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Deindustrialisierung? Deutsche sorgen sich um Wirtschaftsstandort

Repräsentative Umfrage des „Netzwerk Zukunft der Industrie e. V.“ / Große Unterschiede zwischen Ost und West

Industrieanlage mit vielen Rohleitungen (Foto: freepik, manine99) - Deindustrialisierung? Deutsche sorgen sich um Wirtschaftsstandort

Berlin – Trotz Gas- und Strompreisbremse: Die hohen Energie- und Stromkosten belasten die Unternehmen in Deutschland. Zwei Drittel der Bürger machen sich daher „große“ oder „sehr große“ Sorgen um den Industriestandort. Das hat eine Umfrage des „Netzwerk Zukunft der Industrie e. V.“ ergeben. Hinter dem Verein steht ein Bündnis aus Gewerkschaften, Arbeitgebern und dem Bundeswirtschaftsministerium.

„Die eindeutige und große Mehrheit der Befragten ist sich der kritischen Lage der Industrie bewusst“, kommentierte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Lemb, der auch Vorstandsmitglied der IG Metall ist. Annährend 90 Prozent der Umfrageteilnehmer seien zum Energiesparen bereit, wenn es dazu diene, den Energiebedarf der Industrie und damit Arbeitsplätze zu sichern, so Lemb weiter.

Energiepreise sind nicht einzige Gefahr

Die hohen Energiepreise sind die größte Gefahr für den Standort – so die meisten Befragten. Risiken für die Wirtschaft sehen die Menschen in Deutschland aber auch im Mangel an Fachkräften, in der Ausweitung des russischen Kriegs in der Ukraine und in der Inflation.

Kantar Public hat die Studie für den „Netzwerk Zukunft der Industrie e. V.“ in 3 Wellen zwischen dem 11. Oktober und dem 23. November 2022 durchgeführt. Die Meinungsforscher haben dafür 1.014 Wahlberechtigte befragt, die durch eine repräsentative Zufallsstichprobe ausgewählt wurden.

Auffällige Unterschiede zwischen Ost und West

Auffällig ist das Ost-West-Gefälle: Mehr als Dreiviertel der Ostdeutschen (78 Prozent) sehen Gefahren für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Bei den westdeutschen Bürgern sind es mit 64 Prozent deutlich weniger.

Die Sorgen nehmen mit dem Alter zu. Bei den Befragten ab 65 Jahren sind 75 Prozent sehr besorgt – optimistischer äußern sich die 18- bis 39-Jährigen mit 58 Prozent.

Besonders besorgt ist die Anhängerschaft der AfD (88 Prozent) – Menschen, die den Grünen zuneigen, hingegen verhältnismäßig wenig (54 Prozent, beides Zahlen der 3. Umfragewelle). Auffällig: Die Sorgen der Unionsanhänger haben zwischen der 2. und der 3. Umfragewelle um 16 Punkte abgenommen.

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