Andockmanöver im All
Chinesen kommen dem Mond näher
Beim jüngsten Start wurden sechs Telekommunikationssatelliten für den US-Konzern Globalstar in den Weltraum befördert. Für alle Beteiligten, darunter den europäischen Raketenvermarkter Arianespace sowie Globalstar war der Flug eine große Erleichterung, weil die jüngste Pannenserie den zuverlässigen Ruf von Russlands Raketenindustrie in Zweifel zu ziehen schien.
Binnen 13 Monaten gab es sechs fehlgeschlagene Missionen, darunter zwei Sojus-Fehlstarts. Selbst die leistungsstärkste russische Proton-Rakete hatte vor einem Jahr einen Fehlstart, weil sie mit einer falschen Treibstoffmenge betankt wurde. Vor wenigen Tagen, am 26. Dezember, wurde eine Proton-Mission für den europäischen SES-Konzern kurz vor dem Start abgebrochen, weil es technische Probleme in der Raketen-Oberstufe gab. In 25 Tagen soll es einen neuen Versuch geben. Für viele Beobachter ist die Pannenserie ein Indiz für Qualitätsmängel und menschliches Versagen in Russlands Raumfahrtindustrie.
Lebensmittel für Astronauten auf der ISS
Über den nunmehr wieder erfolgreichen Sojus-Start dürften sich nicht nur die Verantwortlichen auf der Erde, sondern auch die sechs Besatzungsmitglieder in der internationalen Raumstation ISS freuen. Nur wenn die Sojus-Rakete funktioniert, können sie mit Lebensmittel, Wasser und Sauerstoff versorgt und von der Raumstation abgeholt werden.
So verunglückte am 24. August ein Sojus-Flug zur Internationalen Raumstation mit Versorgungsgütern in einer Progress-Kapsel. Ursache war ein Defekt in einem Gasgenerator in der dritten Stufe. Die Folge war eine mehrwöchige Unterbrechung aller Sojus-Flüge.