Medien und Internet

Eigenes Hinterfragen entzaubert Fake News

Wissenschaftler der University of Texas animieren Probanden zu mehr selbstständigem Denken

Austin (pte003/29.04.2022/06:10) – Selbstreferenzielle Fragen schützen vor Leichtgläubigkeit in Bezug auf Fake News, wie Forscher der University of Texas http://utexas.edu und der der McCombs School of Business http://mccombs.utexas.edu ermittelt haben. Nutzer sozialer Medien, wo Falschinfos gerne verbreitet werden, sollten sich demnach einfach nur fragen, woher sie selbst zu wissen glauben, dass Behauptungen tatsächlich wahr sein sollen. Darauf aufbauend sollten sie dann den Versuch machen, diese Frage auf der Grundlage von persönlichem Wissen zu beantworten. Das aktiviere die kritischen Denkzentren des Gehirns und stelle Vorurteile infrage.

Selbstkritisches Denken

„Wir alle laufen Gefahr, Fehlinformationen zu glauben. Wenn wir uns diese sogenannten selbstreferenzielle Frage stellen, können wir kritischer denken“, so Tricia Moravec. Sie und ihre Kollegen haben herausgefunden, dass Menschen Aussagen, die ihren Überzeugungen entsprechen, blindlings akzeptieren, wenn sie sich die besagte Frage nicht stellen. In Tests haben die Forscher Teilnehmer gebeten, zufällig ausgewählte Schlagzeilen nach ihrer Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit zu bewerten.

Unter Verwendung einer modellierten Social-Media-Seite mit links- und rechtsgerichteten Schlagzeilen aus einer erfundenen Nachrichtenquelle baten die Forscher die Teilnehmer, ihr persönliches Wissen zu einer bestimmten Nachricht zu bewerten und sich dann zu fragen: „Ist die Information richtig?“ Die Teilnehmer hatten mehrere Auswahlmöglichkeiten, darunter: „Ich habe persönliche Kenntnisse über diese Geschichte und sie ist wahr“; „Ich habe persönliches Wissen und sie ist falsch“; „Ich habe kein persönliches Wissen, aber sie scheint wahr zu sein“; „Ich habe kein persönliches Wissen, aber sie scheint falsch zu sein“; und „Ich kann nicht sagen, ob sie wahr oder falsch ist“.

Gehirnzentren aktiviert

Die Studienteilnehmer trugen ein EEG-Headset, sodass die Forscher neurophysiologische Veränderungen messen konnten, während die Probanden die Nachrichten bewerteten, von denen die Hälfte wahr und die andere Hälfte falsch war. Bei denen, die Artikel bewerteten, während sie ihr eigenes Wissen über das Thema infrage stellten, konstatierten die Wissenschaftler eine erhöhte Aktivierung in mehreren Teilen des Gehirns fest, die mit kognitiver Aktivität verbunden sind.

Die Frage brachte einige Teilnehmer zu der Erkenntnis, dass sie keine Möglichkeit hatten, die Glaubwürdigkeit der Nachricht aus erster Hand zu bewerten. Sie dachten tiefer über die Nachricht nach, anstatt automatisch davon auszugehen, dass Artikel, die mit ihren Überzeugungen übereinstimmten, wahr waren. Darüber hinaus fanden die Forscher einen anhaltenden Effekt: Die Teilnehmer analysierten Inhalte weiterhin kritischer als zuvor, auch wenn sie nicht dazu aufgefordert wurden.

 

Quelle: www.pressetext.com


Bildnachweise: Unschlüssig: Eine einzige Frage kann schon genügen (Foto: Anemone 123, pixabay.com) (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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