In Europa sinkt die Nachfrage nach chinesischen Produkten. China kämpft zudem mit hoher Inflation und einem überhitzten Immobilienmarkt. Das Wachstum verlangsamt sich - allerdings nicht in dem Maße wie befürchtet.
Das Wirtschaftswachstum in China ist auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren gefallen. Nach Angaben des Statistikamtes in Peking wurde im vierten Quartal des vergangenen Jahres nur noch 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erreicht. Im abgelaufenen Jahr wuchs die Wirtschaft um 9,2 Prozent.
Die Daten fielen besser aus, als an den Finanzmärkten befürchtet. Die Börsen in China und Japan schlossen fester. Der Shanghai-Composite legte gut drei Prozent zu. Und auch der Ölpreis zog an. "Die Zahlen waren durch die Bank gut und stützen den Ölpreis", sagte Analyst Ben Le Brun vom Brokerhaus OptionsXpress.
Wegen der weltweiten Unsicherheiten und des Rückgangs der Nachfrage nach chinesischen Waren rechnen Experten in diesem Jahr nur noch mit einem Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft von etwas mehr als acht Prozent. 2010 war die chinesische Wirtschaft noch um 10,4 Prozent gewachsen, wie das Statistikamt anhand nachträglich noch einmal überarbeiteter Zahlen präzisierte.
Das Wachstum verlangsamte sich auch wegen der knappen Geldpolitik zur Bekämpfung der hohen Inflation und der Kontrolle des überhitzten Immobilienmarktes in China. Nach der Abschwächung des Inflationsdruckes zum Jahresende und wegen der "düsteren" Aussichten für die Exportindustrie wachsen Spekulationen, dass die Regierung die Geldpolitik vielleicht doch wieder etwas lockert, um die Wirtschaft anzukurbeln.
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