OGAW-Hedge-Fonds dürfen zwar weder direkt Kredit aufnehmen noch durch Verkauf geliehener Aktien auf Kursverluste wetten. Doch Risiken bergen die Strategien dennoch, weil sie teils kräftig Derivate sowie Swaps - den Tausch von Zahlungsverpflichtungen - einsetzen. "Es besteht die Gefahr, dass die neuen Hedge-Fonds-Strategien in OGAW-Form nicht das Sicherheitsniveau erreichen, das man eigentlich von bisherigen OGAW-Fonds her gewohnt ist", sagt Kaiser. "Man muss sich die Fondsstruktur genau anschauen. Das ist oft nicht so leicht durchschaubar, gerade wenn Swap-Konstruktionen eingebaut sind."
Uwe Rieken, Geschäftsführer von Faros Consulting, sieht das ähnlich: "Uns als Berater sind OGAW-Fonds lieber als jede andere Form der Verpackung. Das ändert aber nichts daran, dass man Fonds und Investmentrisiken genau prüfen muss." Zudem, so Feri-Experte Kaiser, bleibe abzuwarten, ob die OGAW-Hedge-Fonds tatsächlich mindestens ein- oder zweimal pro Monat Anteile zurücknehmen. "Das wird sich aber erst in einer Phase zeigen, in der auch wirklich viel Geld abfließt", sagt er.