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22.03.2011, 16:03
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Japan-ETFs - Kampf um den korrekten Preis
Bei Indexfonds auf japanische Aktien klaffen große Lücken zwischen dem Kurs und dem eigentlichen Wert.
von Sebastian Ertinger
Bei börsengehandelten Indexfonds (Exchange-Traded Funds, ETFs) auf Japans Aktienmärkte klaffen derzeit der Fondspreis und der Gesamtwert der darin enthaltenen Papiere außergewöhnlich weit auseinander. "Bei Japan-ETFs sollten Anleger die Abweichungen vom inneren Wert beachten", warnt Patricia Oey vom Ratinghaus Morningstar. Indexfonds spiegeln die Wertentwicklung eines Börsenbarometers ohne das aktive Eingreifen eines Fondsmanagers wider. Dank ihrer hohen Liquidität und geringen Kosten nutzen Investoren sie immer häufiger als Handelsinstrument.
Kursinformationen und Charts
Ein Grund für die Preisdifferenz sind die anhaltenden Turbulenzen an der Tokioter Börse. Dort schwanken die Märkte zwischen der Furcht vor einer atomaren Verseuchung durch das vom Erdbeben und dem Tsunami verwüstete Atomkraftwerk Fukushima und der aufkeimenden Hoffnung, dass die Behörden die Lage wieder in den Griff bekommen.
Hinzu kommt: Die japanischen Märkte haben teilweise schon geschlossen, wenn in Europa und den USA der Handel an den Börsen beginnt. Aktuelle Entwicklungen in Fukushima schlagen sich außerhalb des Tokioter Parketthandels zwar nicht in den dortigen Aktienkursen nieder. Wohl aber reagieren Investoren in Europa und den USA, sie kaufen oder verkaufen an den heimischen Börsen gelistete ETFs. Damit nehmen sie die Kursbewegungen der japanischen Basiswerte vorweg. Bei so starken Ausschlägen wie zuletzt könne dies zu erheblichen Differenzen zwischen dem Börsenpreis der Indexfonds und ihrem Nettoinventarwert (Net Asset Value) führen, erläutert Analystin Oey.
So notierten in New York gelistete Japan-ETFs vergangene Woche an einigen Tagen mit einem Aufschlag von vier bis fünf Prozent auf ihren Nettoinventarwert. Ähnlich sah es auch bei in Deutschland gelisteten ETFs wie dem DB X-Trackers MSCI Japan oder dem Konkurrenzprodukt von iShares auf den MSCI Japan und den Leitindex Nikkei 225 aus.
Versteckte Kosten für Anleger
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FTD.de, 22.03.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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