Für die einen ist es ein neues soziales Netzwerk, für andere ein intelligent integriertes Organisationstool. Einladungen für Wunderkit sind derzeit eine heiß gehandelte Ware auf Twitter. Ein Test.
von Björn MaatzHamburg
Es war einmal ein Berliner Start-up namens 6Wunderkinder, das ein mobiles Aufgabenverwaltungstool namens Wunderlist schuf. Weil den Usern das so gut gefiel und die Macher sich den Boom sozialer Netzwerke zunutze machen wollten, setzten sie noch eins drauf - und kreierten auch mit millionenschwerer Unterstützung des Skype-Mitgründers Niklas Zennström Wunderkit. Noch findet sich das Projekt in einer geschlossenen Betaphase, für das ähnlich wie 2011 bei Google+ derzeit begehrte Einladungen durchs Netz schwirren.
Skype-Mitgründer Niklas Zennström hat gut 4 Mio. Dollar in Wunderkit investiert
Wunderkit ist ein übersichtlich aufgebautes browserbasiertes Werkzeug zum Organisationsmanagement. Es lassen sich neue Aufgaben erstellen, die Workspace genannt werden. Für jedes neue Projekt kann der Nutzer bestimmen, ob es öffentlich einsehbar ist oder nicht und definieren, welche Personen daran mitarbeiten sollen. Kontakte werden leicht per Anmeldung über Facebook und Twitter in Wunderkit integriert.
Zu jedem Projekt wiederum lassen sich Aufgaben erstellen, die priorisiert und mit einem Datum versehen werden können. Freigeschaltete Projektmitglieder können diese auch kommentieren oder mit einem Herzchen versehen, also "liken". Es lassen sich ebenfalls Notizen zu jeder neuen Aufgabe erstellen. Auf einer Übersichtsseite - dem Dashboard - werden die Arbeitsschritte chronologisch protokolliert.
Ähnlich wie bei Twitter können Nutzer von Wunderkit anderen folgen, die vielleicht an vergleichbaren Projekten arbeiten, oder sich folgen lassen. Neue wie auch empfohlene Mitglieder werden prominent auf der Startseite vorgestellt.
6Wunderkinder haben sich bei der Benutzerführung manches von Apple abgeschaut: Einige Schaltflächen erinnern stark an das iPhone, zudem liegt der Fokus auf Simplizität. Dafür sprechen etwa das puristische Design mit Holzoptik sowie die große Auswahl an Tastatur-Shortcuts. Schaltflächen am linken unteren Bildschirmrand weisen darauf hin, welche Aufgabe als nächstes ansteht und was zuletzt passiert ist beziehungsweise sie ermöglichen das schnelle Hinzufügen eines neuen Projekts, einer Aufgabe oder einer Notiz.
Die Betaphase ist Wunderkit anzumerken: So ist etwa der Kalender fehlerhaft, und neu erstellte Aufgaben werden zum Teil erst nach Stunden ins System eingestellt. Das Geschäftsmodell der 6Wunderkinder beruht auf einem Freemium-Modell: Neuanmelder erhalten unbegrenzten Zugriff, der nach 90 Tagen verfällt. Wer weiter den Pro-Status nutzen möchte, muss zahlen und kann auch dann noch an Projekten anderer Nutzer mitwirken. Der Preis steht noch nicht fest.
Als Organisationstool zeigt Wunderkit viel Potenzial. Sein Erfolg wird sich daran messen lassen, wie viele Nutzer grundsätzlich dazu bereit sind, das Abarbeiten von Projekten einer Internetplattform anzuvertrauen.
...wieviele "Profis" ihre Geschäftsgeheimnisse der Allgemeinheit preisgeben wollen! Die Social-Media-Komponenten könnten (dürften!) der Tod dieses Tools sein, wenn diese nicht abschaltbar sein sollten!
Newsletter:
Eilmeldungen IT + Medien
Ein Fehler ist aufgetreten!
Geheimer Smartphone-Prototyp entdeckt? Wir flüstern es Ihnen sofort weiter.
Bitte überprüfen Sie Ihre E-Mail-Addresse und versuchen es erneut.
Aus Sicherheitsgründen möchten wir Ihre E-Mail-Adresse bestätigen.
Klicken Sie bitte dazu den Aktivierungs-Link, den wir Ihnen
gerade per E-Mail an zugesendet haben.
Welches sind die Top-Internetmarken, auf die wir nicht mehr verzichten wollen? Entdecken Sie alle wichtigen News, Hintergrundinformationen, Bilder und Infografiken zu den Top-Internetmarken von Amazon bis Twitter.mehr
Wann gilt ein bundesweites Tanzverbot? Existiert ein offizieller Vatertag? In Deutschland gibt es viele gesetzliche und kirchliche Feiertage: Was wissen Sie darüber?
An welchem Feiertag gilt ein gesetzliches Tanzverbot in Deutschland?
Orderbird erweitert seine Kassen-App. Die neue Version verbindet alle Geräte eines Restaurants und fasst ihre Umsätze in einem einzigen Tagesbericht zusammen. Zur Belohnung fliegen die Gründer mit allen Mitarbeitern nach Portugal. mehr
Die Reiseplattform Wimdu gilt als erfolgreichster Klon des Marktführers Airbnb. Im Interview erklärt Mitgründer Arne Bleckwenn, warum er die US-Website nicht als Hauptrivalen sieht - und wie sich das Start-up von Deutschlands bekanntesten Internetinvestoren emanzipiert. mehr
Apple beglückt auch die Mitarbeiter, wenn den Aktionären Dividenden ausgeschüttet werden. Vorstandschef Tim Cook verzichtet indes auf seine Ansprüche - und damit auf 75 Mio. Dollar. mehr
Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions
AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!