Online Banking beim Girokonto
Online-Banking besitzt in der heutigen Zeit einen immer größer werdenden Stellenwert in der Gesellschaft.

1. Online-Banking: Viele Möglichkeiten beim Zahlungsverkehr

Eine immer größer werdende Anzahl von Bankkunden nutzt die Möglichkeit, die das moderne Online-Banking zur Verfügung stellt. Da inzwischen über 20 Millionen Haushalte einen PC oder Laptop besitzen, nimmt das Online-Banking einen immer größeren Stellenwert ein. Eingesetzt wird das Internetbanking in erster Linie im Bereich des Zahlungsverkehrs, also beim Girokonto. Im weiteren Sinne umfasst das Online-Banking aber auch Kontoeröffnung über das Internet, die zum Beispiel ein Tagesgeldkonto oder ein Kreditkonto betreffen.

2. Online-Banking bezieht sich vor allem auf das Girokonto

Wenn im engeren Sinne vom Online-Banking gesprochen wird, dann bezieht sich dieses in erster Linie auf das Girokonto. Es geht beim Online-Banking nämlich um den Zahlungsverkehr, der nicht mehr mittels Beleg abgewickelt wird, sondern stattdessen über das Internet. Im weiteren Sinne lassen sich auch noch andere Aktivitäten mit dem Begriff Online-Banking bezeichnen, wie zum Beispiel die Eröffnung eines Tagesgeldkontos oder das Beantragen eines Kredites, welches über die Webseite der Bank vorgenommen wird. Wir möchten uns im folgenden Beitrag allerdings ausschließlich mit dem klassischen Online-Banking beschäftigen, da dieses mit Abstand am häufigsten genutzt wird.

2.1. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

Damit Kunden am Internetbanking teilnehmen können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Zunächst einmal muss in aller Regel mit der Bank ein Zusatzvertrag zum Konto geschlossen werden, der sich insbesondere auf Regelungen erstreckt, die mit dem Internetbanking verbunden sind. Mitunter knüpft die Bank die Genehmigung des Verfahrens auch an die Bonität des Kunden, wobei allerdings die weitaus meisten Bankkunden kein Problem damit haben, das Banking über das Internet genehmigen zu lassen.

Neben der Vereinbarung gibt es darüber hinaus noch einige technische Voraussetzungen, die der Kunde erfüllen muss, insbesondere:

  • PC, Laptop, Tablet oder Smartphone
  • Internetverbindung
  • Zusatzgeräte bei bestimmten TAN-Verfahren

Da mittlerweile die weitaus meisten Haushalte entweder über einen PC, einen Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone verfügen, können auch nahezu alle Bundesbürger grundsätzlich die Vorteile des Internetbankings nutzen.

2.2. Welche Funktionen und Leistungen beinhaltet das Banking?

Das Online-Banking beinhaltet zahlreiche Funktionen und Leistungen, die Sie vielleicht noch vom klassischen Banking aus der Geschäftsstelle kennen. Mittlerweile lassen sich zahlreiche Vorgänge online durchführen, angefangen von der Kontoverwaltung, über das Betrachten der Buchungen bis hin zum Beantragen von Kreditkarten. In der Übersicht sind es unter anderem die folgenden Leistungen und Services, die – je nach Bank – im Internetbanking integriert sein können:

  • Überweisungen ausführen lassen
  • Lastschriften zurückgegeben
  • Daueraufträge einrichten, ändern und löschen
  • Kreditkarten beantragen
  • Dispositionskredit beantragen
  • Konto Limit verändern
  • Umsätze auf dem Konto abfragen
  • Kontostand anzeigen lassen

Am häufigsten wird das Online-Banking sicherlich nach wie vor genutzt, um einerseits den Kontostand sowie Kontoumsätze abzufragen und zum anderen Überweisungen zu veranlassen.

2.3. Welche Vorteile bietet das Internetbanking?

Das Internetbanking, wie das Online-Banking ebenfalls bezeichnet wird, ist nicht ohne Grund sehr beliebt. Tatsächlich gibt es einige Vorteile, die Sie als Kunde nutzen können. Dazu zählt zum Beispiel die völlige Unabhängigkeit von Banköffnungszeiten, denn beispielsweise eine Überweisung können Sie online 24 Stunden am Tag in Auftrag geben. Gleiches gilt im Grunde für alle weiteren Funktionen, wie zum Beispiel das Einrichten von Daueraufträgen oder auch die Rückgabe von Lastschriften. Ein weiterer Vorteil besteht beim Online-Banking darin, dass Sie von überall aus Zugriff auf Ihr Konto haben. Sie müssen lediglich über ein stationäres bzw. mobiles Endgerät und eine funktionierende Internetverbindung verfügen.

Dies ist für manche Kunden insbesondere im Urlaub oder während Geschäftsreisen von Vorteil, wenn man beispielsweise abends per Smartphone die aktuellen Kontoumsätze abfragen kann und so beispielsweise schnell Unregelmäßigkeiten entdecken würde. Ein weiterer Vorteil besteht beim Internetbanking darin, dass dieses in aller Regel deutlich kostengünstiger als das klassische Banking in der Geschäftsstelle ist. Dies gilt natürlich nur für Kreditinstitute, die noch Filialen haben und die das Online-Konto alternativ zur Verfügung stellen. In diesem Fall kostet beispielsweise eine beleghafte Überweisung nicht selten 50 Cent und mehr, während die gleiche Überweisung online vielleicht nur fünf oder zehn Cent kosten würde.

2.4. Wie sicher ist Banking über das Internet?

Insbesondere in den Anfängen haben sich viele Kunden beim Internetbanking Gedanken über eine möglicherweise nicht ausreichende Sicherheit gemacht. Mittlerweile gilt das System als sehr sicher, insbesondere unter der Voraussetzung, dass die Bank eines der modernen TAN-Verfahren anbietet. Grundsätzlich tragen mindestens zwei Elemente zur Sicherheit des Internetbankings bei, nämlich zum einen die persönliche Geheimzahl bzw. das gewählte Passwort sowie zum anderen die Transaktionsnummer (TAN), die bei vielen Vorgängen notwendig ist. Wer beispielsweise online eine Überweisung tätigen möchte, muss sich nicht nur in sein Konto einloggen, sondern darüber hinaus für den Vorgang eine eigens erstellte TAN eingeben.

Trotzdem das Internetbanking als sehr sicher gilt, gibt es immer wieder Fälle von Missbrauch. Dies liegt allerdings normalerweise nicht am System selbst, sondern daran, dass beispielsweise durch Phishing Kundendaten missbräuchlich gestohlen und verwendet werden. Aus diesem Grund ist es für das Banking besonders wichtig, dass Sie eine regelmäßig aktualisierende Antiviren- und Antispyware-Software nutzen, keine unbekannten E-Mails öffnen, schon gar nicht unter der Voraussetzung, dass in der Mail ein Anhang beigefügt ist. Zudem sollten Sie bei Eingabe der Webseite Ihrer Bank im Browser immer darauf achten, dass Sie sich nicht vertippt haben und vielleicht auf einer Betrugsseite landen, die der Original-Webseite zum Verwechseln ähnlich sehen könnte.

2.5. Wer kann am Online-Banking teilnehmen?

Die meisten Kreditinstitute handhaben es so, dass ihre volljährigen Kunden ohne Einschränkungen am Online-Banking teilnehmen können. Bei manchen Banken ist es sogar Minderjährigen, die über ein Girokonto verfügen, grundsätzlich erlaubt, das Internetbanking zu nutzen. Dann existieren allerdings meistens bestimmte Limits, die dafür sorgen, dass beispielsweise keine unverhältnismäßig hohen Beträge vom Bankkonto überwiesen werden, ohne dass die gesetzlichen Vertreter darüber Bescheid wissen. Ohnehin lässt sich das Banking über das Internet relativ flexibel gestalten, sodass beispielsweise auf Wunsch des Kunden bestimmte Limits für Überweisungen oder sonstige Transaktionen erfasst werden können.