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Alibaba: Schnäppchen oder Risiko?

Die Aktie der Alibaba Group war zuletzt vor 3 Jahren so günstig wie heute. Doch welche Risiken geht man ein, wenn man jetzt investiert?

Alibaba LogoWas haben bekannte Value-Investoren wie Charlie Munger, Monish Pabrai und Guy Spier gemeinsam? Sie alle haben in jüngster Vergangenheit mit hohen Positionen in den chinesischen Internetriesen Alibaba investiert. Dessen Aktie fällt seit dem Allzeithoch im Oktober 2020 kontinuierlich. Doch die fallenden Kurse haben nur wenig mit den Geschäftszahlen zu tun. Ist dies als Schnäppchen zu deuten, oder greift man als Anleger hier ins fallende Messer?

Ärger mit dem chinesischen Staat

Risikofaktoren gibt es bei Alibaba inzwischen einige. Denn als Person war der Gründer von Alibaba, Jack Ma für schräge Sprüche und Auftritte bekannt. Er trat auf keinen leisen Sohlen und das gefiel nicht jedem.
Ma hatte sich in der Vergangenheit wohl zu sicher gefühlt und sich während einer Rede kritisch gegen die chinesische Regierung geäußert, seitdem ist nichts mehr wie es einmal war.
Denn Ma war kurz davor der reichste Chinese zu werden, bevor er direkt nach seiner Rede Ende 2020 für drei Monate spurlos verschwand. Die Umstände und Hintergründe sind bis heute nicht vollständig geklärt.

Bekannt ist aber, dass man sich als Superreicher oder Person des öffentlichen Lebens in China entweder in Linie mit der Regierung zeigt, oder aber verschwindet. Und Ma zeigte sich nach seiner Rückkehr mit einem anderen Gemüt. Er ist ungewohnt still und äußerte sich wohlwollend zu einstigen Kritikpunkten. Sein Verschwinden war eine Auszeit, die er sich genommen hat, so seine Erklärung.
Was auch immer man nun als Hintergrund für das Verschwinden glauben möchte, die Konsequenzen seiner Auszeit kosteten Ma über 60 Mrd. Euro seines Privatvermögens. Dazu kommt noch eine historisch hohe Kartellstrafe gegen den Alibaba-Konzern in Höhe von rund 2,5. Mrd. Euro.
Dabei wurde der raketenhafte Aufstieg von Jack Ma einst gerne als Motivator verkauft. Seine Karriere war das Beispiel dafür, dass es in China möglich ist auch aus einfachen Verhältnissen nach ganz oben zu kommen.

Der Evergrande-Faktor

Dass China mit seinen Großkonzernen und Superreichen keinen Schonkurs kennt beweist aktuell die drohende Insolvenz von Evergrande. Sollte das aktuell noch immer ungewisse Ende des Immobilienkonzerns mit einer Zahlungsunfähigkeit und Kreditausfällen besiegelt werden, so droht China eine handfeste Finanzkrise.
Dies würde auch Alibaba schwer treffen. Denn der Tech-Konzern, der gerne als „Das Amazon Chinas“ verglichen wird, erzielt international nur einen Bruchteil seines Umsatzes.
Da Alibaba stark am Umsatz der Konsum- und Tech-Branche hängt, ist ein Rückgang dieser Sektoren während einer Finanzkrise sehr wahrscheinlich.

Auch Wallstreet Bets ist dabei

Als gutes oder schlechtes Zeichen ist es wohl nicht zu deuten, doch auch die Skandal-Trader aus dem Forum von Reddit haben Alibaba für sich entdeckt. Da sich diese Gruppierung in der Vergangenheit mit hochriskanten Investments bereits einen Namen gemacht hat, kann man sich als Anleger darauf einstellen, dass gute Nerven gefragt sein werden. Zeitweise war die Alibaba Aktie die am häufigsten erwähnte Aktie im Forum „Wallstreet Bets“. Da die Käufe aus diesem Forum durch einzelne Privatpersonen durchgeführt werden ist die Marktmacht von „Wallstreet Bets“ unbekannt.

Seit dem Bekanntwerden dieser Engagements konnte sich der Kurs der Aktie im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verbessern. Eine beachtliche Kehrtwende, wenn man bedenkt, dass die Marktkapitalisierung momentan bei rund 350Mrd. Euro liegt! Sofern Evergrande keinen „China-Crash“ verursacht und Jack Ma weiterhin Parteikonform agiert könnten die Value-Investoren also diese günstige Chance klug genutzt und sich das Risiko bezahlt gemacht haben.


Bildnachweise: https://docs.alibabagroup.com/assets2/images/en/news/library_logos_alibabaev_large.png (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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