Gold

Gold2018-11-24T15:15:57+00:00

Gold als Geldanlage – interessante Fakten zum Edelmetall

Goldbarren sind für den Privatanleger oft ungeeignet. (Foto: Fotolia)

Zuletzt aktualisiert: 22.11.2018

Sachwertanlagen stehen derzeit hoch im Kurs, auch, weil klassische Geldanlagen aufgrund der Niedrigzinssituation oftmals keine nennenswerte Rendite mehr abwerfen. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Anleger für sogenannte Sachwertanlagen, zu denen insbesondere Immobilien und Edelmetalle wie Gold oder Silber gehören. Dennoch handelt es sich gerade beim Gold keineswegs um einen (vorübergehenden) Trend, denn im Grunde dient das Edelmetall schon seit Jahrhunderten mehr oder weniger indirekt auch als Geldanlage.

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Spannende Fakten über Gold

Die Experten sind sich nicht ganz einig, wann die Menschen zum ersten Mal Gold gefunden haben. Die meisten Fachleute gehen davon aus, dass das Edelmetall etwa 5.000 v. Chr. erstmals entdeckt wurde. Erste Beweise gibt es allerdings erst aus der Zeit von etwa 2.800 v. Chr., denn zu dieser Zeit nutzten die Sumerer bereits das Edelmetall in verschiedenen Funktionen. Eng in Verbindung mit dem Gold wird vor allem das alte Ägypten gebracht, denn dort war das Edelmetall nicht nur ein Symbol für Reichtum und Wohlstand, sondern hatte teilweise mystischen Charakter.

So wurden beispielsweise die legendären Pharaonenmasken oftmals aus purem Gold gefertigt. In der sogenannten Neuzeit hatte das Gold zumindest vorübergehend eher einen negativen Beigeschmack, denn es gab zahlreiche Kriege und Eroberungen, bei denen es lediglich darum ging, möglichst viel Gold zu sichern. In den folgenden Jahrhunderten gab es immer wieder Berichte über größere Goldfunde, die auch zum bekannten sogenannten Goldrausch führten, der insbesondere im 19. Jahrhundert stattfand.

Eine spannende Frage im Zusammenhang mit dem Gold, die nur wenige Menschen tatsächlich beantworten können bzw. um die Antwort wissen, besteht darin, wie viel Gold es auf der Erde eigentlich insgesamt gibt und wo man das Edelmetall vorwiegend findet. Dazu gibt es relativ gesicherte Angaben, die zum Beispiel beinhalten, dass der weltweite Anteil des Goldes an der Erdkruste bei vier ppb liegt. Dies bedeutet, dass je 1.000 Tonnen an Gesteinsmaterial lediglich vier Gramm davon Gold sind. Die Goldvorkommen sind dabei zu über 90 Prozent auf wenige Länder verteilt. So stammte beispielsweise im Jahre 2015 über 40 Prozent des weltweit geförderten Goldes aus China.

Zu den weiteren Staaten, in denen größere Goldvorkommen sind, zählen insbesondere:

  • Australien
  • Kanada
  • USA
  • Russland
  • Südafrika

Die globale jährliche Förderung des Edelmetalls beläuft sich aktuell auf etwa 2.900 Tonnen und ist im Vergleich der letzten zehn Jahre um etwa 10 bis 20 Prozent angestiegen. Dennoch sind die Goldreserven natürlich endlich, wobei sich Experten nicht sicher sind, ab welchem Jahr deutlich weniger Gold als derzeit gefördert werden wird.

Schon seit Jahrhunderten dient Gold unter anderem dazu, Reichtum und Wohlstand zu symbolisieren. Lange Zeit war das Edelmetall zudem gesetzliches Zahlungsmittel, und darüber hinaus gab es im Zuge des Goldstandards eine sogenannte Sicherungsfunktion, die hinter dem Zentralbankgeld vieler Staaten stand. In erster Linie sind es heute die folgenden drei Funktionen, die mit dem Edelmetall Gold verbunden sind:

  • Kapitalanlage (Werterhaltungsfunktion)
  • Schmuck
  • Dekoration

Insbesondere beim Goldschmuck gibt es durchaus eine Kombination aus Geldanlage und der Nutzung des Schmucks, den man am Körper trägt. So stellen beispielsweise Colliers, Ringe oder Ketten aus Gold einerseits ein Schmuckstück dar, welches man zu festlichen Anlässen oder im Alltag trägt. Auf der anderen Seite ist Goldschmuck zudem natürlich als Sachwertanlage geeignet, wobei dann wieder die Fachkenntnis erforderlich ist, welchen Wert die verschiedenen Schmuckstücke besitzen. Nach wie vor dient das Edelmetall natürlich auch zur Dekoration und wird beispielsweise in prunkvollen Villen und an diversen anderen Orten eingesetzt.

In erster Linie denken die meisten Anleger an Gold oder Silber, wenn es darum geht, Edelmetalle als Kapitalanlage zu nutzen. Tatsächlich existieren nur relativ wenige Edelmetalle, die tatsächlich praktikabel als Kapitalanlage fungieren können. Dazu gehören in erster Linie die folgenden vier edlen Metalle:

  • Gold
  • Silber
  • Platinen
  • Palladium

Bereits bei Platin und Palladium wird es sehr eingeschränkt, wenn Sie sich am Markt einmal nach passenden Investments umsehen. Mit deutlichem Abstand am häufigsten werden demzufolge Gold und Silber genutzt, wenn es darum geht, die Edelmetalle als Geldanlage in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie sich grundsätzlich für eine Anlage in Gold entschieden haben, geht es im zweiten Schritt darum, ob Sie das Edelmetall physisch erwerben oder lieber indirekt investieren möchten. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn letztendlich handelt es sich bei einem physischen Investment um eine ganz andere Kapitalanlage, als wenn Sie Ihr Kapital indirekt in das Edelmetall Gold investieren. Mit dem physischen Investment, oftmals ebenfalls als direktes Investment bezeichnet, ist der Erwerb von Goldstücken gemeint, die Sie anschließend tatsächlich in Händen halten können. Zu diesem Zweck stehen insbesondere die folgenden drei Varianten zur Verfügung:

  • Goldmünzen
  • Goldbarren
  • Münzbarren

Deutlich am weitesten verbreitet sind sicherlich mittlerweile Goldbarren, zumal bei den Goldmünzen noch zwischen Anlage- und Gedenkmünzen unterschieden werden muss. Allerdings sind insbesondere solche Goldmünzen für nicht wenige Anleger deshalb besonders attraktiv, weil sie neben dem reinen Materialwert zusätzlich oft noch einen Sammlerwert besitzen. In diesem Fall sollten Sie sich allerdings sehr gut mit den Münzen auskennen, denn für Laien ist es kaum möglich zu beurteilen, ob eine Münze aus Gold tatsächlich über den Materialwert hinaus noch einen Sammlerwert besitzt.

Goldbarren sind mittlerweile auch für Kleinanleger praktikabel, denn im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen Sie Barren aus Gold häufig erst ab einem Gewicht von mindestens 100 Gramm erwerben konnten, gibt es mittlerweile auch sogenannte Kleinstbarren, die häufig schon ab einem Gewicht von zehn Gramm starten. Gegenüber Goldmünzen und Goldbarren sind die sogenannten Münzbarren eher selten zu finden, können aber durchaus ebenfalls als physisches Investment dienen.

Im vorherigen Abschnitt haben wir erläutert, in welcher Form ein physisches Investment in Gold im Allgemeinen möglich ist. Nun gibt es alternativ noch die Option, dass Sie keine Goldbarren oder Goldmünzen erwerben, sondern stattdessen indirekt in das Edelmetall investieren. Diese Form des Investments ist sicherlich deutlich erklärungsbedürftiger und auch weniger transparent als der Kauf von Münzen und Barren, zumal Ihr Gewinn bzw. die erzielbare Rendite eben nicht nur von der Preisentwicklung des Edelmetalls abhängen, sondern es spielen noch weitere Faktoren eine Rolle. Die am häufigsten genutzten Methoden, um indirekt in Gold oder auch in Silber zu investieren, sind:

  • Edelmetallfonds (meistens geschlossene Fonds)
  • Gold-Aktien
  • Zertifikate oder Derivate

Eine weitere Form des indirekten Investments in Gold besteht darin, dass Sie das Recht an einem größeren Goldbestand erwerben. Sie kaufen also beispielsweise an einem größeren Goldlager einen Anteilschein im Gegenwert von 10.000 Euro und sind damit zum Beispiel in Form eines 200-Gramm-Barrens am Gesamtbestand beteiligt. In dem Fall werden Sie das Gold allerdings nicht selbst in Händen halten, sondern Sie haben eben das Recht, aus dem Lagerbestand Ihren nominalen Wert abrufen zu können.

Edelmetallfonds als indirektes Investment sind insbesondere für etwas vermögendere Anleger geeignet, denn meistens handelt es sich um geschlossene Fonds, bei denen eine Mindesteinlagesumme zwischen durchschnittlich 10.000 und 20.000 Euro gefordert wird. Für Kleinanleger und sogar für Sparer sind stattdessen sogenannte Goldaktien deutlich praktikabler. Meistens handelt es sich dabei um Aktien von Unternehmen, die im Bereich Goldminen (Förderung und Betrieb) oder im Segment Goldhandel und Verarbeitung beheimatet sind.

Eine weitere Option besteht in Zertifikaten, wobei Sie dort allerdings bereits trennen müssen, um welche Art von Zertifikat es sich handelt. Insbesondere bezüglich der Sicherheit gibt es nämlich enorme Unterschiede, sodass auch hier ein gewisses Fachwissen erforderlich ist. Letztendlich stehen natürlich auch diverse Derivate zur Verfügung, wobei man dann nicht mehr von einer Anlage in Gold sprechen kann, sondern stattdessen handelt es sich um eine reine Spekulation. Diese ist zum Beispiel mit den folgenden Finanzinstrumenten möglich:

  • Optionsscheine
  • Optionen
  • Futures
  • CFD-Handel

Gold: Zauber, der anscheinend ewig währt

Unabhängig davon, ob Gold heutzutage als Kapitalanlage genutzt wird, als Schmuck oder zur Dekoration dient, eines scheint festzustehen: Das Gold hat seine Faszination jetzt mittlerweile über mindestens 7.000 Jahre erhalten und es ist nicht davon auszugehen, dass sich daran zukünftig etwas ändern wird. Das glänzende Edelmetall stand schon immer für Reichtum, hatte einen besonderen Reiz und letztendlich haben die Wertstabilität und die Unabhängigkeit von klassischen Finanzprodukten und der Börse dazu geführt, dass sich die Menschheit immer schon zumindest kleinere Bestände des Goldes gesichert hat. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Niedrigzinsphase vielleicht noch länger anhalten wird, dürfte das Gold auch weiterhin zunehmend bei Anlegern gefragt sein.

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