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Online-Broker2018-11-19T22:20:47+00:00

Aktien und andere Finanzprodukte werden zunehmend über Online-Broker gekauft. (Foto: Fotolia)

Wer vor gut 15 Jahren Aktien oder andere Wertpapiere handeln wollte, der musste seiner Bank entweder telefonisch, per Telefax oder persönlich in der Geschäftsstelle einen Auftrag erteilen. Spätestens zu dem Zeitpunkt, an dem die ersten Banken über das Internet aktiv wurden, gründeten sich ebenfalls immer mehr sogenannte Online-Broker. Es handelt sich dabei nicht um Kreditinstitute, sondern stattdessen andere Finanzdienstleister, die den Handel mit Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten anbieten. Wir möchten uns im folgenden Beitrag ausführlich mit den Online-Brokern beschäftigen und gehen unter anderem darauf ein, welche Eigenschaften diese Anbieter aufweisen, welche Vorteile Broker für Kunden beinhalten und auf weitere Fragen, die Sie zu diesem Thema interessieren könnten.

Günstige Online-Broker

Anbieter Fixkosten Ordergebühr
DEGIRO 0,00 Euro / Monat Ab 2,26 Euro
Consorsbank 0,00 Euro / Monat Ab 3,95 Euro
Flatex 0,00 Euro / Monat Ab 5,90 Euro
Onvista 0,00 Euro / Monat Ab 6,50 Euro
ING DiBa 0,00 Euro / Monat Ab 9,15 Euro

Die Ordergebühren sind Durchschnittspreise und können abweichen.

Online-Broker – Aktien, Fonds und andere Finanzprodukte handeln

Der Online-Broker ist ein Finanzdienstleister, dessen Hauptgeschäftstätigkeit darin besteht, seinen Kunden den Handel mit Wertpapieren, also beispielsweise mit Aktien, Anleihen oder Fonds, zu ermöglichen. Darüber hinaus gibt es noch andere Broker, die insbesondere das Forex-Trading sowie das CFD-Trading offerieren. Insofern lassen sich die heute am Markt tätigen Broker in drei große Gruppen einteilen, nämlich:

  • Aktien- bzw. Wertpapierbroker
  • CFD-Broker
  • Forex-Broker

Die Haupteigenschaft eines jeden Online-Brokers besteht darin, dass der Kunde keine Betreuung in einer Geschäftsstelle nutzen kann, sondern stattdessen findet der Handel nebst Inanspruchnahme der benötigten Plattform ausschließlich über das Internet statt. Sie benötigen also zwingend ein mit dem Internet verbundenes Endgerät, beispielsweise einen PC oder einen Laptop, um sich bei einem Broker anmelden und dessen Dienste nutzen zu können.

Falls Sie die Dienste eines Online-Brokers in Anspruch nehmen möchten, weil Sie beispielsweise zukünftig Aktien handeln möchten, müssen Sie sich zunächst bei einem Anbieter registrieren. Zuvor es allerdings sinnvoll, einen Brokervergleich durchzuführen, auf den wir im Folgenden noch eingehen werden. Haben Sie sich auf Basis dieses Vergleichs für einen Anbieter entschieden, begeben Sie sich auf dessen Webseite. Dort finden Sie meistens am oberen Rand der Startseite einen Menüpunkt mit der Aufschrift „Registrieren“, „Anmelden“ oder „Konto eröffnen“.

Nachdem Sie den entsprechenden Menüpunkt ausgewählt haben, müssen Sie einige persönliche Daten erfassen, beispielsweise Ihren Namen sowie Ihr Geburtsdatum. Nachdem das Online-Formular vollständig ausgefüllt wurde, senden Sie es direkt an den Broker und werden zudem gebeten, sich zu legitimieren. Dies geschieht entweder per Postident- oder per Videoident-Verfahren. Nachdem der Broker sämtliche Unterlagen nebst Legitimationsdokumenten erhalten hat, wird er das Handelskonto eröffnen und Ihnen die Zugangsdaten zukommen lassen. Mit diesen Zugangsdaten können Sie sich anschließend in Ihr neues Online-Depot einloggen und müssen lediglich Geld einzahlen, um den ersten Handelsauftrag zu erteilen.

In der Übersicht sind es die folgenden Schritte, die Sie für die Nutzung eines Online-Brokers absolvieren müssen:

  1. Empfehlenswert: Brokervergleich durchführen
  2. Beim Broker anmelden (persönliche Daten erfassen)
  3. Formular nebst Legitimierung an Broker übermitteln
  4. Zugangsdaten erhalten
  5. Geld auf das neue Handelskonto einzahlen
  6. Handelsauftrag erteilen

Unabhängig davon, ob Sie über den entsprechenden Online-Broker Aktien, Fonds, Anleihen, CFDs oder Devisen handeln möchten, ist die Funktionsweise immer die gleiche. Nachdem Sie Ihr Handelskonto eröffnet haben, können Sie über die vom Broker angebotene Handelsplattform einen Auftrag erteilen. Möchten Sie beispielsweise bestimmte Aktien kaufen, rufen Sie eine Ordermaske auf und müssen anschließend in aller Regel mindestens die folgenden Angaben machen:

  • Name des Wertpapiers
  • ISIN
  • Anzahl der zu handelnden Aktien
  • Optional: Kurs-Limit
  • Börsenplatz

So oder ähnlich sieht im Grunde jede Order aus, die Sie einem Broker erteilen. Nachdem Sie den Handelsauftrag abgesendet haben, wird der Anbieter versuchen, diesen so schnell wie möglich auszuführen. Dies geschieht entweder an einem von Ihnen vorgegebenen Börsenplatz oder außerbörslich, falls Sie beispielsweise mit CFDs oder Devisen handeln möchten. Bleiben wir jedoch beim Beispiel Aktien: Konnte Ihr Handelsauftrag ausgeführt worden werden, hat sich also ein Gegenpart gefunden, werden die Aktien in Ihrem Depot verbucht, welches Sie vom Online-Broker führen lassen. Über diesen Depotbestand können Sie jederzeit verfügen, indem Sie beispielsweise einen Verkaufsauftrag erteilen, sodass Sie anschließend den Gegenwert auf Ihrem Verrechnungskonto gutgeschrieben bekommen.

Wenn es um die Vorteile eines Brokers geht, dann ist insbesondere ein Vergleich mit klassischen Banken oder sonstigen Anbietern interessant, bei denen der Handel mit Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten nicht über das Internet möglich ist. Ein wesentlicher Vorteil besteht bei allen Online-Brokern darin, dass die Nutzung sehr einfach, schnell und transparent ist, da sie über das Internet erfolgen kann. Zudem ist das Angebot unabhängig von Banköffnungszeiten und Sie müssen weder für die Depoteröffnung noch für das Erteilen eines Handelsauftrages Ihre Wohnung verlassen. Trotzdem bieten mittlerweile nahezu alle Broker nicht nur den Handel über PC oder Laptop an, sondern ebenso per App über das Smartphone oder Tablet.

Somit besteht ein weiterer Vorteil darin, dass Sie jederzeit auch von unterwegs aus Handelsaufträge erteilen oder Zugriff auf Ihr Depot nehmen können. Ein weiterer Vorteil, der auf zahlreiche Aktienbroker zutrifft, sind die im Vergleich zu klassischen Banken oft günstigeren Konditionen. Bei Aktienbrokern ist die Depotführung oftmals kostenfrei und die Ordergebühren bewegen sich selten oberhalb von zehn Euro je Order. Damit sind insbesondere die Ordergebühren teilweise zwischen 50 bis 70 Prozent günstiger, als es bei Kreditinstituten mit Geschäftsstellen es der Fall ist.

In der Übersicht sind es die folgenden Vorteile, durch die sich Aktienbroker, CFD-Broker und Forex-Broker oftmals auszeichnen können:

  • Zeitsparende Anwendung über das Internet
  • Jederzeit mobil von unterwegs handeln
  • Günstige Konditionen
  • Professionelle Handelsplattform
  • Unabhängigkeit von Banköffnungszeiten
  • Großes Handelsangebot

Wie zuvor bereits erwähnt, möchten wir Sie im Zusammenhang mit Online-Brokern ebenfalls gerne über einen empfehlenswerten Brokervergleich informieren. Ein derartiger Vergleich ist sinnvoll, denn zwischen den Anbietern gibt es durchaus einige Unterschiede, was deren Leistungen, Services und Konditionen betrifft. Sie sollten sich beim Gegenüberstellen der Angebote möglichst nicht nur auf die Konditionen beschränken, also auf die Höhe der Ordergebühren und ob der Broker vielleicht eine Depotgebühr veranschlagt oder nicht. Zwar sind auch diese Konditionen von größerer Bedeutung, aber darüber hinaus gibt es insbesondere im Bereich der Leistungen und Services noch weitere Punkte, die ein gutes Gesamtpaket ausmachen.

Daher kann es sinnvoll sein, sich Erfahrungsberichte zu verschiedenen Anbietern anzuschauen. In diesen sogenannten Reviews werden verschiedene Teile des Angebotes unter die Lupe genommen, bewertet und manchmal wird sogar ein Punktesystem genutzt. Auf diese Weise können Sie sich neben den Konditionen auch zum restlichen Angebot der Broker informieren und beispielsweise genauere Informationen in den folgenden Kategorien erhalten:

  • Handelsplattform
  • Kundenservice
  • Handelsangebot
  • Weiterbildungsbereich
  • Demokonto
  • Mobiler Handel
  • Auszeichnungen des Brokers

Eine durchaus wichtige Frage, mit der sich insbesondere solche Anleger und Trader beschäftigen, die vielleicht bisher ausschließlich über ihre Hausbank gehandelt haben, besteht darin, welche Finanzprodukte sich über Broker prinzipiell handeln lassen. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, lassen sich die Anbieter zunächst in verschiedene Kategorien unterteilen, je nachdem, welche Finanzprodukte zum Handel angeboten werden. So können Sie beispielsweise über Forex-Broker mit fremden Währungen (Devisen) handeln, während Ihnen CFD-Broker den Handel mit Differenzkontrakten zur Verfügung stellen. Der Vorteil besteht an dieser Stelle übrigens auch darin, dass klassische Banken sowohl den Devisenhandel als auch das CFD-Trading meistens gar nicht im Angebot haben.

Bei den Wertpapierbrokern, die häufig auch als Aktienbroker bezeichnet werden, können Sie meistens insbesondere die folgenden Wertpapiere handeln:

  • Aktien
  • Anleihen
  • ETF-Fonds
  • Investmentfonds (außerbörslich)
  • Derivate wie Optionen oder Futures

Die Auswahl ist bei den Brokern also grundsätzlich nicht geringer als bei Banken, zumindest dann nicht, wenn der Handel über die Börse stattfindet. Trotzdem kommt es ein wenig darauf an, zu wie vielen Börsenplätzen der Broker einen Zugang hat. An dieser Stelle sollten Sie wieder vergleichen, falls es Ihnen beispielsweise wichtig ist, auch einen etwas exotischeren Börsenplätzen im Ausland bestimmte Aktien zu handeln, die es vielleicht in Deutschland nicht gibt. Bei nahezu allen Brokern können Sie jedoch insbesondere im Wertpapierbereich meistens zwischen mehreren Tausend Einzeltiteln wählen.

Fazit: Online-Broker beliebt und günstig

Dass Internetbroker mittlerweile einen immer größer werdenden Anteil am gesamten Handel mit Wertpapieren und anderen Finanzprodukten haben, kommt nicht von ungefähr. Die Anbieter gelten als preiswert, bieten umfangreiche Services und erlauben es Anlegern und Tradern, zeitunabhängig und von jedem Ort aus Aufträge zu erteilen. Insbesondere die bequeme Handhabung von Zuhause aus über das Internet sorgt dafür, dass der Zuspruch für diese Gruppe von Finanzdienstleistern in den letzten Jahren deutlich gewachsen ist und voraussichtlich zukünftig weiter wachsen wird.

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