Finanzen

Schulden der USA: Zinskosten toppen Militäretat

Kampf gegen die Inflation bringt Washington in immer größere fiskalpolitische Schwierigkeiten

US-Dollar-Banknoten auf US-Flagge - US-Dollar-Banknoten auf US-Flagge

Washington/New York – Der Kampf der US-Zentralbank Fed gegen die Inflation durch die Erhöhung des Leitzinses ist nicht nur für Hauskäufer und Menschen mit Kreditkartenschulden schmerzhaft. Auch der Staat USA ächzt unter steigenden Finanzierungskosten für den wachsenden Schuldenberg des Landes. Im Geschäftsjahr 2022 hat die Regierung Nettozinszahlungen in Höhe von 475 Milliarden Dollar geleistet. Im Jahr davor waren es noch 352 Milliarden Dollar, so das US-Finanzministerium. Laut der Ratingagentur Moody’s  könnten 2025 oder 2026 die Zinszahlungen erstmals höher als der Militäretat sein, der 2022 bei 767 Milliarden Dollar lag.

31 Billionen Dollar Schulden

Die steigenden Kosten zur Finanzierung von Amerikas Schulden in Höhe von 31 Billionen Dollar engen den Spielraum des Staates ein, Geld für wichtige Vorhaben auszugeben – von der Infrastruktur über die Milderung der Klimakrise bis hin zum Militär. „Unabhängig davon, wer die nächsten Wahlen gewinnt, gibt es schwierige Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Diese werden der Politik wirklich Handschellen anlegen“, sagt Dan White, Ökonom bei Moody’s Analytics.

Viele Jahre lang konnte Washington fast kostenlos Kredite aufnehmen. Die Fed hielt die Zinsen sehr niedrig, um das Wachstum anzukurbeln. Investoren auf der ganzen Welt forderten lautstark den Kauf von US-Anleihen. Diese Situation machte es für den Kongress und die Trump- wie auch Biden-Regierung einfach und erschwinglich, aggressiv Kredite aufzunehmen.

Wende im Frühjahr 2021

Aber die Situation änderte sich im Frühjahr 2021, als die Inflation in den USA und in vielen anderen großen Volkswirtschaften zu steigen begann. Die Fed war schließlich gezwungen, zum Inflationsbekämpfungsmodus überzugehen. Da sich die Teuerung als sehr hartnäckig erweist, hat die Fed die Zinsen in diesem Jahr bereits auf 3,75 bis vier Prozent angehoben – von nahe null zu Beginn dieses Jahres.

Im besten Fall wachsen die USA aus dem Schuldenschlamassel heraus, wenn die Wirtschaft schneller wächst als die Zinszahlungen. Aber White befürchtet, dass dies nicht eintritt, vor allem, weil wegen des Kampfes der Fed gegen die Inflation eine Rezession droht. Diese würde die fiskalischen Probleme verschärfen, indem sie die Höhe der Steuereinnahmen der Regierung von Unternehmen und Einzelpersonen drückt und gleichzeitig die Staatsausgaben für Arbeitslosigkeit und andere soziale Leistungen steigen.

 

Quelle: www.pressetext.com
(pte012/08.11.2022/11:30)

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