Nokia hatte Vertu 1998 gegründet, um in den lukrativen Markt für Luxushandys einzusteigen. Die handgefertigten Geräte können Preise von mehr als 200.000 Pfund (234000 Euro) erreichen. In der Regel werden sie aus Edelmetallen und Saphiren gefertigt. Über eine spezielle Taste erreichen die Nutzer eines Vertu-Handys ein ganzes Team von Lifestyle-Managern und persönlichen Betreuern, dass ihnen in allen Lebenslagen beisteht.
Vertu-Handys sind zu einem Statussymbol geworden. Für technische Innovationen ist die Marke allerdings nicht bekannt. Vertu verkauft seine Geräte in mehr als 60 Ländern, unter anderem in markeneigenen Läden. Am beliebtesten sind die Telefone bei zahlungskräftiger Kundschaft in Russland, Asien und im Nahen Osten.
Insider sagten nun, Nokia habe die US-Investmentbank
Goldman Sachs mit dem Verkauf beauftragt. Der Prozess stehe zwar noch ganz am Anfang. Allerdings hätten bereits Finanzinvestoren Interesse an Vertu bekundet, sagte eine mit dem Unternehmen vertraute Person.
Investoren sind interessiert
Luxusgüterhersteller dürften ebenfalls über einen Kauf nachdenken, denn Vertu verfügt über einen attraktiven Kundenstamm in Schwellenmärkten und bietet gutes Potenzial für Querverkäufe. Weder Sprecher von Nokia noch von Goldman Sachs wollten zu entsprechenden Spekulationen Stellung nehmen.