Medien und Internet

Fake-News nicht viraler als wahre Fakten

Wissenschaftler der Cornell University untersuchen "Twitter-Kaskaden" und deren Auswirkungen

Ithaca (pte004/12.11.2021/06:15) – Fake News auf Twitter verbreiten sich nicht weiter und schneller als wahre Nachrichten. Eine Studie der Cornell University http://cornell.edu stellt die vorherrschenden Annahmen infrage, dass Falschinformationen weitaus schneller viral gehen als Fakten. Auch zeigt sie, warum Strategien zur Eindämmung von Falschnachrichten teilweise wenig Wirkung zeigen.

„Fake News haben wahren Kern“

„Schlechte Nachrichten verbreiten sich schneller als gute. Und gerade Fake News sind häufig spektakulär oder machen uns Angst. Meistens haben diese Nachrichten auch irgendwo einen wahren Kern. Sind diese dann noch entsprechend aufbereitet und passen in unser Weltbild, so macht sie das für uns attraktiv und glaubwürdig“, sagt Kommunikationsexperte Christian Scherg http://revolvermaenner.com im Gespräch mit pressetext.

Um die Viralität von Tweets zu untersuchen, haben die Forscher die strukturellen Eigenschaften von „Twitter-Kaskaden“ untersucht. Dieser Messwert beschreibt die Popularität eines bestimmen Tweets und seinen Weg mittels Retweets durch das Netzwerk. Je mehr ein Tweet geteilt wird, desto größer ist seine Kaskade. Untersucht wurden Kaskaden von wahren und falschen Tweets, die in etwa die gleiche Menge an Leuten erreicht haben.

Anders als in einer Studie aus dem Jahr 2018 behauptet, konnten die Forscher keine Unterschiede zwischen den Kaskaden wahrer und falscher Tweets beobachten. Obwohl Menschen dazu tendieren, online eher Falschinformationen als Fakten zu teilen, revidieren die Ergebnisse laut den Forschern die bisherige Annahme, dass sich Unwahrheiten auf Twitter rasanter verbreiten als richtige virale Informationen.

Medienkompetenz der User gefragt

„Vielen fehlt die Zeit, geteilte Nachrichten zu überprüfen. Man vertraut auf das Urteil des Familien- und Bekanntenkreises oder bei viralen Nachrichten auf das anderer User. Durch den Algorithmus rutscht man schnell in Informationsblasen hinein und wird leicht manipulierbar und empfänglich für alternative Wahrheiten“, konstatiert Scherg gegenüber pressetext.

Die Erkenntnisse der Studie haben Implikationen für Plattformbetreiber und ihren Kampf gegen das Verbreiten von Fake News. Lassen sich die Tweet-Kaskaden nicht voneinander unterscheiden, dann kann ein Algorithmus Fake News nicht entfernen. Die Lösung liegt laut den Forschern daher in der Medienkompetenz der User.

„Um Fake News zu erkennen, hilft nur umfangreiches Prüfen und Gegenrecherchieren, sowie nicht alles zu glauben, was man liest. Es ist auch hilfreich, eigene Accounts zur Informationssuche und Recherche zu verwenden und regelmäßig Cookies und Verläufe zu löschen. Auf diese Weise ist man digital nicht so gläsern und kann Informationsbalsen und Algorithmusschleifen leichter umgehen“, so Scherg.

 

Quelle: www.pressetext.com


Bildnachweise: Twitter: durch Algorithmus leicht manipulierbar (Foto: pixabay.com/Marten Bjork) (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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