Das Wichtigste in Kürze
  • Mit Samsung Pay gibt es einen neuen Zahlungsanbieter, der sich speziell an Samsung-Nutzer richtet.
  • Damit versucht das koreanische Unternehmen an den Erfolg von Google Pay und Apple Pay anzuknüpfen.
  • Es gibt noch zahlreiche weitere Zahlungsanbieter, die vor allem bei der Online-Bezahlung immer beliebter werden.
  • Am häufigsten werden moderne Zahlungsmethoden beim Online-Shopping, für Reise-Buchungen, in Drogerien und für Glücksspiele verwendet.

Moderne Zahlungsanbieter, also wahlweise Anbieter, die das Zahlen oder das Empfangen von Geld im Internet einfacher gestalten, oder auch diese, die die Onlinewelt mit der stationären Welt verschmelzen lassen, werden immer beliebter. Nun ist in Deutschland ein neues Zahlungsmittel auf den Markt kommen, welches sich speziell an Samsung-Nutzer richtet: Mit Samsung Pay versucht der koreanische Hersteller den Weg einzuschlagen, den Google und Apple längt mit Google Pay bzw. Apple Pay bestreiten und die Hardware zur digitalen Geldbörse machen. Und auch online treten immer mehr Zahlungsanbieter hervor. Doch was sollten Nutzer von modernen Zahlungsmethoden allgemein beachten und wie können solche Zahlungsanbieter genutzt werden? 

Neue Zahlungsanbieter: Neben Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay gibt es noch zahlreiche weitere Zahlungsmethoden

Wo spielen moderne Zahlungsanbieter eine Rolle? 

Das Hauptrevier moderner Zahlungsanbieter ist natürlich das Internet, wo E-Commerce enorme Summen umsetzt. Allerdings gibt es einige, die den Spagat zwischen dem stationären Handel und dem Onlinehandel machen. Diese Anbieter werden jedoch ein wenig ausgeklammert, da sich hinter Apple Pay, Google Pay, Samsung Pay oder auch einigen zu den Banken gehörenden Angeboten teilweise abweichende Anwendungen verbergen. 

Im Allgemeinen geht es bei den modernen Zahlungsarten um: 

  • Leichte Nutzung – die Nutzung ist instinktiv und erfordert oft keine großartigen Anmelde- oder Registrierungsverfahren. 
  • Angebot – die modernen Anbieter werden online vielerorts als Zahlungsmöglichkeit angeboten. Der bekannteste Anbieter ist natürlich PayPal. 
  • Weltweit – die Zahlungsanbieter erlauben es, auch in Fremdwährungen Gelder zu überweisen oder diese zu erhalten. Zugleich kann der Anbieter weltweit genutzt werden.

Für Händler oder Dienstleister im Internet sind diese Zahlungsanbieter weitere Mittel, um junge Kunden zu locken und die eigene Seriosität zu zeigen. Viele Zahlungsanbieter bieten zugleich den Käuferschutz an, sodass der Kunde bei einer fehlenden oder nicht stattfindenden Lieferung leichter sein Geld zurückerhält. Und wo lassen sich die Anbieter überall finden? Ein Überblick: 

  • Online-Casinos – sie arbeiten mit einer ganzen Reihe von modernen Zahlungsanbietern zusammen. Die Dienste von Trustly, Paysafecard, Neteller oder Skrill sind nur einige Beispiele. Auch die Pay-Lösungen von Google, Apple und nun Samsung werden angeboten. Einzig PayPal wird von Online-Casinos nicht mehr genutzt, da sich PayPal vollständig aus dem Online-Glücksspiel zurückgezogen hat. Ein seriöses Online Casino nutzt trotzdem Zahlungsmöglichkeiten, die bekannt sind und arbeitet nicht mit eher dubiosen Anbietern zusammen.
  • Onlineshopping – die meisten Händler ziehen heute mit der Flut der vielen Zahlungsanbieter mit und versuchen, ihren Kunden eine möglichst breite Zahlartenpalette zu bieten. Somit greifen sie auch auf die Onlinelösungen zurück. Im Handel ist die Sofortüberweisung, beziehungsweise das Konzept von Klarna gleichfalls stark nachgefragt. 
  • Tourismus – Reisen, teilweise Flüge, aber auch Hotelbuchungen können längst über die modernen Zahlungsanbieter bezahlt werden. Kreditkarten sind hierbei aber nach wie vor die beliebtesten und häufigsten Zahlungsmethoden, zumal viele Kreditkarten-Anbieter auch eine Reiseversicherung beinhalten.

Grundsätzlich gibt es viele Anbieter, die das reine Payment bieten und sich darauf spezialisieren. Kunden verknüpfen ihr Bankkonto zumindest kurzzeitig mit dem Anbieter und überweisen nun das Geld. Andere stellen mit eigenen Kredit- oder Masterkarten auch die Bezahlung im stationären Handel oder das Geldabheben an Automaten weltweit zur Verfügung. Zudem gibt es den Unterschied, dass einige Anbieter mit einem echten Wallet arbeiten, auf das ebenfalls Geld von Dritten eingezahlt werden kann. Rund um das Glücksspiel bietet ein solcher Zahlungsanbieter die Chance, einen Gewinn direkt in das Wallet auszahlen zu lassen. 

Was ist bei den Zahlungsanbietern zu beachten? 

Ein wichtiger Aspekt ist natürlich immer die Sicherheit. Interessenten sollten sich vergewissern, dass Transaktionen nicht ohne zusätzliche Freigabe stattfinden können. Dies trifft insbesondere auf die Zahlungsanbieter zu, bei denen eine Verknüpfung mit dem Bankkonto, meistens das Girokonto mit Gehaltseingang, besteht. Handelt es sich um ein Wallet, bei dem der Nutzer ähnlich wie bei Prepaidkarten erst Geld eigenständig einzahlen muss, sollte weiterhin eine Freigabe erfolgen. Bei diesen Anbietern besteht jedoch niemals die Gefahr, dass Fremde Zugriff aufs Bankkonto erhalten. Würde ein solcher Account gehackt, kann im schlimmsten Fall nur das Guthaben gestohlen werden. 

Zudem sollten Interessenten auf Folgendes achten: 

  • Nutzung – kann ausschließlich Geld überwiesen werden oder wird auch der Gelderhalt unterstützt? Je nach persönlicher Vorliebe und letztendlicher Nutzung des Zahlungsanbieters sind diese Aspekte sehr wichtig. Wer beispielsweise Gewinne auszahlen lassen möchte, der will oft eine Komplettlösung. 
  • Unterstützung – welche Bereiche unterstützt der Zahlungsanbieter? Es kann sinnvoll sein, wenn die Lösung auch im stationären Handel akzeptiert ist oder wenn es eine spezielle Karte zum Bargeldabheben an Automaten gibt. 
Das Smartphone ersetzt immer häufiger die klassische Geldbörse - bezahlen per App wird immer beliebter.
Das Smartphone ersetzt immer häufiger die klassische Geldbörse – Zahlungen per App werden immer beliebter.

Welche Zahlungsanbieter sind aktuell sehr gefragt? 

Der Klassiker der Zahlungsanbieter ist in weiten Teilen des Internets weiterhin PayPal. Die Komplettlösung bietet schlichtweg das Bezahlen und den Geldempfang an, ist bei fast allen Online-Angeboten als Zahlungsart inkludiert und verspricht zudem ein sehr simples Handling. Das heißt jedoch nicht, dass andere Zahlungsanbieter nicht an Fahrt aufnehmen: 

  • Paysafecard – diese Karte gibt es online und offline zu kaufen. Es handelt sich um eine Guthabenkarte, über deren Code nun im Internet bezahlt werden kann. Gerade in der Gamingwelt sind Paysafecards sehr beliebt. 
  • Trustly – Trustly – dieser Anbieter ist sehr bekannt und wird von Casinos bis hin zu Shops angeboten. Trustly unterstützt die Nutzung von Desktopgeräten und Smartphones, sodass der Dienst stets zur Verfügung steht. Es sind keine Registrierungen nötig, denn das Bankkonto wird nur kurzzeitig mit Trustly verbunden. Dieser Dienst unterstützt auch Händler und stellt einfache Auszahlungsvarianten zur Verfügung. 
  • Neteller – dieser globale Zahlungsdienst, der zur Paysafe-Gruppe gehört, erfordert eine schnelle Registrierung, damit ein Wallet eröffnet wird. In dieses kann nun Geld eingezahlt werden, welches mit Neteller an den gewünschten Händler oder Dienstleister transferiert wird. Zugleich bietet Neteller an, Geld abzuheben. Hierfür stehen virtuelle Karten und Plastikkarten zur Verfügung. 
  • Skrill – das E-Wallet bietet diverse Lösungen für Onlinezahlungen, dem Versenden von Geld, aber auch dem Empfangen von Geld. Überweisungen und internationale Geldtransfers gehören ebenso fest in das Programm wie der Erhalt von Geld, beispielsweise Rückerstattungen oder Gewinne. Zugleich bietet Skrill ebenfalls eigene Kartenlösungen und Zusatzprogramme an. Das Geld kann grundsätzlich an Bankkonten, E-Mailadressen, Wallets oder Handynummern gesendet werden. Skrill gehört zur Paysafe-Group.

Das sind nur wenige Beispiele, die durch Google, Samsung und Apple Pay durchaus noch ergänzt werden können. 

Fazit – einfach online zahlen

Moderne Zahlungsdienstleister greifen mitunter genau dort an, wo Bankkunden häufig die Augen verdrehen. Denn anstelle mühsam die IBAN eintippen zu müssen, wird der Geldtransfer von den Onlineanbietern auf simple Klicks, Handynummern oder E-Mailadressen heruntergebrochen. Das ist natürlich nicht nur praktisch, es hilft Händlern auch. Viele Kunden brechen nämlich den Bestellprozess ab, wenn die Zahlweise zu kompliziert ist. Dennoch sollten Verbraucher hingehen und die Anbieter vergleichen, sodass sie am Ende die Zahlungslösung für sich finden, die sie in allen Punkten anspricht. 


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