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China: Aquakulturen forcieren CO2-Ausstoß

Produktion des Fischfutters ist laut Studie hauptverantwortlich für die hohen Werte

Wuhan (pte012/06.07.2022/10:30) – Die weltweite Expansion der Aquakulturen wird laut einer Studie des Institute of Hydrobiology der Chinese Academy of Sciences http://english.ihb.cas.cn von einem entsprechenden Anstieg der Emissionen von Treibhausgas begleitet. Diese tragen maßgeblich zur globalen Erwärmung und dem Klimawandel bei. China ist Weltspitze in der Bewirtschaftung von Aquakulturen. Die in „Water Biology and Security“ veröffentlichten Ergebnisse weisen die Produktion des Fischfutters als einen der größten Faktoren für Emissionen dieser Industrie aus.

CO2-Fußabdrücke für Prozesse

Laut dem leitenden Wissenschaftler Jun Xu haben die Forscher die Treibhausgas-Emissionen bei vier entscheidenden Arbeitsschritten der Aquakulturen gemessen. Berücksichtigt wurde der Energieverbrauch, wie etwa die Energie für das Pumpen von Wasser, die Beleuchtung der Aquakulturbetriebe und für den Treibstoffes der Fahrzeuge. Außerdem wurden die Werte des Stickstoffoxids untersucht, das durch Exkremente der Tiere entsteht und für die Produktion von synthetischem Dünger zur Steigerung der Produktivität eingesetzt wird. Der vierte Bereich umfasste die Herstellung des Futters aus Rohmaterialien wie Sojabohnenmehl, Weizen und Fischmehl sowie Emissionen durch Produktion, Verarbeitung und Transport. In einem nächsten Schritt wurde der CO2-Fußabdruck für jeden dieser Prozesse in den vergangenen zehn Jahren ermittelt. Die Ergebnisse wurden nach den Regionen und neun Hauptfischarten aufgeschlüsselt.

Laut Xu hat die Produktion des Fischfutters am meisten zu den Emissionen von Treibhausgas beigetragen. Räumliche Analysen ergaben, dass Guangdong, Hubei, Jiangsu und Shandong die höchsten Emissionen von allen 31 untersuchten Provinzen hatten. Auf sie entfielen rund 46 Prozent der Emissionen. Die Forscher wiesen mit > 0.6 auch eine signifikante positive Korrelation zwischen dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) und den Emissionen nach. „Die Aquakultur und die Marikultur haben sich in China sehr rasch entwickelt. Eine erhöhte Produktion geht häufig auch mit einem höheren regionalen BIP einher. Eine rasante wirtschaftliche und soziale Entwicklung führt zu einer erhöhten Nachfrage bei diesen Produkten. Das wiederum führt in Provinzen mit einem höheren regionalen BIP zu einem verstärkten Wachstum dieser Industrien.“

Muscheln brauchen kein Futter

Die Forscher wiesen auch nach, dass die chinesische Aquakultur mit 2,7 über einen geringeren Wert der Emissionsintensität verfügte als weltweit. Letzterer liegt der United Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen zufolge bei 3,3. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies auf den in China höheren Prozentsatz der Muschelproduktion zurückzuführen ist. Die zweischaligen Tiere beziehen ihre Nährstoffe normalerweise direkt aus dem Wasser und machen so industriell hergestelltes Futter überflüssig. Laut Xu sind in China Studien in diesem Bereich selten. Die Resultate lieferten erstmals eine wissenschaftliche Basis für die Verringerung der Emissionen von Treibgas in einem breiteren Kontext. Xu geht davon aus, dass diese Studie nicht nur in China von Bedeutung sein wird, sondern auch in Ländern wie Indonesien und Bangladesch, die vor ähnlichen Problemen stünden.

 

Quelle: www.pressetext.com


Bildnachweise: Aquakultur: Direkte Folgen für die Umwelt (Foto: pixabay.com, Tapani Hellman) (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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