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Aktien

Anleger setzen auf Videospiele und Online Gaming-Aktien und treiben die Börsenkurse in die Höhe

Weiterhin starkes Wachstum für Mobile Gaming, Free2Play Online Games und eSports erwartet...

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Börsen sind weiterhin positiv gestimmt und haben die Einschränkungen der Corona-Pandemie eingepreist.
  • Neue Börsenlieblinge sind Tech-Unternehmen aus dem Gaming und eSports-Bereich.
  • Chinas Konzern Tencent gewinnt immer größeren Einfluss auf dem Gaming-Markt.
  • Wer nicht auf Einzelaktien wie Sony, Nintendo, NVIDIA oder AMD setzen möchte, sollte sich das Gaming ETF von VanEck anschauen.

Die Corona-Pandemie schien fast überwunden und mit den guten Nachrichten über die klinischen Studien der Impfstoff-Kandidaten stiegen die Börsenkurse auf neue Allzeithochs. Doch nun ist wieder Lockdown angesagt, um die hohen Infektionszahlen einigermaßen unter Kontrolle zu bekommen. Und was machen die Börsen? Die Aktienkurse steigen weiter. Die Anleger reagieren gelassen, denn sie haben den Lockdown bereits eingepreist. Mehr noch: Die Wallstreet hat neue Lieblinge gefunden. Besonders beliebt sind derzeit Wachstumswerte, die ihre Gewinne über Video Games, Mobile Gaming und eSports erzielen. Welche Tech-Werte wieder in sind und wie man auf über ETFs an dieser Entwicklung partizipieren kann.

Gaming und eSports Aktien steigen

Zu den eindeutigen Gewinnern der Kontaktbeschränkungen zählen die Anbieter von Videospielen. Den Milliardenmarkt dominieren vor allem Unternehmen aus USA sowie China. Das chinesische Unternehmen Tencent bietet neben seinen beliebten Apps wie WeChat auch eine große Anzahl an Spiele-Plattformen. Vor allem Onlinespiele auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets ist Tencent auf dem asiatischen Markt dominierend.

Doch Tencents Marktstellung bezieht sich nicht nur auf den asiatischen Raum. Der chinesische Konzern agiert immer mehr wie eine Holding und hält Anteile an vielen global aktiven Unternehmen aus dem Gaming-Bereich. Zu den Tencent-Beteiligungen zählen u.a.:

  • Epic Games (bekannt für Fortnite)
  • Activision Blizzard (bekannt für Call of Duty, Candy Crush, Crash Bandicoot, Guitar Hero, Tony Hawk’s, World of Warcraft, StarCraft)
  • Riot Games (League of Legends)
  • Ubisof (Assassin’s Creed, Watch Dogs)

…sowie viele andere Entwickler und Studios wie etwa:

    • Funcom
    • Platinum Games
    • Supercell
    • Grinding Gear Games
    • Bohemia Interactive
    • Glu Mobile
    • Bluehole
    • Paradox Interactive
    • Miniclip
    • Yager

Das sind teilweise sehr namhafte Gaming Software-Hersteller. Doch damit ist nicht genug. Erst jüngst hat Tencent auch noch das Unternehmen Leyou übernommen und gewinnt dadurch noch größeren Einfluss auf den Spiele-Markt. Denn Leyou selbst bestitzt einige starke Beteiligungen. Hierzu zählen:

  • Digital Extremes (Entwickler von Warframe). Warframe ist ein Free2play-Spiel und hat weltweit große Erfolge auf PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch gefeiert. Im Jahr 2019 gingen die Einnahmen aber zurück. Durch die Fusion sollen neue Stories und Entwicklungen wieder für Schub sorgen.
  • Das Software Studio Splash Damage ist bekannt für die Spiele Dirty Bomb und Gears Tactics sowie Gears 5.
  • Radiance Games, bekannt für das Free2play RPG Game Endless World.

Free2Play Games – wirklich kostenlos?

Beim Free2Play-Modell handelt es sich um eine kostenlos spielbare Version eines Videospiels. Damit ist ein Geschäftsmodell der Gaming und Casino-Branche gemeint, in der Spieler zunächst freien Zugang zu einem Spiel bekommen und die grundlegenden Basisfunktionen eines Spiels gratis spielen können. Dabei kann es sich um Rollenspiele, Simulationen oder Casino Spiele handeln. Kostenlose Spiele finanzieren sich entweder über Werbung oder über In-App-Käufe, wenn der Spieler weitere Level erreichen möchte oder bestimmte Eigenschaften und Stärken erlangen will. Alternative Bezeichnungen für Free2Play sind: Free-to-Play und F2P Games.

So funktioniert das Geschäftsmodell: In der Regel handelt es sich bei diesem Spiel-Modell um einen erleichterten Zugang zur Zielgruppe. Sobald der Spieler sich fürs Weiterspielen begeistert, wird er vom Entwickler durch kleine Hürden und Herausforderungen oder sonstige Einschränkungen dazu gebracht, zu bezahlen.

Tencent wächst also rasant und dürfte auch in den nächsten Monaten mit den weltweiten Lockdowns und Freizeit-Einschränkungen seinen Gewinn steigern. Der Aktienkurs wurde dennoch etwas gebremst, weil die chinesische Regierung eine Strafzahlung gegen Tencent und Alibaba verhängt hat und außerdem wegen Kartellverstößen ermittelt. Durch immer höhere Hürden und Regulierungen der Volkspartei sind die Wachstumsmöglichkeiten für Tencent schwieriger geworden.

Weiterer Gewinner der Branche: Sony

Auch der japanische Elektronikkonzern zählt zu den Gewinnern der Spiele-Industrie. Denn mit der Sony PlayStation 5 sollten bis Ende des ersten Quartals 2021 mindestens 7 Milliarden Geräte verkauft werden, wie Bloomberg einschätzt. Damit wird Sony seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr stabil halten, aber den Gewinn steigern.

Die Aktie von Sony steigt daher seit Wochen, obwohl Sony Lieferschwierigkeiten und Verzögerungen bei der Produktion der PS5 hat.

Welche eSports und Gaming Aktie ist die Beste?

Anleger haben die Qual der Wahl aus einer langen Liste an Gewinnern der Gaming-Industrie. Zu den Profiteuren des eSports und Gaming Hypes zählen neben Tencent und Sony auch Nintendo und die Chiphersteller wie NVIDIA und AMD. Wer sich nicht entscheiden kann und lieber breit diversifiziert investieren möchte, sollte sich die spezialisierten Branchen-ETFs anschauen. Damit sind ETFs gemeint, die die Wertentwicklung von Aktien-Indizes nachbilden, bei unserem Beispiel also Indizes, die aus Gaming und eSports-Werten bestehen.

Im Gaming-Bereich ist derzeit der ETF von VanEck prominent. Beim VanEck Vectors Video Gaming and eSports UCITS ETF befinden sich 31 Positionen rund um Gaming im Index. Dazu zählen auch die oben genannten wichtigsten Unternehmen der Branche, wie etwa Tencent Holdings, NVIDIA, AMD, Nintendo, Activision Blizzard sowie Electronic Arts.


Bildnachweise: © THANANIT - stock.adobe.com (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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