Technik

Solarstrom aus Australien für Singapur

Hochspannungs-Gleichstromübertragung: Unterwasserkabel ist 4.200 Kilometer lang

Darwin/Singapur (pte001/30.09.2021/06:00) – Bis zu 15 Prozent des Stroms, der in Singapur verbraucht wird, kommt künftig aus Australien. Im Norden des Landes baut Sun Cable http://suncable.sg , das in beiden Staaten beheimatet ist, auf einer Fläche von 12.000 Hektar Solarkraftwerke mit einer Spitzenleistung von 17 bis 20 Gigawatt. Dazu kommen Batteriespeicher, in denen ein Teil des Solarstroms für sonnenarme und -freie Stunden gespeichert wird. Sie haben eine Kapazität von 36 bis 42 Gigawattstunden und werden in der nordaustralischen Stadt Darwin installiert.

Gleichstrom minimiert Verluste

Den Betreibern nach ist so sichergestellt, dass der Strom, der in Singapur ankommt, zu 100 Prozent emissionsfrei hergestellt wird. Die Energie wird über ein 5.000 Kilometer langes Kabel in den Stadtstaat geleitet, 4.200 Kilometer davon werden auf den Meeresgrund gelegt. Genutzt wird die sogenannte Hochspannungs-Gleichstromübertragung. Der erzeugte Strom wird auf eine hohe Spannung – üblich sind 800.000 bis eine Mio. Volt – transformiert und in die Kabel eingespeist. In Singapur wird der Gleichstrom dann wieder in Drehstrom zurückverwandelt.

Diese Art der Stromübertragung wird genutzt, weil dabei die geringsten Verluste auftreten. Der Australia-Asia PowerLink wird nach derzeitiger Planung 30 Mrd. australische Dollar (18,6 Mrd. Euro) kosten. Der Strom für das derzeit größte Ökostrom-Projekt der Welt wird 800 Kilometer südlich von Darwin erzeugt, einem der sonnenreichsten Gebiete der Welt. Pro Jahr wird die Anlage 11,5 Mio. Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht den Emissionen von 2,5 Mio. Autos mit Verbrennungsmotor. 2027 soll Singapur an die australische Stromquelle angeschlossen sein und erstmals Energie vom fünften Kontinent beziehen.

Hoher Anstieg des Strombedarfs

Sun Cable hat die Unterwasser-Vermessungsarbeiten für die Verlegung der Kabel im australischen Hoheitsgebiet bereits abgeschlossen. Indonesien, in dessen Gewässern der größte Teil der Unterwasserkabel verläuft, hat Vermessungsarbeiten zugestimmt. Das Projekt ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass der Stromverbrauch in Südostasien jährlich um sechs Prozent ansteigt. Bis 2040 wird es ein Plus von 60 Prozent geben. Um die Klimaziele zu erreichen, muss zumindest dieser Zuwachs klimaneutral gedeckt werden. In Singapur könnte der Bedarf wegen besonderer Anstrengungen, fossile durch elektrische Anwendungen zu ersetzen, noch schneller steigen.

 

Quelle: www.pressetext.com


Bildnachweise: So soll der Strom von Australien nach Singapur fließen (Grafik: suncable.sg) (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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