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Merken   Drucken   16.05.2012, 11:46 Schriftgröße: AAA

Rückzug von General Motors: Facebook verliert großen Werbekunden

Kurz vor dem Börsengang werden die Zweifel am Geschäftsmodell von Facebook lauter: General Motors, weltgrößter Autobauer stoppt seine Werbung auf dem sozialen Netzwerk, weil er sie für ineffizient hält - auch ein Signal für Investoren.
© Bild: 2012 DPA-Bildfunk/ Jeff Kowalsky
Kurz vor dem Börsengang werden die Zweifel am Geschäftsmodell von Facebook lauter: General Motors, weltgrößter Autobauer stoppt seine Werbung auf dem sozialen Netzwerk, weil er sie für ineffizient hält - auch ein Signal für Investoren.

Die Nachricht kommt für Facebook zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Der Opel-Mutterkonzern General Motors will keine Werbung mehr bei dem Online-Netzwerk schalten, berichten die Financial Times und das "Wall Street Journal". Die Marketing-Verantwortlichen des Autobauers seien zu dem Schluss gekommen, dass die Anzeigen zu ineffizient seien, schreiben die Zeitungen.

Der Facebook-Börsengang wird…

 

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Werbung ist die Haupteinnahmequelle von Facebook und General Motors ist einer der größten Werbetreibenden in den Vereinigten Staaten. Insofern dürfte ein solcher Schritt Signalwirkung für Anleger haben.

Befeuert wird der Zweifel am Facebook-Geschäftsmodell von aktuellen aktuellen Zahlen von Wordstream", einem US-Unternehmen für Suchmaschinenmarketing. Den Erhebungen des Unternehmens zufolge ist Facebook ein viel weniger effektives Marketinginstrument als Google.

Das belegt Wordstream unter anderem mit der für die Werbekunden wichtigen Durchklickrate. Sie gibt an, wie viele Nutzer auf eine Anzeige klicken und zum Werbekunden geschleust werden. Die Rate liegt im Internet generell bei niedrigen 0,1 Prozent. Bei Facebook ist sie mit 0,051 sogar noch mickriger. Google dagegen wartet mit 0,4 Prozent auf. Auch bei der Reichweite kann Facebook nicht mithalten: Während das soziale Netzwerk 51 Prozent aller Internetnutzer erreicht, sind es bei Google satte 90 Prozent.

Dessen ungeachtet wird der Facebook-Börsengang laut US-Medienberichten immer größer. Das Online-Netzwerk wolle nun ein Viertel mehr Aktien als ursprünglich geplant auf den Markt bringen, berichten die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und der Sender CNBC. Mit den genannten rund 420 Millionen Aktien könnten die Einnahmen des Börsengangs 16 Mrd. Dollar erreichen.

Weitere 2 Mrd. Dollar würde die sogenannte Mehrzuteilungsoption bringen, bei der die teilnehmenden Banken zusätzliche Aktien an Investoren verkaufen können. Damit würde Facebook an die beiden größten Börsengänge der US-Geschichte anschließen: Visa hatte 2008 inklusive Mehrzuteilung 19,7 Mrd. Dollar eingenommen und der erneuerte Autokonzern General Motors 18,1 Mrd. Dollar im Jahr 2010.

Die US-Börsenaufsicht SEC solle am Mittwochmorgen über die Pläne informiert werden, hieß es bei CBNC. Facebook hatte erst am Dienstag die Preisspanne für die Aktienplatzierung auf 34 bis 38 Dollar je Aktie hochgeschraubt. Damit würde der Gesamtwert von Facebook zum Börsenstart alles in allem bei mehr als 100 Mrd. Dollar liegen. Zuvor waren 28 bis 35 Dollar angepeilt.

  • FTD.de, 16.05.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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