszugehen, dass die Kurse zunächst einmal ansteigen werden.

Eine Zeichnung wird meistens durch mehrere Banken veranlasst, die sogenannten Konsortialbanken. Dabei handelt es sich häufig um drei bis fünf Kreditinstitute, welche die Emission der neuen Aktien begleiten. In aller Regel wird eine Bank als sogenannte Konsortialführerin bestimmt.

Je nachdem, welches Zeichnungsmodell gewählt wurde, haben oftmals die Kunden dieser beteiligten Banken eine etwas bessere Chance, bei der Zeichnung zum Zuge zu kommen. Im Rahmen der Zeichnung wird zudem eine Preisspanne genannt, in deren Rahmen sich der letztendlich festgelegte Zeichnungspreis befindet. Umso mehr die Nachfrage das vorhandene Angebot übersteigt, desto wahrscheinlicher ist, dass der Emissionspreis sich am oberen Ende der Zeichnungsspanne befindet.