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01.10.2011, 11:54
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Umstrittene Datenkrake:
Facebook droht Sammelklage wegen Cookies
Dem Netzwerk wird vorgeworfen, die Aktivitäten seiner Nutzer auch nach dem Logout weiterzuverfolgen. Facebook weist die Vorwürfe zurück. Trotzdem sieht sich das Unternehmen mit einer Klage konfrontiert.
Dem größten Social Network der Welt droht eine Sammelklage: Facebook-Nutzer beschuldigen das Unternehmen, Internetaktivitäten auch nach dem Abmelden von der Seite weiter heimlich verfolgt zu haben. Grund hierfür sollen sogenannte "Cookies" sein, die bei Besuch von Webseiten automatisch installiert werden.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg steht zunehmend in der Kritik
Facebook habe bislang stets versichert, dass solche Dateien nach dem Abmelden entfernt würden,
heißt es in der Klageschrift. Am 26. September habe das Unternehmen aber eingeräumt, dass die Cookies die Nutzeraktivitäten nach dem Logout sehr wohl weiterverfolgten. Der Kläger Perrin Aikens Davis aus Illinois beantragte bei einem Bundesgericht im kalifornischen San José die Anerkennung seiner Beschwerde als Sammelklage für alle Facebook-Nutzer in den USA. Er fordert Schadenersatz und ein Verbot der umstrittenen Datenerhebung.
Blogger brachte Vorwürfe in Umlauf
Der australische Blogger Nik Cubrilovic hatte Facebook bereits im Dezember 2010 mit dem Vorwurf konfrontiert, dass das Netzwerk die Aktivitäten seiner Nutzer auch nach dem Logout verfolgen würde. Da das Unternehmen zunächst nicht reagierte, machte er seine Bedenken öffentlich.
Die Datenschutzorganisation Electronic Privacy Information Center reichte daraufhin eine Beschwerde gegen Facebook bei der US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) ein. "Wir wollen, dass die FTC überprüft, ob die heimliche Verfolgung der Nutzer nach dem Logout als unfaire Geschäftspraxis zu werten ist", sagte der Direktor des Zentrums, Marc Rotenberg, am Donnerstag. Daneben soll die FTC auch den umstrittenen neuen Facebook-Dienst "Timeline" untersuchen, mit dem Nutzer eine Art interaktiven Lebenslauf erstellen können.
Ein Sprecher von Facebook sagte am Freitag, man sei sich sicher, dass die Vorwürfe unbegründet seien. Man werde energisch gegen sie vorgehen.
Teil 2: Bundesdatenschutzbeauftragter will strengere Vorschriften
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FTD.de, 01.10.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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