Bislang ist das dominierende Geschäft die Vermarktung von Textanzeigen neben den Ergebnissen der Websuche. Um im Geschäft mit Bannerwerbung mitmischen zu können, hatte der Suchkonzern im Frühjahr 2007 Doubleclick für rund 3 Mrd. $ gekauft. Das US-Unternehmen ist dafür verantwortlich, dass Werbebanner passend und zeitgenau in die dafür vorgesehenen Werbeflächen auf den jeweiligen Websites eingespielt werden. Doubleclicks Technik bildet die Grundlage der neuen Auktionsplattform. Hoffnung des Webkonzerns ist es, dass auch konkurrierende Onlinevermarkter wie United Internet Media oder Sevenone Interactive die von ihnen betreuten Websites in die Auktion integrieren: Je mehr Websites über die Plattform erreichbar sind, desto attraktiver wird das Angebot für werbetreibende Unternehmen.
Google behält einen gewissen Prozentsatz von jeder Auktion ein. Wie hoch der Anteil genau ist, wollte das Unternehmen am Donnerstag nicht sagen. In Deutschland werden 2009 voraussichtlich 2 Mrd. Euro in klassische Onlinewerbung investiert. Auf die Suchwortvermarktung hingegen sollen etwa 1,6 Mrd. Euro entfallen.
Zum Start werden laut Google unter anderem die Seiten von Zeitungen sowie eigene Websites zur Verfügung stehen. Der Dienst stehe allen Werbetreibenden sowie Werbevermarktern offen, hieß es am Donnerstag. Ähnlich wie das Gegenstück bei suchwortbasierter Textwerbung, Google Ad Sense, dürfte die Auktion attraktiv für Betreiber von kleinen, wenig besuchten Websites sein. Aufgrund ihrer geringen Reichweite wurden diese Websites bislang von werbetreibende Unternehmen oft gemieden.
Sowohl Unternehmen als auch die Betreiber von Websites können auf der Plattform Einschränkungen machen. So lässt sich bestimmen, welche Produkte zu welchem Zeitpunkt auf der eigenen Site beworben werden dürfen.