Parker ist ein Eigengewächs des Nike-Konzerns. Der studierte Politikwissenschaftler hatte kurz nach seinem Abschluss an der Pennsylvania State University bei Nike angeheuert - zuerst als Produktdesigner. Stetig stieg der US-Amerikaner dann in der Konzernhierarchie auf. Die Krönung seiner Karriere, die Ernennung zum Vorstandschef, verdankte er nicht zuletzt auch dem erfolglos agierenden William Perez, der nach einem Streit mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden und Konzerngründer Phil Knight gehen musste. Obwohl das Verhältnis von Knight zu Parker als exzellent gilt, steht der Konzernchef unter genauer Beobachtung des Patriarchen.
"Nike ist bei ihm in guten Händen"
In der Öffentlichkeit genießt Parker einen guten Ruf, Konzernkenner bescheinigen ihm eine gute Leistung. "Nike ist bei ihm in guten Händen", sagte Morningstar-Analyst Brady Lemos. Auch Parkers Gehalt von 2,4 Mio. $ plus 3,5 Mio. $ in Optionen sei angemessen.
Ob dem Konzernchef mit dem Umbro-Deal der Durchbruch im Fußball geglückt ist, ist fraglich. Der Zeitpunkt für den Kauf sei nicht besonders glücklich, unken Analysten. Schließlich hat England nur noch wenig Chancen, sich für die Europameisterschaft zu qualifizieren. Auf seine persönlichen Vorlieben hat Parker bei dem Kauf keine Rücksicht genommen. Er nennt viele Sportarten als Hobby, Fußball ist nicht dabei.