Die Rahmenbedingungen waren schlecht, dennoch liefert der US-Halbleiterhersteller beeindruckende Zahlen ab. 2012 soll es weiter aufwärts gehen - dank Ultrabooks, Smartphones und Tablet-Computer.
Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im abgelaufenen vierten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse legten im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent zu auf 13,9 Milliarden Dollar, was leicht über den Erwartungen lag. Der Nettogewinn stieg auf Gaap-Basis um sechs Prozent auf 3,4 Mrd. Dollar, teilte der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit.
Für das laufende Quartal gab Intel eine Umsatzprognose im Rahmen der Markterwartungen aus. Demnach rechnet der Konzern mit Erlösen von 12,8 Mrd. Dollar, plus oder minus 500 Mio. Dollar. Im Dezember hatte Intel seine Umsatzprognose für das vierte Quartal wegen Lieferengpässen bei Festplatten gesenkt. Wegen der schweren Überschwemmungen in Thailand hatten viele Fabriken die Produktion einstellen müssen.
Die Intel-Aktie legte um ein Prozent nach Vorlage der Geschäftszahlen zu.
Der Konzern versucht seit langem, mit seinen Prozessoren den boomenden Smartphonemarkt zu erobern. Das neue Geschäftsfeld ist umso wichtiger, als der PC-Absatz nur noch in den Schwellenländern nennenswert wächst. Bisher galten die Chips der Amerikaner als zu stromhungrig für Handys.
Dominiert wird die Branche von Konzernen wie Qualcomm, Texas Instruments oder Nvidia, die die Chiparchitektur des Konkurrenten ARM nutzen. Sie machen keinen Hehl daraus, mit ihren zunehmend leistungsfähigen Prozessoren auch in den PC-Markt vordringen zu wollen.
Konzernchef Paul Otellini stellte auf der Elektronikmesse CES das erste Smartphone mit einem Prozessor des Konzerns vor. Der chinesische PC-Hersteller Lenovo wird das Modell K800 mit Intels Medfield-Chip im Sommer in China auf den Markt bringen.
Intel verspricht für das Referenzgerät pro Akkuladung acht Stunden Gesprächszeit oder 14 Tage im Standby. Eine Blamage kann sich der Konzern nicht leisten - jegliche Probleme beim Stromverbrauch würden die Vorurteile der Branche bestätigen und die wichtige Suche nach neuen Partnern erschweren.
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