Unternehmen

Massenkündigungen bei den US-Tech Konzernen

Warum die Tech-Konzerne nun Mitarbeiter entlassen und was das für die Konzerne bedeutet

Die Meldungen über die Entlassungen bei den großen Tech Konzernen wie Microsoft, Meta und Amazon machten zuletzt ordentlich Schlagzeilen. Microsoft gab erneut bekannt Mitarbeiter zu entlassen. Meta streicht 13% der Stellen und bei Amazon wird von einer Reduktion von 3% der Stellen ausgegangen. Doch die Nachrichten sollten nicht verwundern. Bereits im Mai kündigte Netflix 150 Mitarbeiter und in der zweiten Welle wurden noch einmal 300 Mitarbeiter entlassen. Im Juni folgte Coinbase und entließ 1.100 Mitarbeiter. Im Juli trennte sich wiederum der Corona-Profiteur Shopify von 10% der Belegschaft. Laut Crunchbase wurden per Mitte November mehr als 73.000 Mitarbeiter im US Tech-Sektor in 2022 bereits entlassen.

Warum die Tech-Konzerne nun Kündigungen aussprechen

In der Corona-Pandemie wurde massiv Humankapital aufgebaut, um die massiv gestiegene Nachfrage bedienen zu können. Nun stagniert je nach Unternehmen und Bereich die Nachfrage, es droht eine Rezession und die Techkonzerne sehen sich gezwungen Einsparungsmaßnahmen im Zuge des steigenden Margen- und Kostendrucks zu treffen.

Microsoft erklärte, dass sie ihre Geschäftsbereiche konstant auf potentielle Optimierungen evaluieren und infolge dessen strukturelle Anpassungen treffen. Es wird in Bereichen eingespart in denen unnötige Ressourcen gebunden sind, darunter die Gaming Sparte. In den wachsenden Segmenten hingegen soll weiter investiert werden und auch kein Einstellungsstopp erfolgen. Laut Crunchbase wurden bei Microsoft weniger als 1% der Mitarbeiter gekündigt. Also mehr heiße Luft als Dramatik.

Bei Amazon sollen Berichten zufolge rund 10.000 Stellen gekündigt werden. Primär soll die defizitäre Sparte rund um Echo und Alexa betroffen sein. In der Cloudsparte gibt es bisher keine offiziellen Informationen zu Entlassungen, doch angeblich sei auch diese Sparte teilweise betroffen. Offiziell war bisher nur von einem Einstellungsstopp bis in das Frühjahr 2023 hinein die Rede.

Meta’s CEO Mark Zuckerberg zeigte sich demütig als er bekannt gab, dass aufgrund von Kosteneinsparungen ganze 11.000 Jobs wegfallen werden. Zudem sagte er, dass es wie auch bei Amazon bis zum ersten Quartal zu einem Einstellungsstopp kommen wird. Der Markt sah diese Nachrichten jedoch positiv. Als diese Nachricht an die Öffentlichkeit gelang, legte die Meta Aktie 3% zu. Eine äußerst positive Kursreaktion, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn im Grunde nur eine Richtung einlegte, nämlich Richtung Süden. Meta steht seit Jahresbeginn mehr als 60% im Minus!

Alphabet Aktionäre flehen sogar nach Kündigungen. Großaktionäre fordern die Google-Mutter auf Mitarbeiter zu kündigen und Aktienrückkäufe für eine höhere Aktionärsrendite zu starten. Es wird um Kostendisziplin gebeten, da sich das Umsatzwachstum verlangsamt.

Kündigungen sind individuell zu werten

Kündigungen sollten immer individuell betrachtet werden. In Anbetracht der aktuellen Marktlage, steigender Zinsen, rückläufigen Wachstumsaussichten und Kostendruck sollten Aktionäre Entlassungen offen gegenüberstehen, denn es liegt nicht am Unternehmen per se, sondern an der makroökonomischen Entwicklung. Die großen Techkonzerne sprechen Kündigungen in selektierten Bereichen aus und belasten nicht jene Bereiche, die auch in den kommenden Monaten weiter stark gefragt sein werden. Das Management von Microsoft, Meta, Amazon und Co bringen jahrelange Expertise mit und können selbst am besten bewerten, welche Maßnahmen langfristig für den Unternehmenserfolg am besten geeignet sind. Zudem sind die Kündigungen bei einigen Techkonzernen überschaubar.

 

Disclaimer: Die Autorin (Sophia Brehm) hält Aktien von Shopify, Microsoft, Alphabet und Amazon

Über den Autor

Sophia Brehm

Seit sie die ersten Münzen in der Hand hatte, interessiert sich Sophia Brehm für Geld und Finanzen. Ihr größtes Interesse gilt dem Aktienmarkt. Sie hat insbesondere Qualitätsunternehmen im Blick, ergänzt durch ausgewählte Neben- und Wachstumswerte. Ihr Anlagehorizont ist langfristig – mit dem Ziel, den Zinseszinseffekt bestmöglich für den Vermögensaufbau zu nutzen.

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