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Merken   Drucken   10.12.2012, 15:58 Schriftgröße: AAA

Leserbriefe zum Aus der FTD: "Tränen in den Augen, Schmerz im Herzen"

Seit Wochen teilen Leser der FTD-Redaktion ihr Bedauern über das Ende der FTD mit. Wir freuen uns sehr über die große Anteilnahme, das Lob und die guten Wünsche unserer Stammleser. Eine weitere Auswahl der Kondolenz.
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Seit Wochen teilen Leser der FTD-Redaktion ihr Bedauern über das Ende der FTD mit. Wir freuen uns sehr über die große Anteilnahme, das Lob und die guten Wünsche unserer Stammleser. Eine weitere Auswahl der Kondolenz.
FTD-Fan: ARD-Börsenexpertin Anja Kohl   FTD-Fan: ARD-Börsenexpertin Anja Kohl

Es ist ein herber Verlust!

heute ist ein tieftrauriger Tag. Ich empfinde es genauso. Ich kann mich noch gut an die erste FTD-Ausgabe erinnern. Ich moderierte schon für die ARD, damals im Morgenmagazin. Zwischen meinem Umstieg von der Regionalbahn zum ICE hatte ich 5 Minuten, jeden morgen rannte ich zum Zeitschriftenkiosk um Ihre Zeitung zu kaufen. All die Jahre habe ich fast täglich Ihr Blatt gelesen, immer wieder auch gekauft, zuletzt aber, ja,...las auch ich immer öfter im Internet. Ich bin also auch schuld. Dafür möchte ICH mich bei IHNEN allen entschuldigen !

Es ist ein herber Verlust!...Ich danke Ihnen und Ihrem Team, dass Sie all die Jahre die Fahne des kritischen Journalismus hochgehalten haben. Davon durfte auch ich profitieren. Die Beiträge in Ihrem Blatt waren kritisch, klug und kreativ.

Die Handschrift(en) waren unverkennbar. Ich werde sie sehr vermissen.

Anja Kohl

PS: Ich werde heute abend in der Sendung lachsrosa tragen. Es hilft auch nicht mehr. Aber ich fühle mich verbunden.


Goodbye

Sehr geehrter Herr Klusmann,

spätestens beim Lesen Ihrer Abschieds-Mail standen mir die Tränen in den Augen. Wie kann es sein, dass ich so emotional das Sterben einer Wirtschaftszeitung betrauere? Vielleicht, weil ich Sie in einer Podiumsdiskussion einmal live gesehen habe und erlebt habe wie Sie brennen? Ich war immer ein Fan der FTD und habe einige ihrer Beiträge gelesen wie ein gutes Buch. Die Schreibe vieler Ihrer Redakteure war für mich Vorbild.

Ihrer Printausgabe habe ich den Rücken gekehrt, als der Sport hinzu kam

- und habe online weiter gelesen. Damit war ich dann wohl einer Ihrer Totengräber. Entschuldigung.

Ganz traurig macht mich das Scheitern Ihres Ihres Projekts 20/40. Alles, aber auch wirklich alles, was Sie dort geplant haben, ist mir aus der Seele gelesen. Bei der Printversion wäre ich wieder dabei gewesen. Es ist zum Heulen!

Jetzt bleibt mir nur noch die Hoffnung auf die Durchsetzungsstärke der FTD-DNA. Aber wo gehen sie alle hin, die kreativen Geister und begnadeten Schreiber? Wird es eines Tages wieder EINEN Ort geben, an dem sie sich alle versammeln? Habe ich Hoffnung auf geballtes Lesevergnügen

- eines Tages?

Ihnen und allen, die mit der DNA der FTD ausgestattet sind, wünsche ich, dass Sie einen Ort finden, an dem Sie Ihre Überzeugungen leben können.

Christiane Grabow


Sieben Mal Danke!

danke! für den ausgezeichneten Wirtschaftsjournalismus,

danke! für die Informationen, die zuerst von Euch kamen und von anderen verwendet wurden,

danke! das ich manchmal lachen musste ob der feinen und gewitzten Ironie,

danke! für den Biss,

danke! für die ungeschönte Wahrheit

danke! für die unpolitische Darstellung und Einstellung,

danke! für den Mut hierzu.

Ich weiß nicht, was ich in Zukunft lassen kann, um so wie von Euch informiert zu werden. Es gibt nichts Vergleichbares! Ich habe die FTD geliebt und mich jeden Tag auf sie gefreut.

Schade, dass es mehr Masse als Klasse in diesem Land; mehr BILD-Leser als FTD-Leser, gibt.

Ich werde Euch vermissen!!!!!!!

Kerstin Beitlich


Man sieht sich

Ich habe soeben als treuer Leser die 'tiefschwarze Ausgabe' gekauft.

Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute. Man(n) sieht sich.

Maik Neubauer


Kollektiv-Kotau unangebracht

heute ist in der Tat ein schwarzer Tag - ich gehöre uneingeschränkt zu der Fangemeinde, die auch in der heutigen, letzten Ausgabe erwähnt war (die ich selbstverständlich von der ersten bis zur letzten Seite gelesen habe).

Ihr "Kollektiver Kotau" ist m.E. unangebracht - bis auf den Umstand, dass es der FTD leider nicht gelungen ist, in die schwarzen Zahlen zu navigieren.

Ich werde Sie vermissen - daran ändert auch die "Infiltration" der Medienlandschaft wie in der "Urknallgrafik" gezeigt, nichts.

Henning Stams, Frankfurt


So sad if it is true

It is with great sadness that I hear Bertelsman is going to definitely close Financial Times Deutschland newspaper. Disclosure: I am totally biased, having been a member of the Anglo-German team from G&J and the FT that created it from scratch. It was a very exciting time for all of us. We wanted to bring business news, comment and analysis with more international background and perspective, with more emphasis on new technologies and the digital world, and a more incisive editorial style.

And I want to warmly thank the successive editors, Andrew, Christoph, and Steffen for their dedication and great leadership, despite always difficult trading conditions. They did deliver on our promise, and they have forced their competitors to improve and change very significantly. I also want to thank Bernd, Michael, Achim and many others for their efforts to deliver the best possible performance.

We had to face two huge challenges.

One, we launched in the high-tech-led euphoria of 1999- 2000, one month before the bubble burst and the advertising market started a three-year fall. The business plan based on the very good years of 1998, 1999, quickly appeared to be much too optimistic.

Second, we learned the hard way a rule that seems to prevail in most markets: in no country have two business newspapers been able to both find a sustainable business model. Even the USA only hosts one the WSJ.

I also want to thank those at G&J and Bertelsman that have tried so hard to make it happen for 12 years. It took courage and determination.

Olivier Fleurot


Die anderen Wurstblätter sollen sich nicht so sicher fühlen

Folgendes schreibt die als "Kampfgruppe Schwerte" zu Ruhm gelangte Familie Weinhold:

Wer sooooooo geht.....darf immer gerne wiederkommen !

Fast möchte ich orakeln und eine Wette auf Eure "wie auch immer Wiedergeburt" anbieten ( Ihr Wetteinsatz müßte natürlich ein kostenloses Abo für mich sein ;-))))....

aber das lass ich jetzt mal...die Narben sind bestimmt noch sehr frisch bei Ihnen.

Noch 1-2 kurze Worte bitte...

... an die Chefredaktion......Mist! ...20/40 wäre mein Ding gewesen....:-(

... an Gruner & Jahr. Danke, dass es überhaupt möglich war eine FTD zu lesen...;-(

... an Alle ( frei nach H.Hesse )......" Heiter mögt Ihr Blatt um Blatt durchschreiten auf dass Ihr Stuf um Stufe steiget...."

Machs Gut FTD & Merci !

Familie Weinhold (die "Kampfgruppe Schwert"e lässt Ihre Aktivitäten dann vorerst ruhen...Vorerst ! Die anderen Wurstblätter sollen sich nicht so sicher fühlen. Wir werden genau hinschauen ;-)


Schämen Sie sich!

soeben habe ich die letzte Ausgabe der FTD heruntergeladen; ich hatte sie seit der ersten Ausgabe im Abo!

Schämen Sie sich!

Die mit Abstand beste Zeitung Deutschlands einzustellen, ohne einen einzigen Versuch der Rettung.

Ich hätte mehr bezahlt oder "nur" Online-Ausgabe oder Genossenschaftsmodell, was auch immer....

Sie haben es nicht einmal versucht!

Julian Kellermann

  • FTD.de, 10.12.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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