Höher, schneller, Apple : Der Elektronikkonzern ist immer für neue Superlativen gut. Was die pfiffigen Produktentwickler aus dem kalifornischen Cupertino auch anpacken, es gelingt. Sogar in vermeintlich abgegrasten Märkten wie dem hart umkämpften Handybereich feiert Apple Absatzrekorde.
Auch dieser Rekord ist sensationell: 500 Mrd. Dollar! Was den Börsenwert anbelangt, überragt Apple schon seit längerer Zeit alle anderen Unternehmen der Welt. Das Kunststück, an der Börse über diesen Betrag zu kommen, glückte zuvor nur Microsoft , General Electric und Exxon Mobil . Die Chancen, dass Apple deren frühere Spitzenwerte einstellt, sind groß. Bislang zeigt die Aktie keinerlei Ermüdungserscheinungen.
Den Siegeszug startete das Super-Papier vor rund zehn Jahren, kurz nach Markteinführung des inzwischen millionenfach verkauften Musikplayers iPod. Im Februar 2002 stand der Kurs der Apple-Aktie bei knapp 12 Dollar. Nun steht sie bei rund 520 Dollar. Das bedeutet: In den vergangenen zehn Jahren hat die Aktie einen Wertzuwachs von 4355 Prozent geschafft bzw. ein Kursplus von 46,2 Prozent per annum. Wer im Februar 2002 für 1000 Dollar 83 Anteile an Apple erwarb, hat die Summe von knapp 43.200 Dollar im Depot stehen. Besser geht's nicht!
Oder etwa doch? Es geht! Das FTD-Schwestermagazin Börse Online hat weltweit nach den renditestärksten Papieren gestöbert. Mit der besten Aktie seit Februar 2002 konnten Anleger aus gerade mal 1000 Dollar satte 1,2 Mio. Dollar machen. Exakt gerechnet sind es sogar 1.212.200 Dollar.
Wer hinter dieser sagenhaften Performance steckt, dürfte selbst für erfahrene Aktienfans nicht zu erraten sein. Es geht um Unternehmen mit kreuzbiederen Geschäften: Geflügelfarmen, Landmaschinen, Energydrinks, Klamotten. Wer die Mega-Rally verpasst hat, braucht sich nicht zu grämen: Bei einigen Kursüberfliegern ist noch mehr drin. Übrigens: In der aktuellen Ausgabe von Börse Online lesen Sie über eine Aktie, die während der vergangenen 20 Jahre besser abgeschnitten hat als Apple!
Kein Zweifel: Wer in Aktien investiert, braucht starke Nerven. Beim Blick auf den Kurschart unseres absoluten Performance-Spitzenreiters wird aber selbst hart gesottenen Anlegern mulmig. Ohne Lupe kaum zu erkennen ist indes die Performance der Apple-Aktie. Bis Sommer 2008 schoss der Anteilschein der Fortescue Metals Group (FMG) fast ununterbrochen nach oben. Plötzlich knickte das Papier des australischen Eisenerzförderers ein. Auslöser war der Einbruch der Weltkonjunktur und die Ertragskrise bei globalen Stahlkochern - Hauptabnehmer von FMG's Produkten. Mittlerweile hat der Kurs einen Großteil der vorherigen Verluste wettgemacht.
Experten halten es sogar für möglich, dass der Rohstoffkonzern frühere Kursregionen zurückerobert. Grund: Zahlreiche Wettbewerber müssen in den nächsten Jahren unrentable Förderstätten dichtmachen. Das verknappt das Eisenerz-Angebot drastisch. Die Australier hingegen können dank ergiebiger Vorkommen von stark steigenden Preisen profitieren. Hinzu kommt eine gehörige Portion China-Fantasie: 2011 wurden bereits 40 Mio. Tonnen Eisenerz an Abnehmer im rohstoffhungrigen Riesenreich geliefert. Bis 2014 will FMG die Menge auf 155 Mio. Tonnen steigern. 90 Prozent der 21 vom Finanzdienstleister Bloomberg befragten Analysten stempeln die FMG-Aktie derzeit klar auf Kaufen.

| Fortescue Metals Group | |
|---|---|
| WKN | 121862 |
| Börsenwert | 13,87 Mrd. Euro |
| KGV 2013e | 7,4 |
| Aktueller Kurs | 4,40 Euro |
| Wertentwicklung 10 Jahre p.a. | 103,4 Prozent |
"Wer Gold hat, hat stets Geld", sagt ein Börsianersprichwort. In den letzten Jahren hat das gelbe Edelmetall massenhaft Fans gewonnen. Seit Frühjahr 2002 kletterte der Weltmarktpreis für eine Feinunze von knapp 290 auf zwischenzeitlich fast 2000 Dollar. Der Grund der Preisexplosion: Anleger treibt die Panik vor einer rasanten Geldentwertung um. Gerade die inflationsängstlichen Bundesbürger haben zuletzt so stark in Gold investiert, als stünde das totale Finanzchaos bevor.
Minenbetreibern wie dem kanadische Osisko kann das nur recht sein. Dem Konzern gehört seit rund drei Jahren mit der Canadian Malartic-Mine in Quebec eine der weltweit attraktivsten Goldlagerstätten. Erst vor rund einem Jahr konnten die umfangreichen Arbeiten zur Ersterschließung beendet und mit dem Abbau des wertvollen Bodenschatzes begonnen werden. 2011 wurden rund 200000 Unzen Gold geschürft. Unternehmenseigenen Schätzungen zufolge summieren sich die verbleibenden Reserven auf 6,28 Mio. Unzen.
Der rechnerische Marktwert von 9,42 Mrd. Dollar übersteigt den Börsenwert des Bergbauunternehmens von 4,74 Mrd. Dollar also um rund das Doppelte. Analysten trauen der Aktie zu, binnen zwölf Monaten um rund 40 Prozent auf umgerechnet 13,20 Euro klettern zu können.

| Osisko Mining | |
|---|---|
| WKN | A0Q390 |
| Börsenwert | 3,69 Mrd. Euro |
| KGV 2013e | 9,9 |
| Aktueller Kurs | 9,67 Euro |
| Wertentwicklung 10 Jahre p.a. | 77,5 Prozent |
Vor rund 80 Jahren hatte Hubert Hansen eine geniale Geschäftsidee: die durstigen Schauspieler und Regisseure in Hollywoods Filmstudios mit Fruchtsäften zu beliefern. Das Konzept ging auf und sorgt bis heute für stattliche Gewinne. Bis vor kurzem trug das Unternehmen sogar noch den Namen seines Gründers. Weil das Logo dem Management zu brav war, heißt der Hersteller von Energydrinks jetzt wie einer seiner Kassenschlager.
Die Monster-Energy-Drinks von Monster Beverage (MB) sind der absolute Renner. Daneben hat das US-Pendant von Europas Marktführer Red Bull auch weiter jene Softdrinks und Eistees im Sortiment, mit denen MB groß wurde. Der besondere Clou: Bei der Zubereitung der Getränkesorten, zu denen neben Frucht-Smoothies auch herkömmlicher Apfelsaft und Multivitamin-Drinks zählen, wird auf Konservierungsmittel oder künstliche Geschmacks- sowie Farbstoffe komplett verzichtet. Deshalb sind die MB-Erfrischer auch bei Sportlern und gesundheitsbewussten Eltern akzeptiert.
Der energiegeladenen Aktie täte eine Verschnaufpause nach dem kräftezehrenden Sprint gut. Seit rund zwei Jahren kennt das Papier nach oben kein Limit. Nach den durchwachsenen Quartalszahlen dürfte das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Das von Wall Street-Analysten errechnete Kursziel liegt auf Zwölf-Monats-Sicht nur bei rund 46 Euro.

| Monster Beverage | |
|---|---|
| WKN | A1JSKK |
| Börsenwert | 7,48 Mrd. Euro |
| KGV 2013e | 25,5 |
| Aktueller Kurs | 44,75 Euro |
| Wertentwicklung 10 Jahre p.a. | 71,8 Prozent |
Wer heutzutage ein Grundstück oder Wohnhaus verkaufen und sich die teilweise horrenden Gebühren für einen professionellen Vermittler sparen will, findet im Internet preiswerte Alternativen. Das Unternehmen Realestate.com.au - kurz: REA Group - stellt dabei jene Werkzeuge zur Verfügung, damit potenzielle Interessenten sich ein aussagekräftiges Bild vom Objekt ihrer Begierde machen können.
Viel Zeit ist vergangen seit 1995, als das Internet-Start-Up in einer Vorortgarage im östlichen Doncaster erste Lebenszeichen sendete. Längst ist der australische Heimatmarkt dem heutigen Management zu klein geworden. "Wir wollen weltweit als der führende digitale Vermarkter von Grundbesitz wahrgenommen werden", gibt Vorstandschef Greg Ellis selbstbewusst auf der firmeneigenen Homepage zum Besten.
Geschäftlich sind die Immobilienprofis aus Down Under gut unterwegs. Der Gruppenumsatz kletterte im ersten Halbjahr um 18 Prozent, das operative Ergebnis wuchs sogar noch rasanter um 24 Prozent, was vor allem den erfolgreichen REA-Aktivitäten auf dem italienischen Grundstückssektor zu verdanken ist. Verglichen mit der Turborendite an der Börse ist das aber noch gar nichts. Beobachter bezweifeln aber, dass das rasante Wachstum ungebremst weitergeht. Vorerst ist die Luft aus der Aktie raus.

| REA Group | |
|---|---|
| WKN | 931148 |
| Börsenwert | 1,46 Mrd. Euro |
| KGV 2013e | 18,1 |
| Aktueller Kurs | 10,46 Euro |
| Wertentwicklung 10 Jahre p.a. | 70,3 Prozent |
Knapp daneben ist auch vorbei. Gerade mal 0,1 Prozentpunkte weniger pro Jahr als der Viertplatzierte brachte der Anteilschein des indonesischen Baumaschinenvermieters Hexindo Adiperska (HA) seit Februar 2002 ein. Hauptantriebsmotor der exzellenten Performance ist das rasante Geschäftswachstum und die brach liegenden Möglichkeiten im indonesischen Bergbau.
Neben Kohle werden an den zahlreichen Minenstandorten des Landes auch Metallerze wie Nickel gefördert. Und das bislang noch ungenutzte Potenzial ist gewaltig. Unter anderem in Sumatra oder auf den Molukken vermuten Experten noch reichhaltige Mineralvorkommen, die mangels finanzieller Mittel und Umweltbedenken derzeit ungefördert bleiben. Indonesiens Regierung will nun zügig neue Lizenzen vergeben und staatliche Fördermittel bereitstellen, um so den mehrjährigen Investitionsstau allmählich aufzulösen.
Die leistungsstarken Laster und Kipper, die HA im Auftrag namhafter Hersteller wie Hitachi vertreibt, der zugleich Mehrheitsaktionär ist, sind auf Monate hinaus ausgebucht. Noch nicht voll ausgereizt ist hingegen das Wachstumspotenzial der Aktie. Trotz der atemberaubenden Kursexplosion der vergangenen Jahre könnte der Kurs des Emerging Market-Überfliegers in den kommenden zwölf Monaten die Ein-Euro-Schwelle locker überspringen.

| Hexindo Adiperska | |
|---|---|
| WKN | A0F66H |
| Börsenwert | 0,75 Mrd. Euro |
| KGV 2013e | 11,4 |
| Aktueller Kurs | 0,86 Euro |
| Wertentwicklung 10 Jahre p.a. | 70,2 Prozent |
Die Briten lassen Teenager-Träume wahr werden. Einmal so angezogen sein wie Justin Bieber oder irgendein anderer Star aus dem Showbiz. Der Name des britischen Online-Textilhändlers ASOS ist Mission: Das Kürzel steht für "As seen on screen", was so viel bedeuten soll wie: "Kleide Dich wie Dein Lieblingsstar" - nur dass die mehr als 40.000 angebotenen Marken viel preiswerter sind als die teils sündhaft teuren Designer-Fummel der Promis.
Eigenen Angaben zufolge ist Asos der größte markenunabhängige Online-Fashion- und Beauty-Shop in Großbritannien. Auf eigens eingerichteten Secondhand-Marktplätzen können registrierte User auch abgelegte Klamotten weiterverhökern. Innovative Ideen machen ASOS zur Kultseite für modebewusste Jugendliche. Englischen Kunden wurde vergangenen November eine persönliche Stilkunde zuteil: Sie konnten sich auf einer speziellen Webseite per Foto anmelden und erhielten dann per Skype Outfittipps von professionellen Typberatern.
Anlageberatern zufolge hat die Aktie nach der fulminanten Trendwende der vergangenen Wochen aber kaum noch Fantasie. Grund: Asos zukunftsträchtiges Geschäft leidet derzeit unter der hartnäckigen Konsumzurückhaltung britischer Verbraucher. Auf Sicht von zwölf Monaten hat der Kurs des Nebenwertes nur ein Wachstumspotenzial von knapp sechs Prozent.

| ASOS plc | |
|---|---|
| WKN | 912703 |
| Börsenwert | 1,65 Mrd. Euro |
| KGV 2013e | 34,5 |
| Aktueller Kurs | 21,64 Euro |
| Wertentwicklung 10 Jahre p.a. | 63,5 Prozent |
Kleine Scherzfrage: Was kommt dabei heraus, wenn man das Wort "Kult" mehrfach und möglichst schnell hintereinander spricht? Richtig: das Motorengeräusch eines Traktors. Robuste Landmaschinen ohne technischen Schnickschnack sind aber nur ein sehr kleiner Teil des schier gigantischen Sortiments von United Tractors. Das indonesische Unternehmen, das im Jahr 1972 als exklusiver Vermarkter von Baggern und anderem Baugerät des japanischen Herstellers Komatsu startete, vermietet und verleast unter anderem Schwerlaster, Planierraupen, Großkipper und sonstige Maschinen westlicher Lizenzgeber, die vor allem im Baugewerbe und bei Minenbetreibern zum Einsatz kommen.
Neben der Weitergabe an Fremdfirmen dehnt UT - eine Konzerntochter des indonesischen Konzernmultis Astra International - die Aktivitäten in jüngster Zeit zunehmend auf den Eigenbetrieb lukrativer Kohleminen aus. Die Übernahme zweier vielversprechender Förderstätten im Februar könnte den Jahresumsatz 2012 alleine um 15 Prozent steigern.
Lokale Broker an der Börse in Jakarta sind begeistert. Auf Sicht der kommenden zwölf Monate könnte die Aktie, die trotz der fulminanten Rally mit einem 2013er KGV von knapp 14 alles andere als teuer ist, bei einem Pluspotenzial von 14 Prozent neue Kursrekorde erreichen.

| United Tractors | |
|---|---|
| WKN | 888037 |
| Börsenwert | 9,02 Mrd. Euro |
| KGV 2013e | 12,9 |
| Aktueller Kurs | 2,36 Euro |
| Wertentwicklung 10 Jahre p.a. | 61,2 Prozent |
Je knapper ein Wirtschaftsgut, desto höher sein Preis: So lautet einer der eiserner Lehrsätze der Betriebswirtschaft, den Studenten bereits im Grundstudium eingetrichtert bekommen. Ein Paradebeispiel für die reale Funktionstüchtigkeit dieses ökonomischen Denkansatzes liefert der indonesische Immobilienentwickler Summarecon Agung . Für große Auftraggeber wie Banken und Einzelhandelsketten sucht und erschließt der Konzern die wenigen freien Grundstücke, die in pulsierenden Metropolen wie Bekasi oder Serpong noch vorhanden sind.
Der boomende Tourismus beschert dem Immobilienspezialisten Zusatzaufträge vonseiten namhafter Hotelketten und Ferienclubbetreiber, denn auch die schlüsselfertige Erstellung umfangreicher Bauvorhaben nebst angeschlossenem Golfplatz übernimmt Summarecon. Die renditestarke Aktie kann dank des anhaltenden Immobilienbooms in Indonesien durchaus noch einige Etagen höher steigen. Zumindest wenn es nach den Beobachtern an der Hauptstadtbörse in Jakarta geht.
Das Lager der zuversichtlichen Bullen ist mit 14 von 17 Experten, die den Titel regelmäßig besprechen, deutlich in der Überzahl. Bis zum Frühjahr 2013 könnte der Anteilschein ihren Hochrechnungen zufolge locker auf umgerechnet 12 Eurocents klettern. Verglichen mit dem gegenwärtigen Kurs entspräche das einem Pluspotenzial von immerhin 16 Prozent.

| Summarecon Agung | |
|---|---|
| WKN | 885817 |
| Börsenwert | 0,75 Mrd. Euro |
| KGV 2013e | 20,8 |
| Aktueller Kurs | 0,11 Euro |
| Wertentwicklung 10 Jahre p.a. | 59,1 Prozent |
Asiens Tigerstaaten boomen unverändert stark. Mit dem wachsenden Wohlstand wandeln sich auch die Ernährungsgewohnheiten von Milliarden Verbrauchern dramatisch. Immer häufiger stehen neben Molkereiprodukten Fleischspeisen auf dem fernöstlichen Menüplan ganz oben. Einer der größten Nutznießer ist der Betreiber von Geflügelfarmen und Schweinemastbetreiben Charoen Pokphand (CP).
Neben der Schlachtung und der Verarbeitung von Geflügel- und Schweinefleisch zu Vorprodukten für Auftraggeber aus der Nahrungsmittelindustrie oder für eigene Konzernmarken vertreibt das thailändische Unternehmen auch Tiernahrung. Seit Jahren kennt das Geschäftswachstum von CP keine Grenzen. Auch in China fasst CP zunehmend Fuß. Der heftigste Rückschlag kam im Herbst 2011.
Die gebietsweise verheerenden Überflutungen in Thailand setzten den Erträgen des Konzerns im zweiten Halbjahr zwar heftig zu. Inzwischen aber hat sich die vorübergehende Nervosität der Investoren gelegt, und die glänzenden Zukunftsperspektiven stehen wieder im Vordergrund. Denn nicht nur in China, auch in anderen Abnehmerländern wie Vietnam wächst die Fleischeslust. Einfach zuzubereitende Fertiggerichte sind zudem bei den kochfaulen Jugendlichen in Fernost (leider) ebenso beliebt wie in westlichen Industrienationen.

| Charoen Pokphand | |
|---|---|
| WKN | A0YGX8 |
| Börsenwert | 3,41 Mrd. Euro |
| KGV 2013e | 13,2 |
| Aktueller Kurs | 0,21 Euro |
| Wertentwicklung 10 Jahre p.a. | 56,9 Prozent |
Das kommt davon, wenn man sich über die Schwächen anderer lustig macht. Weil sich der griechische Lichtgott Apollon über die miserable Trefferquote des hauptberuflichen Bogenschützen Eros mokiert hatte, rächte sich der bedröppelte Liebesbote, indem er einen Pfeil mit goldener Spitze auf den Spötter und einen mit bleierner Spitze auf die Bergnymphe Daphne schoss.
Daphne war von den vergeblichen Annäherungsversuchen des unsterblich verliebten Apollon alsbald so genervt, dass sie die Flucht ergriff. Einen schlanken Damenfuß macht auch der Schuhfabrikant Daphne International (DI) aus Taiwan. Der steigende Wohlstand der Bevölkerung und die zunehmend westlich geprägten Schönheitsideale der weiblichen Kundschaft bringen die Kassen des familiengeführten Betriebs zum Klingeln. In den vergangenen fünf Jahren kletterte der Gewinn um durchschnittlich 18 Prozent pro Jahr.
Mit einer Marge von 14 Prozent übertrifft Daphne die Gewinnspanne seiner Branchennachbarn deutlich. Kein Wunder, dass selbst internationale Geldgeber wie die Private Equity-Profis von TPG International den wachstumsstarken Modekonzern, der 1987 mit der Auftragsfertigung für US-Schuhhersteller begann, inzwischen als Top-Investment entdeckt haben. Mit einem kalkulierten Kursziel von umgerechnet 1,10 Euro präsentiert sich die Aktie in Bestform.

| Daphne International | |
|---|---|
| WKN | A0Q8Q2 |
| Börsenwert | 1,54 Mrd. Euro |
| KGV 2013e | 14,9 |
| Aktueller Kurs | 0,39 Euro |
| Wertentwicklung 10 Jahre p.a. | 56,0 Prozent |