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Merken   Drucken   27.01.2012, 07:00 Schriftgröße: AAA

Social-Media-Tool: Wunderkit - neues Aufgabentool mit Facebook-Anstrich

Für die einen ist es ein neues soziales Netzwerk, für andere ein intelligent integriertes Organisationstool. Einladungen für Wunderkit sind derzeit eine heiß gehandelte Ware auf Twitter. Ein Test.
© Bild: 2012 www.wunderkit.com
Für die einen ist es ein neues soziales Netzwerk, für andere ein intelligent integriertes Organisationstool. Einladungen für Wunderkit sind derzeit eine heiß gehandelte Ware auf Twitter. Ein Test. von Björn Maatz  Hamburg
Es war einmal ein Berliner Start-up namens 6Wunderkinder, das ein mobiles Aufgabenverwaltungstool namens Wunderlist schuf. Weil den Usern das so gut gefiel und die Macher sich den Boom sozialer Netzwerke zunutze machen wollten, setzten sie noch eins drauf - und kreierten auch mit millionenschwerer Unterstützung des Skype-Mitgründers Niklas Zennström Wunderkit. Noch findet sich das Projekt in einer geschlossenen Betaphase, für das ähnlich wie 2011 bei Google+ derzeit begehrte Einladungen durchs Netz schwirren.
Skype-Mitgründer Niklas Zennström hat gut 4 Mio. Dollar in ...   Skype-Mitgründer Niklas Zennström hat gut 4 Mio. Dollar in Wunderkit investiert
Wunderkit ist ein übersichtlich aufgebautes browserbasiertes Werkzeug zum Organisationsmanagement. Es lassen sich neue Aufgaben erstellen, die Workspace genannt werden. Für jedes neue Projekt kann der Nutzer bestimmen, ob es öffentlich einsehbar ist oder nicht und definieren, welche Personen daran mitarbeiten sollen. Kontakte werden leicht per Anmeldung über Facebook und Twitter in Wunderkit integriert.
Zu jedem Projekt wiederum lassen sich Aufgaben erstellen, die priorisiert und mit einem Datum versehen werden können. Freigeschaltete Projektmitglieder können diese auch kommentieren oder mit einem Herzchen versehen, also "liken". Es lassen sich ebenfalls Notizen zu jeder neuen Aufgabe erstellen. Auf einer Übersichtsseite - dem Dashboard - werden die Arbeitsschritte chronologisch protokolliert.
Ähnlich wie bei Twitter können Nutzer von Wunderkit anderen folgen, die vielleicht an vergleichbaren Projekten arbeiten, oder sich folgen lassen. Neue wie auch empfohlene Mitglieder werden prominent auf der Startseite vorgestellt.
6Wunderkinder haben sich bei der Benutzerführung manches von Apple abgeschaut: Einige Schaltflächen erinnern stark an das iPhone, zudem liegt der Fokus auf Simplizität. Dafür sprechen etwa das puristische Design mit Holzoptik sowie die große Auswahl an Tastatur-Shortcuts. Schaltflächen am linken unteren Bildschirmrand weisen darauf hin, welche Aufgabe als nächstes ansteht und was zuletzt passiert ist beziehungsweise sie ermöglichen das schnelle Hinzufügen eines neuen Projekts, einer Aufgabe oder einer Notiz.
Die Betaphase ist Wunderkit anzumerken: So ist etwa der Kalender fehlerhaft, und neu erstellte Aufgaben werden zum Teil erst nach Stunden ins System eingestellt. Das Geschäftsmodell der 6Wunderkinder beruht auf einem Freemium-Modell: Neuanmelder erhalten unbegrenzten Zugriff, der nach 90 Tagen verfällt. Wer weiter den Pro-Status nutzen möchte, muss zahlen und kann auch dann noch an Projekten anderer Nutzer mitwirken. Der Preis steht noch nicht fest.
Als Organisationstool zeigt Wunderkit viel Potenzial. Sein Erfolg wird sich daran messen lassen, wie viele Nutzer grundsätzlich dazu bereit sind, das Abarbeiten von Projekten einer Internetplattform anzuvertrauen.
  • FTD.de, 27.01.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 27.01.2012 15:11:16 Uhr   Tomas K: Die Frage wird eher sein...

    ...wieviele "Profis" ihre Geschäftsgeheimnisse der Allgemeinheit preisgeben wollen! Die Social-Media-Komponenten könnten (dürften!) der Tod dieses Tools sein, wenn diese nicht abschaltbar sein sollten!

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