Arbeitsbelastung Stress Burnout Kopf
Stress am Arbeitsplatz bringt meist nur Verlierer hervor (Foto: Pixabay)

Deutsche Arbeitnehmer scheinen sich einigen Studien und Befragungen zufolge weitaus mehr zu stressen, als Arbeitnehmer in vielen anderen Ländern. Die Gründe sind vielfältig: Eine hohe Arbeitsbelastung, Druck und vermehrt das Selbstverständnis, die Arbeit mit nach Hause zu nehmen.

So richten sich immer mehr Arbeitnehmer neben dem Arbeitsplatz im Büro einen Heimarbeitsplatz ein. Es weist jedoch vieles darauf hin, dass eine gute Führung viel dazu beitragen könnte, den Stress am Arbeitsplatz zu senken.

1. Gute Kommunikation mit Vorgesetzten kann Stress reduzieren

Eine hohe Arbeitsbelastung ist weltweit für viele Arbeitnehmer ein Problem. Doch sie scheinen unterschiedlich mit der Situation umzugehen und diese zu bewerten. In Deutschland lassen sich besonders viele Arbeitnehmer stressen und leiden auch darunter. Die Folgen können sich in einer verminderten Leistungsfähigkeit und hohen Krankheitsständen widerspiegeln. Doch in vielen Fällen sollte es möglich sein, Arbeitnehmer trotz hohem Arbeitsaufkommen zu entlasten und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Eine gute Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern könnte bereits dazu beitragen, den Stress abzumildern. Mehr Lob und Anerkennung für die Leistungen sind weitere wichtige Faktoren, um die Zufriedenheit zu steigern und damit den Stresspegel zu senken.

2. Probleme mit Führungskräften verursachen Stress

Ein Gespräch mit dem Chef könnte so manches arbeitsbedingtes Problem lösen. Zu viel Arbeit, schlechte Abstimmungen oder das Arbeitsklima: Allerdings scheinen die wenigsten Arbeitnehmer bei Problemen und Konflikten das Gespräch mit ihrem Vorgesetzten zu suchen. Viele Vorgesetzte scheinen auf zwischenmenschlicher Basis nicht mit ihren Mitarbeitern umgehen zu können. Ihnen fehlt häufig der persönliche Draht zu den Arbeitnehmern, wodurch sie nicht als Ansprechpartner bei Problemstellungen angesehen werden. Chefs, denen es an Empathie fehle, scheint es jedoch nicht nur hierzulande zu geben. Auch in anderen Industrienationen berichten Mitarbeiter davon.

Mangelt es Vorgesetzten am zwischenmenschlichen Umgang, führt das nicht nur dazu, dass Probleme nicht offen angesprochen werden, sondern das kann sich maßgeblich auf die Motivation der gesamten Belegschaft auswirken. Wer seinen Chef persönlich nicht wert schätzt, wird sich weniger für ihn und die damit verbundene Arbeit ins Zeug legen. Das Ergebnis ist ein geringes Maß an Teamgeist und eine niedrige Produktivität. Fehlt es Vorgesetzten darüber hinaus an Führungsqualitäten, kann dies die wirtschaftlichen Ziele des Unternehmens beeinträchtigen. Eine schwache Führung arbeitet nicht effektiv genug, um die Mitarbeiter und damit das Unternehmen voranzutreiben.

3. Führungskompetenz erhöht Leistungsbereitschaft

Auf der anderen Seite ist immer wieder zu beobachten, dass insbesondere in jenen Betrieben, in denen Vorgesetzte mit guten Führungsqualitäten arbeiten, der Stresspegel deutlich niedriger zu sein scheint. Zugleich sind jene Mitarbeiter eher dazu bereit, sich für das Unternehmen einzusetzen und mehr Leistung zu erbringen. Ob Mitarbeiter mehr Einsatz bringen und bereit sind, Überstunden zu leisten oder an der Optimierung von Prozessen mitzuwirken oder nicht, kann eine gute Führung bewirken. Glauben Mitarbeiter hingegen, dass sie den Job des Vorgesetzten besser ausfüllen könnten, dann sinkt die Motivation und Bereitschaft zu mehr Leistung.

Die Fähigkeiten, Mitarbeiter zu führen und zu motivieren sind keine unbekannten Erfolgsfaktoren für mehr Produktivität und Erfolg. An dieser Stelle könnten Unternehmen ansetzen und ihre Führungskräfte ausbilden. Denn die Fähigkeit, Menschen zu führen ist zwar eine komplexe Herausforderung, die jedoch durchaus erlernbar ist.