Industrie

Lieferketten-Umfrage: so bekämpft die Industrie Materialengpässe

„Erstaunliche Anpassungsfähigkeit“ in Sachen Lieferketten beweisen laut aktueller DIHK-Studie die deutschen Unternehmen

Luftbild eines großen Containerhafens (Foto: freepik, shutterdin) - Lieferketten-Umfrage: so bekämpft die Industrie Materialengpässe

Berlin – Corona und Ukrainekrieg haben die Warenströme durcheinandergewirbelt – aber die Unternehmen arbeiten offenbar mit Hochdruck daran, ihre globalen Lieferketten wieder in den Griff zu bekommen. Die aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und der Auslandshandelskammern zeigt, welche konkreten Schritte die deutsche Wirtschaft in Angriff nimmt.

„Von Schockstarre der Wirtschaft keine Spur!“ kommentiert DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die neuen Zahlen. Die deutsche Wirtschaft beweise erstaunliche Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit angesichts der enormen geopolitischen Risiken.

Konkrete Maßnahmen gegen Lieferengpässe

Aus mehr als 3.100 Unternehmen und Niederlassungen weltweit haben die DIHK-Experten Informationen erhalten. Befragt haben sie deutsche Betriebe und Tochterfirmen sowie Unternehmen mit engem Bezug zu Deutschland über das Netzwerk der deutschen Auslandhandelskammern.

Ganz wichtig etwa: neue Lieferanten finden. Für benötigte Rohstoffe, Vorprodukte oder Waren haben schon 35 Prozent der befragten Betriebe zusätzliche Lieferquellen organisiert. Auf der Suche nach neuen Lieferanten sind weitere 30 Prozent.

Risiko von Ausfällen minimieren

Je näher desto besser – das ist offensichtlich ein Motto der Firmen bei der Lieferantensuche. Die geografische Nähe zum Produktionsstandort spiele laut DIHK eine wichtige Rolle. Mögliches Ziel der Betriebe sei, durch kurze Wege Probleme beim Transport zu vermeiden und Kosten klein zu halten.

Warum überprüfen Firmen die Lieferketten? „Kosten zu optimieren“ nennen 64 Prozent der Befragten am häufigsten. Dahinter folgt „Risiko von Ausfällen minimieren“ mit 62 Prozent. Für 33 Prozent ist der „einfachere Zugang zu Rohstoffen beziehungsweise Vorleistungen“ wichtig.

Produktion wandert aus China ab

Erkennbar folgen Unternehmen der „China+1“-Strategie. Sie achten laut DIHK darauf, mindestens eine Bezugsquelle außerhalb Chinas neben chinesischen Lieferanten ins Netzwerk zu integrieren. In China suche nur jeder zweite Betrieb nach lokalen Lieferanten, im Raum Asien-Pazifik 61 Prozent.

Auch der Umzug von Standorten ist ein Thema: Seine Herstellung oder Teile davon hat bereits jeder zehnte Betrieb verlegt oder anderswo neu aufgebaut, 16 Prozent planen dies. Unternehmen in China liegen über dem Schnitt. Bereits 13 Prozent sind umgezogen, 28 Prozent in Planung dazu. War bisher der Standort in China, wird überdurchschnittlich oft (70 Prozent) in anderen Weltgegenden gesucht.

Lieferketten-Probleme bleiben Risiko

Lieferketten prüfen, Standort verlagern – eine weitere Maßnahme zur Stabilisierung der Geschäfte sind Preiserhöhungen. Schon 41 Prozent der Befragten haben hohe Kosten an ihre Kunden weitergegeben. 34 Prozent planen laut DIHK-Umfrage noch, die Preise nach oben zu setzen.

Resultat: Die Probleme in den Lieferketten haben sich verbessert. Aber es existieren immer noch große Schwierigkeiten. 42 Prozent der befragten Betriebe teilen mit, dass die Störung von Lieferketten ein Top-Geschäftsrisiko in den kommenden Monaten ist.

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