Technik

Smarter Radweg sammelt Campus-Daten

Forschungsprojekt von TU Delft und PlasticRoad loten städtische Mobilität der Zukunft aus

Delft/Vianen (pte005/07.12.2021/06:10) – Studenten, Professoren und andere Beschäftigte der Technischen Universität Delft (TU Delft) http://tudelft.nl/en flitzen seit Tagen über den „intelligentesten Radweg der Niederlande“, wie die Entwickler stolz sagen. Er misst selbstständig die Geschwindigkeit der Radler und das gesamte Verkehrsaufkommen, ob Fußgänger oder Autos, die den Weg überqueren. Zu den gesammelten Infos gehören auch die lokale Temperatur und die Niederschlagsmenge.

Weg aus Kunststoffmodulen

Der Weg besteht aus Modulen aus recyceltem Kunststoff, die PlasticRoad http://plasticroad.com entwickelt hat. Serge Hoogendoorn, Spezialist für Mobilitätslösungen in Städten an der TU Delft, hat mit seinem Team die Module mit zusätzlichen Sensoren ausgestattet. Sie ergänzen ein oberirdisches Überwachungssystem, bestehend aus 3D-Kameras und Radarsensoren. Die Daten werden via WLAN, Bluetooth und Millimeterwellen in die Überwachungszentrale übertragen.

Ziel dieser Forschung ist es, umweltverträgliche, effiziente und innovative Mobilitätslösungen zu entwickeln, die es den Städten ermöglichen, zugänglich und bewohnbar zu bleiben. Darüber hinaus ist das Projekt ein wichtiger Test für die Sensoren selbst, die künftig auch anderswo eingesetzt werden sollen. Der Radweg ist nur 25 Meter lang. Die Module haben Hohlräume, die als Puffer für Niederschlagswasser dienen und bei Starkregen Überschwemmungen verhindern. „Straßen, die verstehen, wer sie nutzt und die mit anderen Systemen wie Ampeln, Beleuchtung, Wartungsplanung und Abwassersystemen kommunizieren, sind die Zukunft“, glaubt PlasticRoad-Direktor Eric Kievit.

Echtzeitverfolgung des Verkehrs

Alle von den Sensoren und anderen Quellen generierten Daten werden über den „Outdoor Mobility Digital Twin“, eine digitale 3D-Kopie des Campus der TU Delft, zugänglich gemacht. Das System ermöglicht die Echtzeitverfolgung des dortigen Verkehrs. Im Minutentakt wird die Anzahl der Autos, Fahrräder und Fußgänger sowie ihre Geschwindigkeit sowie die Richtung, in die sie fahren, abgebildet.

Unterstützt durch Künstliche Intelligenz werden sowohl kurzfristige Projektionen als auch langfristige Prognosen der Verkehrsströme auf dem Campus zur Verfügung gestellt. Einblicke in alle Verschiebungen auf dem Campus sind laut Entwickler Hoogendoorn von hoher Relevanz, wenn es um die Gestaltung nachhaltiger Mobilitätslösungen und die Erreichbarkeit der Städte der Zukunft geht.

 

Quelle: www.pressetext.com


Bildnachweise: Verlegen der Kunststoffmodule des intelligenten Radwegs (Foto: tudelft.nl/en) (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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