Börse

Northern Data Aktie unter Druck

Der verzögerte Geschäftsbericht, schlechte Geschäftszahlen, eine Anzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die dazugehörigen Ermittlungen, bringen die Aktie und das Unternehmens aktuell schwer unter Druck.

Chart on ScreenDer verzögerte Geschäftsbericht, schlechte Geschäftszahlen, eine Anzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die dazugehörigen Ermittlungen, bringen die Aktie und das Unternehmens aktuell schwer unter Druck.

Das Geschäftsmodell von Northern Data klingt eigentlich nach einem lukrativen Umfeld und großen Zukunftschancen. Denn Northern Data betreibt Rechenzentren und vermietet diese an seine Kunden. Dies ist eine beliebte Praxis, beispielsweise im Bereich des Kryptominings.
Viele Anleger waren dem Unternehmen deshalb auch sehr positiv gestimmt, weshalb die Aktie zu Jahresbeginn auch knapp über 140 Euro gehandelt wurde. Doch spätestens zum Ende der letzten Woche hatten viele Investoren das Gefühl, dass das Unternehmen unter keinem guten Stern zu stehen scheint.

Verzögerter Geschäftsbericht 2020

Das Frankfurter Unternehmen hat nämlich Probleme mit dem Geschäftsbericht 2020. Dieser wurde nun am 30. September 2021 als Vorabversion präsentiert. Die Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer von KPMG dauert derweil seit Monaten an und scheint auch vorerst nicht beendet. Für gute Stimmung unter Investoren sorgen solche Ankündigungen nie, so auch nicht bei Northern Data.

Vorläufige Geschäftszahlen verfehlen Prognosen

Letzten Donnerstag lieferte Northern Data dann aber wenigstens vorläufige Geschäftszahlen. Die gelieferten Zahlen hatten allerdings nichts mehr mit den rosigen Prognosen zu tun, die das Unternehmen einst aufgestellt hatte. Der prognostizierte Umsatz von 120 Mio. Euro wird mit nur 16,4 Mio. Euro Umsatz angegeben. Dies entspricht lediglich rund 13% vom erwarteten Umsatz!
Auch der erwartete operative Gewinn von 45 Mio. Euro Gewinn lässt die Investoren mit einem schlechten Gefühl zurück. Denn Northern Data hat keinen Gewinn erzielt, sondern kommunizierte einen Verlust von 12 Mio. Euro.

Anzeige und Ermittlungen der BaFin

Am Freitag, nur einen Tag nach den enttäuschenden Zahlen meldete sich dann die BaFin zu Wort. Man habe bereits im Februar Anzeige wegen Marktmanipulation bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main erstattet. Auch die Staatsanwaltschaft bestätigte diese Anzeige, es werde bereits ermittelt. Inhaltlich ist nur bekannt, dass es um eine adhoc-Mitteilung des Unternehmens aus dem Jahre 2019 gehe. Aus ermittlungstaktischen Gründen ist nicht mehr bekannt, als dass diese Mitteilung „irreführend“ gewesen sein soll.

Diese Kombination der schlechten Nachrichten um das Unternehmen bescherte der Aktie ein Minus von rund 30%, sie wurde kurzzeitig zu rund 45 Euro gehandelt. Aktuell liegt der Kurs bei rund 54 Euro, dies entspricht einer Marktkapitalisierung des Unternehmens von rund 890 Mio. Euro.


Bildnachweise: de.fotolia.com (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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