Das Logo von McAfee am Hauptquartier im kalifornischen Santa Clara
Der studierte Mathematiker aus Kalifornien hat mit seinem einstigen Geschäft - dem Jagen von Computerviren - nichts mehr zu tun. Dass der US-Chiphersteller Intel am Donnerstag den Kauf von McAfee bekannt gegeben hat und der Aktienkurs innerhalb weniger Stunden um mehr als 50 Prozent zulegte, dürfte keine große Rolle mehr spielen für den 64-Jährigen. Seine letzten Anteile an der Firma hat er 1996 verkauft, zwei Jahre nach dem Börsengang des Unternehmens. Mit dem Geld, das McAfee aus dem Deal mitnahm, ging er auf große Einkaufstour - außerhalb der virtuellen Welt.
"Ich gebe zu, dass ich wenig mit dem Spielzeug anfangen konnte, das ich mir gekauft habe", sagt der Programmierer. Kein Wunder! McAfee ließ bei seiner Shoppingtour eine Vorliebe für Häuser in besonders abgelegenen Gebieten erkennen. 25 Mio. Dollar legte er etwa für ein 60 Hektar großes Anwesen in Colorado hin, das er jedoch 2007 im Sog der Immobilienkrise für 5,7 Mio. Dollar wieder abstoßen musste. Ähnlich erging es McAfee mit einer gigantischen Farm in New Mexico, auf der er seine Leidenschaft für Leichtflugzeuge und alte Autos auslebte. Für 11,5 Mio. Dollar hatte er den Bauernhof gekauft und ausgebaut - 1,6 Mio. Dollar brachte er ihm im vergangenen Jahr bei der Versteigerung noch ein.