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Merken   Drucken   01.12.2008, 07:00 Schriftgröße: AAA

Gründertagebuch: Spaß in Grün: Freizeitpark im Hanffeld

Aus Hanf kann man eine Menge machen. Beispielsweise einen Freizeitpark mit Labyrinth, Lernpfaden und Events. Oder gleich eine ganze Freizeitparkkette. von Claus Hornung
Markus Sauerhammer verhilft einer alten Nutzpflanze zu neuen Ehren. Er legt Labyrinthe in Hanffeldern an, verbunden mit Lehrpfaden und Abendveranstaltungen.
Mit Labyrinthen kennt sich Sauerhammer schon seit dem Jahr 2002 aus. Da schreibt er seine Abschlussarbeit an der Landwirtschaftsschule über die Wirtschaftlichkeit von Maislabyrinthen. Die sind gerade als Freizeitspaß für Städter und Nebenverdienstmöglichkeit für Landwirte in Mode gekommen.
Für seine Arbeit legt Sauerhammer gleich selbst einen Irrpfad auf dem elterlichen Hof an. Es kommen rund 4000 Besucher. Zu wenig zum Geldverdienen, aber genug, um auf den Geschmack zu kommen.
Drei Jahre später kommt das Thema wieder auf den Tisch. Inzwischen studiert Sauerhammer Agrarmarketing und -management, ebenso wie sein Freund aus Kindertagen, Christian Gehret. Im Biergarten entwerfen die beiden die Idee vom Labyrinth im Hanffeld.
Mehr Dschungel-Effekt als ein Maisfeld
Der hat gegenüber dem Standardmodell aus Mais gleich mehrere Vorteile. Zum einen ist da der Exoteneffekt der bis zu vier Meter hohen Pflanzen. "Das sieht aus wie ein Dschungel", schwärmt Sauerhammer.
Außerdem wissen die meisten Menschen von Hanf noch so wenig, dass sich ein Lehrpfad als zusätzliches Unterhaltungselement anbietet. Obendrein gibt es auf dem Markt bereits eine komplette Produktpalette, mit der man einen Verkaufsshop im Park bestücken kann: von Hanfschokolade und Hanfbier über Hanftasche bis hin zur Hanfseife.
Luftbild vom ersten Hanf-Labyrinth im Jahr 2006   Luftbild vom ersten Hanf-Labyrinth im Jahr 2006
Im Juni 2006 liegt ein Dreivierteljahr Planung hinter Sauerhammer und Gehret. Mithilfe gesponserter GPS-Geräte haben sie passend zur WM ein Labyrinth in Form eines Fußballspielers in das Feld gefräst, haben mit Plakaten und Flyern Werbung gemacht, haben ein Fernsehteam für einen Bericht begeistern könne.Doch zwei Wochen vor der geplanten Eröffnung plättet ein Sturm das Feld. "Wir dachten: Jetzt ist alles vorbei."

Teil 2: Bundesweit Potenzial für 80 Standorte

  • FTD.de, 01.12.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
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