Megaupload hatte in der Vergangenheit immer wieder zurückgewiesen, dass das Angebot vor allem dem illegalen Austausch von geschützten Inhalten diene. Rechteinhaber hätten die Möglichkeit, Verstöße gegen das Urheberrecht zu melden und die fraglichen Dateien löschen zu lassen.
In einem Musikvideo von zweifelhafter Qualität lässt Schmitz Stars der US-Musikbranche für seinen Dienst werben. Dabei spannt er Kanye West, P. Diddy, Will.i.am, Snoop Dogg und Alicia Keys ein. Die sagen in dem Video nicht viel mehr, als dass sie Megaupload mögen - ähnlich wie sie Radiosender bewerben würden. Schmitz sampelt die kurzen Clips zum "Megaupload Mega Song" und tritt darin selbst kurz auf.
Die Universal Music Group ließ das Stück auf Youtube sperren und sorgte damit für Aufsehen: Schmitz ging gegen die Sperrung vor und gewann, der Clip war auf der Videoplattform wieder abrufbar und viele Medien stürzten sich auf die Posse.
Immer wieder gelang es Schmitz sich mit zweifelhaften Aktionen in Szene zu setzen. Seinen letzten großen Auftritt in Deutschland hatte er in der Krisenzeit des Neuen Marktes, als er 2001 ankündigte, den kriselnden Internethändler Letsbuyit.com mit einem Millionenbetrag unterstützen zu wollen. Wie so oft in seinem Leben blieb es bei der Ankündigung. Die hatte allerdings den Kurs des Unternehmens in die Höhe getrieben und Schmitz konnte seine Anteile gewinnbringend verkaufen. Letsbuyit.com musste Insolvenz anmelden.