Der Angestellte im Service bekommt jeden Monat das gleiche Gehalt - das Trinkgeld schwankt vielleicht ein wenig, doch eine Aussage über die Leistung macht es heutzutage auch nicht mehr. Der Besitzer des Ladens hingegen möchte viele zahlende Kunden behalten und dazugewinnen, denn es schlägt sich in seinem eigenen Geldbeutel nieder, ob die Kunden gerne wieder kommen.
Dem Mitarbeiter kann dies eigentlich egal sein - ihm kommt es entgegen, wenn nicht so viel los ist. Woran er nicht denkt: Er kann seinen eigenen Job mit schlechtem Verhalten gegenüber Kunden sogar selbst vernichten. Viele Mitarbeiter denken aber nicht so weit. Sie brauchen jemanden, der ihnen das klar macht. Der Vorgesetzte hat diese Aufgabe.
Mitarbeiter als Repräsentanten
Wenn nun ein Mitarbeiter mit Kundenkontakt sich der Folgen seines Handelns nicht bewusst ist oder sie ihm egal sind, dann kann man ihm nicht unbedingt etwas vorwerfen. Er weiß oft nicht, dass er eine wichtige Rolle im Unternehmen einnimmt. Dabei ist er der Repräsentant des Unternehmens. Die Kunden sehen und erleben ihn - nicht den Chef. Nach seinem Verhalten entscheiden sich Kunden, ob sie zufrieden sind oder nicht.
Aber die Verantwortung trägt der Vorgesetzte. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Service-Qualität stimmt und den Kunden begeistert. Dafür wird er wiederum bezahlt.
Fehlende Mitarbeiterführung und ihre Folgen
Das könnte alles so gut funktionieren. Wenn es nicht die Führungskräfte gäbe, die sich ihrer Verantwortung entziehen und die Mitarbeiter nicht aktiv führen, sondern sie ihrem Schicksal überlassen. Sehr oft wird dann der Mitarbeiter alleine gelassen. Ihm werden so große Freiräume gewährt, dass er sich verloren fühlt. Er kann nicht mehr leisten, wozu er eigentlich im Stande wäre und auch verpflichtet ist.