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Merken   Drucken   05.10.2009, 06:00 Schriftgröße: AAA

Corporate Social Responsibility: Mittelständler geben und schweigen  

Konzerne engagieren sich sozial, weil es sich für sie rechnet. Unternehmer tun Gutes aus Überzeugung oder Verbundenheit - und reden nicht viel darüber. von Stefanie Bilen
Ausgerechnet der renditeschwache Einzelhandel macht mit Fürsorge und Wohltätigkeit auf sich aufmerksam: Seit Jahrzehnten setzt sich das Hamburger Drogerieunternehmen Budnikowsky für die Belange der Armen und Schwachen ein. Und obwohl der Preiskampf in den Regalen immer härter wird, Konkurrenten wie DM und Müller immer geballter in den Norden der Republik - Heimat der rund 130 Budni-Filialen - vordringen, engagiert sich das Familienunternehmen weiter. Erst kürzlich wurde Gabriele Wöhlke, Mitinhaberin der Firma und Vorsitzende der Budnianer Hilfe, für ihr soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Was für Konzerne zunehmend chic wird, praktizieren mittelständische Unternehmen schon seit Langem: Sie nennen es allerdings selten Corporate Social Responsibility (CSR), wie es in der Konzernsprache heißt, sondern je nach Tätigkeitsfeld schlicht gesellschaftliches, soziales oder Umwelt-Engagement.
"Insbesondere Familienunternehmen halten auch in schwierigen Zeiten an ihrem gesellschaftlichen Engagement fest, weil es ihnen am Herzen liegt", sagt Michael Arretz, Geschäftsführer von Systain, einer auf CSR spezialisierten Unternehmensberatung. Oft bringen sich die Firmen in ihrer Region ein und weil sie direkten Kontakt zu den Leuten haben, wissen sie genau, dass man sich auf ihre Spenden oder ihre Mitarbeit verlässt, betont Arretz.

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  • FTD.de, 05.10.2009
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