Die Geräte sollen die Medienbranche umwälzen, gespannt wartete die IT-Branche auf Apples neues Produkt, das iPad. Die Serie gibt einen Einblick in die neue Technik.
In Sachen Marketing macht Steve Jobs keiner etwas vor: Kaum stand der 27. Januar als Vorstellungsdatum fest, schon kursierten die Spekulationen über das vermeintliche Wunderding. Inzwischen zeichnet sich der Funktionsumfang ab. FTD.de zeigt den Stand der Dinge.
von Sven Schirmer
Der iPhone-Erfinder hat es wieder einmal geschafft. Nach der Ankündigung über den Einstieg in den Mobilfunkmarkt vor drei Jahren hat Apple die Technikwelt erneut auf ein bestimmtes Datum eingeschworen: Für den 27. Januar wird nicht weniger als die nächste IT-Revolution erwartet.
Und dafür hat Konzernchef Steve Jobs Pressevertreter aus aller Welt nach San Francisco ins Yerba Buena Center for the Arts gebeten. Das Flair von Kunst und Kultur soll der "neusten Kreation" aus dem Mutterhaus von iPod und iPhone den angemessenen Rahmen liefern.
Dabei soll es sich ausgerechnet um ein Produkt handeln, das andere Hersteller seit vielen Jahren in immer unterschiedlichen Versionen auf dem Markt zu etablieren versuchen. Nur eben noch nicht erfolgreich und - vor allem - nicht von Apple.
Der iSlate könnte so aussehen wie ein größerer iPod Touch
Wenn der überbrodelnden Gerüchteküche und Insidern geglaubt werden kann, dann soll der Tablet-PC, oder wie Jobs ihn wahrscheinlich nennen wird, der iSlate (Slate steht im englischen für "Schiefertafel"), da weiter machen, wo das iPhone angefangen hat: ein unverzichtbarer Begleiter im mobilen Alltag sein.
Aber die Erwartungen wären nicht so hoch und Apple wäre nicht Apple, wenn das iPhone-Konzept nur in eine größere Hülle gepresst würde. Im Gegensatz zum Kulthandy richtet sich der iSlate nicht nur an eine technikbegeisterte und spielfreudige Zielgruppe. Es ist vielmehr als ein Kommunikationsmedium für die ganze Familie gedacht. Das jedenfalls berichtet das "Wall Street Journal" bereits vor der Präsentation.
Steve Jobs sei sich sicher, mit dem iSlate, ähnlich wie beim iPod die Musikindustrie, Branchen wie Fachbuch- oder Zeitschriftenverlage, aber auch das Fernsehen in seiner bisherigen Form neu zu erfinden, heißt es dort.
Apples Vision ist es, dass mehrere Familienmitglieder ein iSlate zu unterschiedlichen Zwecken nutzen. Während die Erwachsenen das Gerät zum Verfassen von E-Mails oder zum Surfen im Internet nutzen, sollen die Jüngeren davon profitieren, dass sie schulisches und universitäres Lernmaterial in digitaler Form bearbeiten und mitnehmen können. Auch die morgendliche Lektüre der aktuellen Tageszeitungen soll mit dem iSlate erledigt werden.
Außerdem sollen kleine virtuelle Notizzettel auf dem Bildschirm abgelegt werden können, die beispielsweise entweder an bestimmte Dinge erinnern oder als Einkaufszettel für andere Familienmitglieder dienen.
Aber auch der Freizeitaspekt wird nicht zu kurz kommen. Der Apple-Tablet soll ebenfalls Fernsehprogramm empfangen können und Zugang zur Videobibliothek von iTunes gewähren.
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