Zwei äußerst bekannte Symbole für die Kurse an den Börsen, die übrigens auch vor der Frankfurter Wertpapierbörse zu finden sind, sind zum einen der Bulle und zum anderen der Bär. Diese zwei Tiere stehen symbolisch für zwei unterschiedliche Märkte, die an der Börse anzutreffen sind.

Man spricht daher auch von einem sogenannten Bullen- oder alternativ von einem Bärenmarkt. Der Bulle steht dabei für eine positive Marktsituation und vor allem positive Erwartungen in die zukünftige Kursentwicklung, also generell für steigende Kurse. Befindet sich die Börse in einem Bärenmarkt, ist die Stimmung hingegen schon seit geraumer Zeit negativ und auch die Erwartungen gehen eher in Richtung fallender Kurse.

Neben den Unternehmenszahlen und sonstigen Nachrichten, welche die Kurse an der Börse beeinflussen kommen, kommt der Psychologie ebenfalls eine große Bedeutung zu. Befindet sich die Börse beispielsweise gerade in einem Aufwind, ist die Stimmung äußerst positiv und die Wahrscheinlichkeit groß, dass neue Investoren dieser Stimmung folgen und vermehrt Aktien kaufen. Dies wiederum hat weitere Kursanstiege zur Folge, sodass sich insbesondere Anleger über einen Bullenmarkt freuen, die schon Aktien halten oder mittels Derivate auf steigende Kurse spekulieren.

Genau das Gegenteil ist bei einem Bärenmarkt der Fall, denn dann sind die Kurse bereits seit geraumer Zeit gefallen und auch die Einschätzungen der meisten Experten und Marktteilnehmer ist er negativ. Von einem Bullen- oder Bärenmarkt wird allerdings noch nicht gesprochen, wenn die Kurse beispielsweise erst seit wenigen Tagen in eine Richtung gelaufen sind.

Zwar gibt es keinen allgemeingültigen Wert, aber die meisten Experten sprechen erst dann von einem Bullen- oder Bärenmarkt, wenn sich die Kurse über einen Zeitraum von mehreren Wochen fast ausschließlich in die eine Richtung bewegt haben. Aber auch die zukünftige Einschätzung der Mehrheit ist ein wichtiger Maßstab, um beurteilen zu können, ob es sich um einen Bullen- oder Bärenmarkt handelt.